Pressemitteilungen

Designpreise und Förderungen für sechs Absolvent_innen

»German Design Graduates« – beste Abschlussergebnisse ausgewählt

Sechs Absolvent_innen der weißensee kunsthochschule berlin wurden bei der digitalen Preisverleihung der »German Design Graduates« 2020 in mehreren Kategorien als Gewinner_innen ausgezeichnet. Sie können sich über Preisgeld und Support aus der deutschen Designszene freuen. Die 2019 ins Leben gerufene Initiative will Design-Abschlussarbeiten aus den Hochschulen besser bekannt machen, die in besonderem Maße zukunftsgestaltende Potenziale aufweisen. Zudem fördern Botschafter_innen aus den verschiedenen Designbereichen die jungen Designer_innen. Hochschulen und Sponsor_innen ermöglichen die Durchführung einer jährlichen Ausschreibung, Prämierung und einer öffentlichkeitswirksamen Ausstellung, die gegenwärtig Pandemie-bedingt für 2021 geplant ist.

Die ausgewählten Arbeiten aus der Kunsthochschule in den einzelnen Kategorien sind:

Awards – Geldpreise
»Black Liquor«, Verwertung des Abfallprodukts Schwarzlauge aus der Papierherstellung, von Esther Kaya Stögerer (Fachgebiet Textil- und Flächen-Design) in Kooperation mit Jannis Kempkens (Fachgebiet Produkt-Design) erhielt den »Form Progress Award«. Mehr: germandesigngraduates.com/black-liquor/

Support – Firmenunterstützung
Konrad Jünger (Fachgebiet Produkt-Design) erhielt für seine Masterarbeit »material driven, digitally produced«, einem Verfahren digital gesteuerter Fertigungsprozesse per Roboter (https://germandesigngraduates.com/material-driven-digitally-produced/), die Teilnahme an einem Material-Workshop inklusive Kost und Logis im neuen BASF Creation Center.

Green Cards – Teilnahme an Ausstellungen
Die Teilnahme an der Ausstellung »Green Smart Materials« auf der Messe Interzum, Köln 2021 gewannen Nicole Dietz (Fachgebiet Produkt-Design) mit ihrer Masterarbeit »Form Dust«, einem Forschungsprojekt zur Entwicklung eines biologisch abbaubaren recyclebaren Materials aus pflanzlichen Stoffen (https://germandesigngraduates.com/form-dust/) und Katja Bremer (Fachgebiet Textil- und Flächen-Design) mit »2-3-4D«, einem Sitzelement für den Transport von Babys und Kleinkindern (https://germandesigngraduates.com/2-3-4d/).

Nicole Dietz‘ Arbeit wird außerdem in einem Feature im »Stilwerk magazin« und auf »Baunetz interior / design« präsentiert.

Prak Piakot (Fachgebiet Produkt-Design) wurde mit einer Green Card für die internationale Einrichtungsmesse »imm cologne« für sein flexibles Aufbewahrungssystem für Kleidung »Revier« (https://germandesigngraduates.com/revier/) ausgezeichnet.


Jetzt ist die Zukunft – Innovationen für komplexe Welten

Um das kreative Potential von Studierenden und Absolvent_innen gesellschaftlich nutzbar zu machen, geht die weißensee kunsthochschule berlin einen weiteren Schritt zur Stärkung des kreativen Sektors: Das neu aufgelegte Programm »seeKicks« will Studierende und Absolvent_innen mit Selbstvertrauen, weitreichenden Netzwerken sowie Fähigkeiten und Ressourcen ausstatten, damit sie ihre Vorhaben weiter entwickeln und Unternehmen gründen können. Gefragt und gefördert werden in erster Linie Lösungsansätze für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen. »seeKicks« baut auf bereits bestehende Aktivitäten der Alumniberatung der Kunsthochschule wie see up oder und der DesignFarmBerlin auf.

»seeKicks« langfristiges Ziel ist es, tragfähige Bedingungen für die Entwicklung eigensinniger und eigenständiger wie zeitgemäßer Unternehmen zu schaffen. So könnte etwa eine widerstandsfähige und inklusive Ökonomie für das 21. Jahrhundert entwickelt werden – mit Unternehmen, denen die Entfaltung und das Wohlergehen der Menschen und des Planeten auf lange Sicht am Herzen liegt.

Das Programm »seeKicks«wird für vier Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms EXIST-Potentiale gefördert. Die khb wurde als eine von insgesamt fünf staatlichen Berliner Gründerhochschulen für dieses Programm ausgewählt.


Neu in Weißensee: Prof. Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Prof. Nasan Tur

Im international ausgerichteten Masterstudiengang Raumstrategien an der weißensee kunsthochschule berlin unterrichten mit Beginn des Wintersemesters 20/21 als neue Professoren Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Nasan Tur.

Sie werden einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die politische und soziale Dimension des öffentlichen Raumes legen, der als Ort – oft unbenannter – kapitalistisch und ideologisch geprägter Machtkämpfe eine wesentliche Rolle für gesellschaftliche Entwicklungen spielt.
 
Wem gehört der öffentlichen Raum und wie lässt sich die multiple Geschichte einer plurikulturellen Gesellschaft im öffentlichen Raum erkennen? Auf dieser Grundlage soll eine Rückbesinnung auf die Fundamente des menschlichen Zusammenlebens und das Mitwirken von unterschiedlichen alternativen Strukturen, Kulturen und Erfahrungen thematisiert werden.

Die aufflammenden rassistischen und xenophoben Angriffe in vielen Gesellschaften, die Gewalttaten bezogen auf Glauben, Geschlecht und Sexualität in virtuellen und realen Räumen, der zu beobachtende zunehmende Nationalismus und der massive Rechtsruck werden im Studiengang Raumstrategien untersucht werden, um die Bedeutung von Räumen, Orten und gesellschaftlichen Kontexten in Bezug zu den Verhaltensweisen von Menschen in diesen räumlichen Zusammenhängen zu analysieren.

Bezogen auf die derzeitige Pandemie wird auch das viel diskutierte Thema des »social distancing« aufgeworfen werden. Im Studiengang werden diese Themen aus einer künstlerischen, kuratorischen und kritisch theoretischen Perspektive behandelt.

Prof. Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung ist 1977 in Yaoundé, Kamerun geboren. Er arbeitet als unabhängiger Kurator und Autor, hat in Biotechnologie promoviert und ist international tätig. Unter anderem hat Ndikung an der Städelschule Frankfurt gelehrt, war 2017 Kurator bei der documenta 14 und verantwortlicher Kurator des finnischen Pavillons bei der Biennale Venedig 2019. Im gleichen Jahr war er Künstlerischer Leiter der 12. Ausgabe von Rencontres de Bamako, der Biennale für Afrikanische Fotografie. Ndikung ist künstlerischer Leiter von SAVVY Contemporary, Berlin.

