Prof. Clara Leskovar


Statement

Die Erfassung des komplexen Zusammenspiels von Formgestaltung, Fläche, Materialität und Farbgebung am Menschen ist wesentlich im Mode-Design. Die Anforderungen an jedes einzelne Element sind durch immer vielschichtigere Bedürfnisse gestiegen. Somit ist der Designer in seiner Arbeitsweise stets gefordert, er muss vielseitig und offen sein. In der Praxis heißt das beispielsweise, gesellschaftliche und kulturelle Anforderungen an Gestaltung und praktische Erfordernisse im Entwurf zu berücksichtigen.
Die Gestaltung einer spezifischen Form hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Letztendlich ist der Kontext entscheidend, in dem die Entwurfsarbeit steht. Benötigt wird immer ein ganzheitliches Konzept, das während des gesamten Prozesses von der Idee bis zur Präsentation der fertigen Arbeit berücksichtigt werden muss. Deshalb wird schon früh im Studium schwerpunktmäßig auf die Entwicklung einer eigenen Haltung zum Entwurf hingearbeitet ebenso wie auf die überzeugende Darstellung des Konzeptes, der Idee. Das bleibt auch in der späteren Berufspraxis eine Herausforderung für jeden Designer.
Bei der Entwurfsarbeit sollte es neben konzeptionellem und analytischem Denken genügend Raum für das Experiment geben. Mit Hilfe des freien formbezogenen Experimentierens ohne spezifische inhaltliche Vorgaben können Probleme aufgezeigt und Problemlösung sowie Entscheidungsfindung geschult werden, sodass sich jeder Studierende individuell und nach seinen Bedürfnissen im Entwurfsprozess eigene Konzepte und entsprechende Lösungsansätze erarbeiten kann.
Der Entstehungsprozess ist dabei durch permanente Reflexion gekennzeichnet. Eine umfassende visuelle Recherche, das Ausprobieren, das Hinterfragen und die „Fehleranalyse“ helfen neue Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken. Größere Studienprojekte bieten weitere Möglichkeiten, sich als Gestalter zu finden und zu positionieren.

When every plan is subject to change

Hauptstudium
Semester: WS 2021/22
Projekt: When every plan is subject to change
Projekttage: Montag 09:00 Uhr – 15:00 Uhr, Dienstag 09:00 Uhr – 15:00 Uhr, Mittwoch 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Lehrende:
Prof. Clara Leskovar, Prof. Doreen Schulz
Konstruktion: Lucia Mors de Castro

Die Konzentration des Entwurfsprozesses liegt auf der Bedeutung der Form, des Materials und der Farbe sowie auf der digitalen und manuellen Bearbeitung von Bildern als Entwurfsstrategie.
Ziel ist es, zweidimensionale Papier- und Materialcollagen am Ende des Projektes zu experimentellen, auf den Menschen bezogene Kleider-Collagen zu führen.
Ein besonderer Focus liegt auf den verschiedenen Formen der Materialbearbeitung in Verbindung mit der Silhouette.
Fachlich trainiert das Entwurfsprojekt verschiedene Arbeits- und Präsentationstechniken sowie die vielseitigen Formen der Flächen- und Farbgestaltung.
Designer*innen haben heute die Aufgabe, eigene Materialsammlungen, Silhouetten, Formen und Flächen herauszuarbeiten und diese zu einer stimmigen und nachhaltigen Kollektion zusammenzuführen.