Prof. Nasan Tur ist 1974 in Offenbach geboren. Seine künstlerischen Arbeiten wurden in zahlreichen institutionellen Einzelausstellungen gezeigt, 2021 präsentiert die Berlinische Galerie sein Werk. Unter anderen nahm er an Großausstellungen wie der 10th Istanbul Biennale, 6th Taipei Biennale oder der documenta 14 teil. Tur lehrte an Kunsthochschulen im In- und Ausland.

Weiteres zu den Personen
www.nasantur.com
de.wikipedia.org/wiki/Bonaventure_Soh_Bejeng_Ndikung


Blended Learning im Design – Forschungsprojekt zur Fachdidaktik

Anknüpfend an die Werkstattlehre des Bauhauses und in Auseinandersetzung mit heutigen Industrie 4.0-Technologien, startet 2020 das Forschungsprojekt »Bauhaus 4.0« an der weißensee kunsthochschule berlin, eine Kooperation mit der TU Berlin. Geplant ist ein digitales Update für experimentelles Prototyping in der künstlerisch-gestalterischen Lehre.

Die digitale Werkstatt mit Robotern und 3D-Druckern als Lernort und Experimentierfeld für die Gestaltung und Produktentwicklung ist das physische – um digitale Lernräume erweiterte – Zentrum des Projektes. In zwei Fallstudien werden Studierende ihren Lernprozess in forschungsbasierten Lehrformaten mit speziellen, für diese hybride Werkstattlehre entwickelten, elektronischen Portfolios dokumentieren und reflektieren. Daraus werden anschließend Open Educational Resources (frei zugängliche Lehrmaterialien) für ein digitales Basiswissen im Prototyping extrahiert und bereitgestellt – ein medienpädagogisch innovativer Ansatz.

Digitales Lernen wird im Projekt »Bauhaus 4.0« also in doppelter Hinsicht untersucht: Einerseits als Erweiterung der künstlerischen Lehre in der Werkstatt um einen digitalen Lernraum. Andererseits als praktisches Lernen und Anwenden digitaler Technologien im experimentellen Prototyping – einer Kernmethode in Gestaltungsprozessen.

In der noch jungen Designdidaktik gibt es bislang wenige datenbasierte Erhebungen zur Wirksamkeit bestimmter didaktischer Methoden. Die beiden Fallstudien werden umfangreich quantitativ und qualitativ evaluiert.

Es kooperieren die Kunsthochschule, Fachgebiete Produkt-Design, Textil-und Flächen-Design, Künstlerisch-Gestalterische Grundlagen und die TU Berlin, Fakultät I, Geistes- und Bildungswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft, Fachgebiet Pädagogische Psychologie. Die beteiligten Personen: Prof. Nils Krüger, Prof. Dr. Christine Goutrié, Prof. Christiane Sauer, Jörg Hugo, Agata Kycia, Konrad Jünger, Andreas Grasmück (Kunsthochschule) und Prof. Dr. Jan Pfetsch, Alexander Wedel, Verena Graf (TU Berlin)

Das Projekt »Bauhaus 4.0« wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der dritten Förderlinie zur digitalen Hochschulbildung finanziert.
Link: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/bauhaus-40-3217.html


Herausragende Gestaltungsprojekte aus Weißensee nominiert

Institute for Design Research and Appliance verleiht Nachwuchspreis – Aufruf zum Public Voting

Das beim Rat für Formgebung angesiedelte »Institute for Design Research and Appliance« hat für seinen Preis für Designforschung von sechs nominierten Projekte vier Arbeiten von Weißensee-Absolvent_innen für die Shortlist ausgewählt. Der Nachwuchspreis wird 2020 erstmalig im Rahmen der »German Design Graduates Initiative« verliehen. Die ausgewählten herausragenden Gestaltungsprojekte bewegen sich an der Schnittstelle von Theorie und Praxis und haben durch deren Kombination und Integration in den Designprozess besondere Resultate hervorgebracht. Bis zum 30. September 2020 kann das Publikum die Gewinner-Arbeit auswählen.

Die Projekte aus Weißensee sind:
»Digital Twin«, Erforschung und Entwicklung von physischen und digitalen Modellen für neurochirurgische Planungsprozesse bei Operationen. Autor: Felix Rasehorn

»Hacko«, ein neues Ökosystem für Elektronik, das es Nutzer_innen ermöglicht, ihre eigenen elektronischen Produktlösungen zu entwickeln, umzuformen und neu zu gestalten, wodurch sich die Nutzungszeit der Bauteile erheblich verlängern lässt. Autorin: Yi-Ting Chen

»Swarm Lab«, eine virtuelle Umgebung, die es erlaubt, Schwärme zu designen und zu testen, ähnlich wie CAD-Anwendungen das virtuelle Erstellen von Geometrien erlauben. Autor: Simon von Schmude

»Black Liquor«. Nachhaltige und vielfältig einsetzbare Materialien aus ungenutzten Nebenprodukten der Papierindustrie als Open Source-Katalog. Autor_innen: Esther Kaya Stögerer & Jannis Kempkens.

Mehr zu den Projekten / Informationen zu den Betreuer_innen:
kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/design-research-prize-3214.html

Public Voting bis zum 30. September 2020 unter:
germandesigngraduates.com/public-voting/


Gold für interaktives Buch – Student interpretiert Kurosawas Historienfilm »RAN«

Der Illustrator Ailun Jiang, Masterstudent der weißensee kunsthochschule berlin im Fachgebiet Visuelle Kommunikation, wurde für sein interaktives Illustrationsbuch »RAN« beim Japan Illustration Award (JIA) 2020 mit Gold ausgezeichnet.

Ailun Jiang interpretierte für seine BA-Arbeit das Monumentalwerkvon Akira Kurosawa, den Historienfilm »RAN« aus dem Jahr 1985 neu. Kurosawa verband in »RAN« die Legende vom Fürst Mori Motonari mit William Shakespeares Tragödie »King Lear« und verfilmte den Krieg im inneren und äußeren Reich Japans der Sengoku-Zeit (1477-1573). Der Student arbeitete mit detailreich gekratzten sowie animierten Illustrationen für seine Interpretation des Filmwerks. Die Jury zeigte sich sowohl von der spannenden Geschichte als auch von der gelungenen Umsetzung beeindruckt.

»RAN« hatte bereits seit April Gold in Storyboarding, Gold in Illustration und Silber in Mixed Media/Moving Image bei den Indigo Design Awards 2020 (NL), einen Red Dot Design Award (GER), Merit bei den 3x3 Internationale Illustration Annual (USA) und den Applied Arts Student Award 2020 (CAN) erhalten. Zudem ist die Arbeit für den renommierten Joseph Binder Award 2020 (AT) nominiert. Betreuer_innen der Bachelorarbeit waren die Professorinnen Barbara Junge und Kathi Kaeppel sowie für Theorie und Technik Prof. Julian Adenauer.

Stills aus dem interaktiven Buch: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/ran-interaktive-illustration-3208.html
Trailer: www.vimeo.com/367598764
Kontakt: jiangailun89@gmail.com
Instagram: allenjohn1989


Zurück zur Präsenz – Kunsthochschulen brauchen Nähe

Die Kunsthochschulen, auch die weißensee kunsthochschule berlin, haben mit großem Engagement zum Sommersemester 2020 digitale Lehrangebote realisiert, die sich in den theoretischen Bereichen als auch in digitalen Fachpraxen bewährten. Deren experimenteller Charakter hat zu überraschend vielen innovativen Ansätzen beigetragen.

So konnte mit großem Erfolg der jährlich anstehende Rundgang – Tage der offenen Tür am vergangenen Wochenende durch ein Live-Streaming ersetzt werden. Aus einer Semesterarbeit in einer Studiengruppe des Fachgebiets Visuelle Kommunikation entwickelten die Studierenden und Lehrenden mit viel Engagement und Unterstützung von weiteren Mitarbeiter_innen ein großes, für diesen Anlass neu installiertes Kommunikationsformat für die ganze Hochschule. Mehr als 100 Beiträge wurden in die Welt gesendet, die Einblicke in die Arbeit der Kunsthochschule vermittelten.

Doch ist die digitale Lehre in keiner Weise ein vollwertiger Ersatz für Workshops, Seminare, Werkstattkurse, Beratung und individuelle Betreuung in der künstlerischen und gestalterischen Bildung. Neben der Vermittlung von fachpraktischen Kompetenzen, der Kombination von Hand- und Kopfarbeit, ist die Lehre auch eine soziale Aktivität.

Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin unterstützt daher das Statement der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) von 30. Juni 2020, in dem es heißt: »Ein erneutes ganz überwiegend digitales Wintersemester ist daher nicht vorstellbar. Die RKK plädiert für ein – zumindest – hybrides Wintersemester mit so viel Präsenz wie es im Rahmen eines verantwortungsvollen Gesundheitsschutzes und der Größe der jeweiligen Einrichtungen möglich ist.«

Die digitalen Lehrangebote können weiterhin Ergänzung und Werkzeuge innerhalb der Lehre bleiben; mit ihnen können perspektivisch in Hinblick auf Inklusion und Vereinbarkeit von Familie und Studium deutliche Verbesserungen erreicht werden. Für die Zukunft muss der Schritt von einem digitalen Notbetrieb zu qualitätsgesicherten digitalen Formaten bewältigt werden. Dies ist nur möglich, wenn für den stabilen Ausbau mehr finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.


Start für den Wissenschafts- und Kreativstandort Campus Weißensee - Gemeinsame Pressemitteilung

Die Kunsthochschule Berlin Weißensee, die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und das Bezirksamt Pankow haben eine Vereinbarung zum Erweiterungsvorhaben der Kunsthochschule in Weißensee unterzeichnet und legen damit den Grundstein für einen dynamischen Wissenschafts- und Kreativstandort – den Campus Weißensee.

In den vergangenen Jahrzehnten sind die Studierendenzahlen an der Hochschule stark gestiegen und die Flächenbedarfe in allen Fachgebieten gewachsen. Um eine zentrale Campusentwicklung an einem Standort zu ermöglichen, ist die Erweiterung der Flächen der Kunsthochschule notwendig. In den nächsten 10 bis15 Jahren soll mit der Bebauung eines zusätzlichen Nachbargrundstücks der Wissenschafts- und Kreativstandort Campus Weißensee entstehen. Geplant sind Erweiterungsbauten für die Lehre und künstlerisch-praktische Ausbildung, Gebäude für studentisches Wohnen, Labore für Start-Ups, Ausstellungsflächen, öffentliche Kommunikationsräume sowie gastronomische Angebote. So soll ein lebendiger und attraktiver neuer Ort entstehen, an dem Hochschule und Nachbarschaft zusammenkommen.

Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung werden die nächsten Schritte für die Umsetzung der Erweiterung festgeschrieben. Sie ist das Ergebnis einer konstruktiven Zusammenarbeit über viele Zuständigkeiten hinweg und ein Beispiel für integrierte Stadtentwicklung. Die Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte durch Leonie Baumann, Rektorin der Kunsthochschule Berlin, Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Sebastian Scheel, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste in Pankow.

Von Mai bis August erstellen nun drei Planungs- und Architekturbüros städtebauliche Machbarkeitsstudien für den Campus Weißensee. Zu den Zwischenständen fand vom 2. bis 5. Juli die erste Bürgerbeteiligung online sowie vor Ort statt.

Leonie Baumann, Rektorin der Kunsthochschule Berlin (Weißensee) – Hochschule für Gestaltung: „Die Kunsthochschule dankt allen Beteiligten, dass nun mit der Verwaltungsvereinbarung die nächsten Schritte zur Erweiterung des Hochschul-Campus' starten werden. Mit ihren kreativen Potenzialen wird die Kunsthochschule ihre innovative Ausstrahlung weiter verstärken können, so dass sich der Campus perspektivisch zu einem kulturellen Highlight des künstlerisch-wissenschaftlichen Austausches im Norden Berlins entwickeln wird.“


Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Steffen Krach: „Ich freue mich, dass wir mit der Unterzeichnung den Startschuss für den Ausbau des Wissenschafts- und Kreativstandorts – Campus Weißensee geben können. Mit der Campuserweiterung werden wir Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten der Kunsthochschule Berlin Weißensee ein modernes Umfeld zum Lernen und Arbeiten bieten und neuen Raum für die Entwicklung und Umsetzung kreativer Ideen schaffen. Dieses Vorhaben zeigt erneut wie Berlin kontinuierlich in den Ausbau seiner Hochschulen investiert.“

Staatsekretär für Wohnen Sebastian Scheel: „Dieser Wissenschafts- und Kreativstandort ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie auf relativ kleiner Fläche ganz unterschiedliche Nutzungen miteinander kombiniert werden können. Neben der Erweiterung der Kunsthochschule wird es hier in einigen Jahren auch Wohnen für Studierende, Ateliers, eine öffentliche Gastronomie und neuen öffentlichen Freiraum geben. So planen wir flächensparend und fördern eine ökologische und lebenswerte Stadt der kurzen Wege.“

Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste in Pankow: „Ich freue mich außerordentlich, dass es hier in einem kooperativen Ansatz mit zwei Senatsverwaltungen, der Kunsthochschule und dem Bezirk gelungen ist, die Weichen für die dringend benötigte Erweiterung der Kunsthochschule und die parallele Schaffung einer neuen Kleingartenanlage an der Hansastraße in Pankow zu stellen. Wir setzen hier ein einzigartiges win-win-Modell um - die Kunsthochschule als "Leuchtturm-Institution" für Pankow und ganz Berlin kann ihren Bedarf nach Räumen und Flächen decken, die Senatsverwaltungen erstellen dafür den B-Plan und sichern die Finanzierung und der Bezirk bekommt die fehlenden Mittel für den Bau der neuen Kleingartenanlage, auf der auch die bisherigen Pächter der zu schließenden Anlage an der Kunsthochschule eine neue Heimat finden werden.“

Über die Kunsthochschule Berlin (Weißensee) – Hochschule für Gestaltung
Mit ihren rund 900 Studierenden gehört die weißensee kunsthochschule berlin heute – fast 75 Jahre nach ihrer Gründung – mit zu den größeren Kunsthochschulen in Deutschland. Mit ihren Lehrangeboten in der Freien Kunst und dem Design haben sich schon immer, aber in den letzten Jahren verstärkt, viele virulente Projekte entwickelt, die an Forschungsvorhaben und einem Exzellenzcluster der Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sind, die Kooperationen mit zahlreichen Organisationen eingehen und Gründungsaktivitäten der Studierenden fördern. Die Lehre entwickelt sich aus dem Selbstverständnis heraus, dass visuelle und gestalterische Expertise einen wesentlichen Anteil haben bei der Suche nach Antworten auf die großen Herausforderungen der Gegenwart. Zudem ist die Kunsthochschule als einzige öffentlich geförderte Hochschule in Pankow ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Bezirk.


»MotorSkins« nehmen Fahrt auf

International besetztes Start-up-Team erhält EXIST-Stipendium

Interdisziplinär, weltoffen und innovativ — das Team von »MotorSkins« an der weißensee kunsthochschule berlin wird von Juli 2020 an durch ein einjähriges EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

Das Team, Facundo Gutierrez (Design), Dr. José Villatoro (Technische Umsetzung), Juan Opitz-Silva (Geschäftsentwicklung) und Nils Janßen (Softrobotik), entwickelt ein aus der Biologie inspiriertes Soft-Exoskelett für das menschliche Bein. Mit dem Soft-Exoskelett kann die in der Bewegung des Schrittes aufgewendete Kraft  auf den nächsten Schritt übertragen werden.
 Damit wird die Bewegungsautonomie von Menschen unterstützt, die wegen einer Muskelschwäche Schwierigkeiten beim Gehen haben. Die Vision von »MotorSkins« ist es, die Nutzer_innen zu einem aktiven Lebensstil zu motivieren und mit ihrer Muskelschwa?che einhergehende Beeinträchtigungen zu mildern.

Im Lauf der letzten Monate hat das Team, das von der DesignFarmBerlin der weißensee kunsthochschule berlin gefördert wurde, den Prototyp optimiert, wichtige Partnerschaften aufgebaut und den Markt evaluiert. Im Rahmen des EXIST-Gründerstipendiums wird es sich darauf konzentrieren, das Produkt in Zusammenarbeit mit potenziellen Nutzer_innen fertig zu stellen, um sich mit der Idee selbstständig zu machen.

motorskins.com


Weißensee TV – Kunsthochschule lädt ein zu Streaming-Festival

Sa./So., 18./19. Juli 2020
tagsüber und nachts, das Programm wird in Kürze veröffentlicht

Eine Kunsthochschule ohne Präsenzlehre und Publikumsverkehr – das war die Situation in diesem Sommersemester. Dass folgerichtig auch kein Rundgang – Tage der offenen Tür mit seinen tausenden von Besucher_innen stattfinden konnte, drang allen Beteiligten erst langsam ins Bewusstsein.

Doch auch unter Krisenbedingungen waren die Studierenden aktiv und haben im Digitalen Semester eine experimentelle Herausforderung gesehen, der sich Künstler_innen und Designer_innen so umfassend bisher nicht gestellt hatten. Statt der traditionellen Tage der offenen Tür laden die Fachgebiete ein zu einem vielfältigen Streaming-Festival, das Arbeiten der Studierenden mit unterschiedlichen Formaten visualisiert und in die Welt transportiert.

Alle Interessierten haben erstmals die Möglichkeit vollkommen unabhängig vom eigenen Standort teilzunehmen, reinzuschauen und sich in Chat-Foren zu beteiligen: Von Semester- oder Studienabschlüssen bis zu Gruppenpräsentationen; von digitalen Arbeiten und Einblicken in analoge Kunstwelten gibt es in dem zweitägigen Programm Vieles zu entdecken.

Dank einer engagierten Studiengruppe in der Visuellen Kommunikation, die das Konzept und die Gestaltung entwickelten, wird »Weißensee TV« global präsent sein. K»link«en Sie sich ein, wir freuen uns auf Sie – auch in der digitalen Welt!

Website: weissensee.tv
Telegram-Channel: t.me/weissenseetv
Social Media: @kunsthochschuleberlin (#weissenseetv)


Neue Farmer_innen bei der DesignFarmBerlin 2020

Seit dem Start der aktuellen Förderperiode des Berliner Startup-Stipendiums 2020/2021 fördert die DesignFarmBerlin der weißensee kunsthochschule berlin aktuell sechs neue Vorhaben im Bereich Design-in-tech. Die Zahl der geförderten Gründungsvorhaben, die sich auf Dienstleistungen sowie digitale Produkte fokussieren, hat deutlich zugenommen. Andere DesignFarmer und -Farmerinnen setzen auf inklusive und umweltschonende Konzepte.

Dazu gehören die Entwicklung von Silke Hofmann sowie experimentelle Arbeiten von Tim van der Loo. Als angehende PhD-Kandidatin beschäftigt sich Silke Hofmann mit der Umsetzung eines BHs für Frauen nach einer Mastektomie. Dabei geht es ihr nicht nur darum, den betroffenen Frauen mehr Komfort und Selbstvertrauen zu bieten sondern auch darum mehr Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft durch Bekleidung zu schaffen.

Tim van der Loo bezeichnet sich als Post-Consumer Material Product Designer. In seinem Vorhaben »New Blue« versucht er einen neuen Prozess für die Jeans-Herstellung aus gebrauchtem Jeans-Material zu etablieren. Seine Berichte über die überfüllten Altkleidung Sortierstellen sind erschreckend und ernüchtern zugleich. Mehr Konzepte und sinnvolle Handlungsanweisungen in diesem Bereich sind dringend nötig.

Die DesigFarmBerlin bringt mit ihrem Spektrum an Themen verstärkt gesellschaftliche Aspekte in die Berliner Start-up-Szene ein, die sie damit befruchten und ein wenig aufmischen will.

Für alle, die an einer Bewerbung bei der DesignFarmBerlin - Design-in-Tech Accelerator interessiert sind: Die neue Runde startet am 21.08.2020. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu den Voraussetzungen für eine Förderung sind auf der Webseite zu finden: designfarmberlin.com/apply/

Kontakt: info@designfarmberlin.de


Firefly – Persönliche Distanz im Öffentlichen Nahverkehr schaffen

Abstand und persönliche Distanz im Öffentlichen Nahverkehr ist in der Corona-Krise eine der drängendsten Fragen im urbanen Raum. Wie sich U-Bahn-Passagiere besser auf die einzelnen Waggons verteilen lassen, um dadurch Gedränge, Stress und Verspätung im öffentlichen Nahverkehr zu vermeiden, ist Thema des Studierendenprojekts »Firefly«. Das interdisziplinäre Studierendenteam aus dem Fachgebiet Produkt-Design der weißensee kunsthochschule berlin und dem Institut für Informatik (Human-Centered Computing) der Freien Universität Berlin beschäftigte sich schon im Wintersemester 2019/20 mit dieser Frage. Die Lösung des Problems sehen die Studierenden in einem vernetzten Lichtsystem, das den Wartenden die Wagenkapazitäten und freien Plätze bereits auf dem Bahnsteig anzeigt, so dass sie sich auf diesem entsprechend verteilen können. Kleine Lichter (Fireflies = Glühwürmchen) zeigen vor Einfahrt des Zuges die Einstiegsstellen und Auslastung der Waggons an.

Das Projekt unter dem Titel »Entity:City« (Link: kh-berlin.de/index.php) wurde geleitet von Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Human-Centered Computing, FU Berlin), Prof. Thomas Ness (Embodied Interactions, Kunsthochschule) und der Lehrbeauftragten Judith Glaser (Kunsthochschule, MA Design) und ist Teil des Exzellenzclusters »Matters of Activity. Image Space Material«.

Unter #HackTheCrisisBerlin ist die weißensee kunsthochschule berlin Partner der vom CityLab Berlin gestarteten Initiative, die vielfältige Projekte und Kompetenzen mit Partnern aus Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft und Politik vereint. Auf der virtuellen Plattform adhocracy.plus/citylab-berlin/ können Projektideen eingebracht werden, Ressourcen und Wissen ausgetauscht und die Kräfte gebündelt werden, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in Berlin besser zu meistern.

Link zum Projekt: adhocracy.plus/citylab-berlin/ideas/2020-00966/


Exzellenzcluster: Dritte Professur mit Patricia Ribault besetzt

Die letzte der drei Professuren, die im Rahmen des Exzellenzclusters »Matters of Activity« an der weißensee kunsthochschule berlin geschaffen wurden, hat zum 1. Mai 2020 Patricia Ribault angetreten: Sie wird im Fachgebiet Theorie und Geschichte die Lehre verstärken. Die neue Professorin für »Performative Design Research« war zuletzt Juniorprofessorin für Geschichte und Theorie der Gestaltung am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Sie war bereits in den Exzellenzcluster »Bild Wissen Gestaltung«, dem Vorläufer von »Matters of Activity« eingebunden, in dem sie ebenfalls als »Principal Investigator« arbeitete. Patricia Ribault startete ihre Design-Karriere im Bereich Keramik und Glasbläserei; ihr Forschungsinteresse gilt den Bereichen Design, Handwerk, Kunst, Körper, Arbeit, Technik und Industrie. Sie leitete von 2011 bis 2020 ein Master-Seminar an der École Nationale Supérieure de Beaux Arts in Paris.

Im Rahmen der Beteiligung am Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material« der HUB bekam die weißensee kunsthochschule berlin drei Zeitprofessuren zugeteilt. Die Stellen werden fünf Jahre lang aus den Mitteln des Clusters finanziert. Karola Dierichs, Professorin für »Material and Code« im Fachgebiet Textil- und Flächen-Design und Thomas Ness, Professor für »Embodied Interaction« im Fachgebiet Produkt-Design haben ihre Cluster-Professuren an der weißensee kunsthochschule berlin bereits angetreten.


Start des Sommersemesters – Virtueller Campus Weißensee

Auch an der weißensee kunsthochschule berlin startete gestern das Sommersemester im digitalen Kreativmodus. Innerhalb kürzester Zeit haben alle Lehrenden das Curriculum entsprechend der vollkommen veränderten Pandemie-Voraussetzungen zusammengestellt mit vielversprechenden digitalen Inhalten und Zielen. Gerade für eine Kunsthochschule stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Lehre komplett neu zu denken – ohne Präsenz und ohne die Möglichkeit, in den Werkstätten oder Ateliers zu arbeiten. Um denjenigen Studierenden die Abschlüsse im Sommer zu ermöglichen, hofft die Hochschule auf Ausnahmeregelungen zur Durchführung von Prüfungen

Die Rektorin der Kunsthochschule, Leonie Baumann, zeigt sich erfreut über die Energie und Zuversicht der Hochschulangehörigen, den Studierenden – auch denjenigen, die auf Grund von Aus- oder Einreisebehinderungen das Sommersemester nicht in Berlin sein können – ein anderes aber nicht minder forderndes Lehrprogramm bieten zu können. Dieses „Kreativsemester“, wird zu neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, aber auch zu bisher nicht gekannten Ergebnissen führen. Die Kunsthochschule ist dankbar, dass sie die zusätzlich benötige Technik aus dem „VirtualCampus Berlin“ aus Landesmitteln anschaffen kann.

Einzelne Lehrangebote der Kunsthochschule sind bereits eine Reaktion auf die Corona-Krise und greifen Aspekte ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen auf. So wird in einem fachübergreifendem Kurs des Studiengangs Raumstrategien u.a. angeboten, ein „Manual zum (Über-)leben“ zu erstellen.

Die Hochschulleitung hofft, dass ähnlich wie in Baden Württemberg bundesweite Lösungen gefunden werden, dass Studierende finanziell unterstützt werden, die sich in einer besonders prekären Lage befinden. Eine Umfrage des AStAs (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Kunsthochschule hatte u.a. ergeben, dass ein Viertel existenzielle finanzielle Sorgen hat; viele sind ihrer Einkommensmöglichkeiten beraubt und können ihre Miete nicht mehr zahlen.


#Maskoncollective - DesignfarmBerlin startet Initiative für das Tragen von Mundschutz

Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Tragen eines Mundschutzes im urbanen Raum sinnvoll ist, um die Verbreitung des Corona-Virus' zu vermindern. Als kollektiver Schutz getragen, reduziert er das Risiko unwissentlich selbst das Virus zu verbreiten, vor allem im Fall von Covid-19 mit seiner langen und oft symptomfreien Inkubationszeit. Die DesignfarmBerlin – Design-in-Tech Accelerator der weißensee kunsthochschule berlin startet daher eine Initiative für das Tragen von Mundschutz.

Metropolen in Asien praktizieren schon lange das Tragen von Masken als Ausdruck von Rücksichtnahme und persönlicher Verantwortung. In Europa gibt es dagegen eine Scheu, prophylaktisch Masken zu tragen. Die Stipendiaten der DesignfarmBerlin haben daher eine Initiative gestartet, um das Tragen von Masken zu propagieren und bei uns diesen dringend nötigen Kulturwandel anzustoßen.

Unter www.instagram.com/maskoncollective/ liefern sie Bauanleitungen für selbst herstellbare Masken aus gewöhnlichen Materialien von Taschentüchern bis zu Staubsaugerbeuteln. Das Selbstherstellen erlaubt es individuelle Ausdrucksformen zu finden und sich gleichzeitig solidarisch mit einer globalen Bewegung zu zeigen, die Begegnungen im urbanen Raum für alle sicherer macht, in Erkältungs-, Grippe- und Corona-Zeiten.

Link: www.instagram.com/maskoncollective/


Exzellenzcluster: Drei neue Professuren für die Kunsthochschule

Im Rahmen der Beteiligung am Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material« der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) kann die weißensee kunsthochschule berlin drei Zeitprofessuren besetzen. Zwei davon sind bereits mit Karola Dierichs und Thomas Ness besetzt worden.

Karola Dierichs wird als Professorin für »Material and Code« im Fachgebiet Textil- und Flächen-Design vom Sommersemester 2020 an lehren und forschen. Die an der TU Braunschweig, der ETH Zürich und der AA London (Architectural Association. School of Architecture) ausgebildete Architektin war zuletzt am Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) an der Universität Stuttgart im Rahmen des Exzellenzclusters »Integrative Computational Design and Construction for Architecture« als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ihre Forschungen konzentrieren sich auf entworfene granulare Materialien in der Architektur.

Thomas Ness hat bereits zum 1. Dezember 2019 die Stelle als Professor für »Embodied Interaction« im Fachgebiet Produkt-Design angetreten. Als Interaction Designer, mit einer Spezialisierung auf Design-Methoden, wie »Exploration and Prototyping« hat er in der Vergangenheit für internationale Kunden aus der Automobil- und Technologie Branche sowie für Kultur und Bildungseinrichtungen gearbeitet. Er lehrte unter anderem am K3 (Malmö Högskola), CIID Copenhagen, HfG Schwäbisch Gmu?nd, Hochschule Magdeburg-Stendal und an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Die Professuren werden fünf Jahre lang aus Mitteln des Clusters finanziert.


Klimawandel und Medieninteraktion in der künstlerischen Forschung

Professorin des Colleges der Marshallinseln für ein Jahr zu Gast in Weißensee

Meitaka Kendall-Lekka, Professorin und Chairperson des Business Studies Department am College of Marshall Island in Majuro wird ein Jahr lang Gast der weißensee kunsthochschule berlin sein.

Die Marshallinseln, einst deutsche Kolonie und einer der kleinsten Staaten der Erde im mittleren Ozeanien mit einer Bevölkerung von knapp 60.000 aber einem Flächenausmaß so groß wie die halbe USA, sind wegen des Anstiegs des Meeresspiegels dramatisch in ihrer Existenz gefährdet. Gleichzeitig sind sie geprägt von postkolonialen gesellschaftlichen Strukturen, die sich wirtschaftlich, ökologisch und kulturell negativ auswirken. Unter anderem gehört das Bikini-Atoll zu den Marshallinseln, das infolge der US-amerikanischen Atombombentests unbewohnbar geworden ist.

Meitaka Kendall-Lekka wird im Rahmen eines künstlerischen Forschungsvorhabens zu Medieninteraktion, Klimawandel, postkolonialer Partizipation und kulturellem Austausch in Weißensee lehren und arbeiten. Die Gastprofessur ist im Fachgebiet Bildhauerei angesiedelt; Professorin Kendall-Lekka wird in Kooperation mit Professor Hannes Brunner interdisziplinäre Lehr-Projekte anbieten, die unter anderem eine Zusammenarbeit zwischen Weißensee-Studierenden und jenen aus Majuro ermöglichen werden. Eine Präsentation ist in Zusammenarbeit mit einer öffentlichen Institution Berlins geplant.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Klimaaktivistin Kendall-Lekka ist 1983 in Majuro, der Hauptstadt der Marshallinseln, geboren. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist internetbasiertes Lernen und Lehren. 2019 erhielt sie den Young Pacific Leaders-Award für ihr politisches und kulturelles Engagement. Im Februar 2019 vertrat sie die Präsidentin der Marshall Islands, Hilde Heine, bei der Tagung des Young Pacific Leaders-Programms zum Klimawandel auf dem Pacific Island Forum in Suva, Fidschi. Der einjährige Aufenthalt der Gastprofessorin wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.


Neu im Hochschulrat: Christina Weiss

Neues Mitglied des Hochschulrates der weißensee kunsthochschule berlin wird die ehemalige Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung Christina Weiss. Die Wahl der parteilosen Kulturpolitikerin, Journalistin und Autorin wurde auf Vorschlag der Rektorin und des Regierenden Bürgermeisters vom Akademischen Senat der Kunsthochschule bestätigt. Sie wird von Mai 2020 an als externes Hochschulratsmitglied wirken und zuvor vom Regierenden Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller bestellt werden. Sie ist die Nachfolgerin von Gabriele Knapstein , Leiterin des Hamburger Bahnhofs – Museum der Gegenwart. Gabriele Knapstein war seit der Konstituierung des Hochschulrates 2004 Mitglied des Gremiums und ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden.

Christina Weiss wird der Kunsthochschule als Literatur- und Kunstwissenschaftlerin eine kompetente Beraterin sein, die nicht nur ihr dezidiertes Wissen in allen Fragen der gesellschaftlichen Bedeutung von Kultur, Kunst- und Design auszeichnet, sondern die auch über exzellente Einblicke in die bundesdeutsche Kulturpolitik u.a. als Staatsministerin für Kultur und Medien a.D. verfügt. Der Hochschulrat ist ein Organ des Zusammenwirkens von Hochschule, Staat und Gesellschaft. Unter anderem obliegt ihm die Billigung des Entwurfs und Feststellung des Haushaltsplans.

Die weiteren derzeitigen externen Hochschulrats-Mitglieder der Kunsthochschule sind Werner Kehren, Finanzvorstand der BSR und Hochschulratsvorsitzender, Ingeborg Bergreen-Merkel, Verwaltungsjuristin und Peter Raue, Rechtsanwalt und Notar. Qua Amt sind Mitglieder der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung Michael Müller und die Rektorin der Kunsthochschule Leonie Baumann.


Pressemitteilungen 2019


»EXIST-Potentiale« für Kunsthochschule – Stärkung des Gründungspotentials

Die Absolvent_innenförderung der weißensee kunsthochschule berlin kann – mit der Unterstützung aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) – weiter ausgebaut werden: Mit ihrem Antrag auf Förderung ihrer Gründungskultur im Programm »EXIST – Potentiale« hat die Kunsthochschule einen Erfolg erzielt. Sie ist eine von bundesweit 142 Hochschulen, die eine vierjährige Förderung bekommen wird. In Berlin sind vier weitere staatliche Hochschulen erfolgreich.

Grundlage für den positiven Bescheid sind die Aktivitäten der 2016 gegründeten »DesignFarmBerlin« sowie des seeup - Zentrums für Absolvent_innen der weißensee kunsthochschule berlin. An der Kunsthochschule besteht ein enormes Gründungs- und Innovationspotenzial für wissensbasierte Gründungen und künstlerisch-kreative Innovationen. Mit einem integrierten Gesamtkonzept kann die Qualität der Gründungsunterstützung weiter gesteigert werden. Das Konzept wird wesentlich dazu beitragen, dass sich Alumni langfristig erfolgreich im Kreativsektor behaupten  und  Innovationen »made in Weißensee« ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung entfalten können. Langfristig sollen Potentiale für wissensbasierte Ausgründungen aus der Hochschule die gesellschaftliche Beachtung erhalten, die sie vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit verdient haben.

Insgesamt waren 220 Anträge von Hochschulen und Universitäten aus allen Bundesländern für eine Förderung ihrer Projekte im Rahmen des Programms »EXIST – Potentiale« durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht worden.

Link: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2019/20191203-altmaier-start-ups-sind-motor-des-strukturellen-wandels.html


Kunst und Design studieren in Berlin-Weißensee

Anmeldungen zur Eignungsprüfungen bis zum 10. Dezember 2019

An der weißensee kunsthochschule berlin sind einmal im Jahr Bewerbungen für die künstlerischen Eignungsprüfungen der Design- und Kunststudiengänge möglich. Das vierjährige BA-Design-Studium wird in den Studiengängen Mode, Textil- und Fläche, Produkt und Visuelle Kommunikation angeboten, darauf aufbauend kann ein Masterstudium angeschlossen werden. Der fünfjährige Studiengang Freie Kunst weist die Studienrichtungen Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild sowie Malerei jeweils mit Diplomabschluss auf.

Das Profil der Kunsthochschule zeichnet sich im besonderen durch das Künstlerisch-gestalterische Grundlagenstudium im ersten Jahr für alle Studierenden und die studienbegleitende theoretische Lehre vom Grundlagenstudium bis zur Abschlussarbeit aus; gut ausgestattete Werkstätten stehen allen Studierenden für die praktische Umsetzung der künstlerisch/gestalterischen Arbeiten offen.

Anmeldungen zur Eignungsprüfungen sind noch bis zum Dienstag, den 10. Dezember 2019 möglich für einen Studienbeginn im Herbst 2020.
Anmeldung / Informationen: kh-berlin.de/studium/allgemeine-studienberatung/studienbewerbung/ba-design-und-freie-kunst.html


Mart Stam Preis 2019 – Abschlussarbeiten prämiert

Der Mart Stam Preis wurde auch in diesem Jahr an herausragende Abschlussarbeiten verliehen, die im Mai nächsten Jahres im Projektraum Kunstraum/Bethanien präsentiert werden.

Die Preisträger_innen 2019 sind:

Anne Bellinger / Mode Design und Joy Weinberger / Textil- und Flächen- Design
Die Designerinnen stellen als Label »ANNJOY« ihre Bachelor-Kollektion »Fisherman's Fiend« vor. Die Assoziationswelt des Angelns und Fischens inspirierte sie zu einem vielfältigen Spiel mit Materialien und Formen.
Betreuerinnen: Professorinnen Clara Leskovar und Doreen Schulz

Paula Carralero Bierzynska / Malerei
In großformatigen Bildern hinter Acrylglas realisiert die Malerin fremdartige Landschaften und Räume, in denen vereinzelt menschliche Figuren zu erkennen sind. Der Titel »Triptychon der Retusche« verweist auf den komplexen Produktionsprozess ihrer großformatigen Arbeiten.
Betreuer: Professor Nader Ahriman

Nozomi Horibe / Visuelle Kommunikation
Die Grafik-Designerin wurde ausgezeichnet für ihre Masterarbeit »The Trip«. Diese Graphic Novel widerspiegelt zeichnerisch ihre Erfahrungen, die sie als Japanerin auf einer einmonatigen Fahrradtour durch Brandenburg gesammelt hat.
Betreuer: Professor Steffen Schuhmann / Oliver Thie

Wenjing Hu / Mode-Design
Die Masterarbeit »Pristine Retreat« zeichnet sich durch die Auswahl feinster Stoffe und perfekter Verarbeitung aus. Der Aspekt des Wohlfühlens in der eigenen Kleidung stand für die Designerin im Zentrum ihrer Überlegungen.
Betreuung: Professor Patrick Rietz

Jaqmar Venthel (d.i. Maria Jacquin) / Bildhauerei
Die Abschlussarbeit »Standard Ideal« inszeniert einen Raum im Wechsel zwischen absoluter Perfektion von industriell hergestellten Sanitärobjekten und der Zerbrechlichkeit von handwerklich künstlerischen Unikaten. Garniert mit zahlreichen Zitaten aus der historischen Kunstproduktion.
Betreuerin: Professorin Else Gabriel

Anton Papenfuss / Produkt-Design
In seiner Abschlussarbeit begibt sich der Designer in die Welt der Mikroarchitekturen und kreiert mit seiner »Add-Home«-Idee ein in sich schlüssiges, modulares und extrem variables Behausungssystem in Holzleichtbauweise. In sich ökologisch und nachhaltig durchdacht, ist es vielfältig einsetzbar.
Betreuung: Professorin Barbara Schmidt, Professor Dr. Jörg Petruschat

Theresa Reiwer / Bühnen- und Kostümbild
In einem Berliner Altbau, dessen Mieter_innen gegen eine anstehende Modernisierung kämpfen, lädt Theresa Reiwer in ihr fiktives Modell-Muster-Appartment ein, in dem die zukünftigen Investoren ihre Vorstellung von der Optimierung von privatem Wohnraum inszenieren.
Betreuer: Professor Peter Schubert

Die Freundeskreise der weißensee kunsthochschule berlin, die Mart Stam Gesellschaft und die mart stam stiftung für kunst + gestaltung, konnten den Mart Stam Preis 2019 dank der finanziellen Unterstützung der Berliner Stadtreinigung/BSR, der GASAG und der Firma Ruksaldruck verleihen.

Mitglieder der Jury waren:
Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin und Kuratoriumsvorsitzender der mart stam stiftung für kunst + gestaltung
Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien, Kurator der Ausstellung 2020
Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin
Pierre Granoux, Künstler und Kurator, LAGE EGAL
Prof. Jean-Baptiste Joly, ehemaliger Direktor der Akademie Schloss Solitude
Prof. Stefan Koppelkamm, Vorsitzender der Mart Stam Gesellschaft
Barbara Lenartz, Bühnenbildnerin / Künstlerin, Mart Stam Preisträgerin 2015
Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums Berlin a.D.
Weitere Informationen zu den Preisträger_innen und ihren Arbeiten: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/mart-stam-preis-2019-gewinner-innen-2992.html


»mart stam – architekt und designer: radikal, emphatisch, idealistisch«

Symposium in der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Mart Stam (1899-1986) war nicht nur ein bedeutender niederländischer Designer und Architekt, sondern auch einer der ersten Direktoren der weißensee kunsthochschule berlin von 1950 bis 1952. Als solcher hat er die Ausbildungsstruktur der Kunsthochschule nach den Ideen der Bauhauslehre maßgeblich geprägt. Nach ihm sind daher auch die beiden Freundeskreise der Hochschule, die Mart Stam Gesellschaft und die mart stam stiftung für kunst + gestaltung benannt. Gesellschaft und Stiftung veranstalten nun in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin und der Botschaft des Königreichs der Niederlande ein Symposium zur Würdigung Mart Stams.

Über die frühen Jahre von Mart Stam wird Dr. Werner Möller von der Stiftung Bauhaus Dessau referieren. Joris Molenaar, Architekt und Bauhistoriker wird über die Van-Nelle-Fabrik in Rotterdam sprechen, an deren Planung Mart Stam beteiligt war und der Kulturwissenschaftler und Berliner Senator a.D. Dr. Thomas Flierl beschreibt die Bauprojekte Mart Stams in den 30-er Jahren in der Sowjetunion. Außerdem werden Anna Abraham und Jan Frederik Groot von der Royal Academy of Arts in Den Haag ihren Film zur Van-Nelle-Fabrik zeigen. Moderation: Lucas Verweij, Organisation: Dr. Angela Schönberger.

Termin: 25. November 2019, 18 Uhr. Einlass von 17.30 Uhr an. Eintritt frei.
Ort: Botschaft des Königreichs der Niederlande Berlin, Klosterstraße 50, 10179 Berlin.
Die Teilnahme ist nur möglich mit vorheriger Anmeldung bis 22. November 2019 unter E-Mail: bln-pcz@minbuza.nl. Die Einladung ist nicht übertragbar. Aus Sicherheitsgründen wird der Einlass nur gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises gewährt.


DesignFarmBerlin lädt zum Pressegespräch ein

Das seit 2016 bestehende Gründungsprogramm DesignFarmBerlin der weißensee kunsthochschule berlin geht in die dritte Förderrunde des »Berliner Startup-Stipendiums«. Die DesignFarm ist damit im Rennen mit zwölf weiteren Organisationen, die das Wachstum der Berliner Start-up-Szene antreiben. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Gründungen mit einem Design-in-Tech-Vorhaben zu ermöglichen und freut sich, dass dieser Ansatz so positiv aufgenommen wurde.

Aus diesem Anlass lädt die weißensee kunsthochschule berlin zu einem Pressegespräch ein, bei dem die besondere Strategie und die Aktivitäten der DesignFarmBerlin sowie beispielhafte Gründungen vorgestellt werden.

Termin: Do, 28.11.2019, 16 Uhr
Ort: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin, Raum A1.08
Wir bitten um Anmeldung bei Birgit Fleischmann, Tel. 47705-222; presse@kh-berlin.de

Gesprächspartner_innen aus der Kunsthochschule:
Prof. Carola Zwick, Fachgebiet Produkt-Design, Initiatorin der DesignFarm Berlin, Mentorin
Prof. Dr. Olaf Bach, Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften, Mentor
Anastasia Zagorni, Koordinatorin DesignFarmBerlin

Im Anschluss an das Pressegespräch findet die Conference Design Impact (in englischer Sprache) statt. Geförderte Gründer_innen der Kunsthochschule präsentieren in der Aula ihre Unternehmen:

Anouk Hoffmeister »The Good Tools«
Juan Opitz-Silva, Facundo Gutierrez und José Andrés Villatoro »Motoskins«
Youyang Song »Youyang Song Material Innovation«
Paulina Grebenstein »urban:eden«

Link zur DesignFarm: designfarmberlin.com/de


Interdisziplinäre Vorlesungsreihe im Rahmen des Exzellenzclusters »Matters of Activity«

Unter dem Titel »MoA Talks« läuft aktuell an der weißensee kunsthochschule berlin die interdisziplinäre Vorlesungsreihe des Exzellenzclusters »Matters of Activity. Image Space Material« (MoA). Mit ihr werden wissenschaftliche Positionen aus dem Cluster vorgestellt.

Erster eingeladener Redner im Wintersemester 2019/2020 ist
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Fratzl. Er leitet die Abteilung Biomaterialien am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Peter Fratzl wird am
Dienstag, den 29. Oktober 2019 um 17 Uhr über das Thema »Stützen und Bewegen. Einige Bauprinzipien von Skelettsystemen« sprechen.

Darauf folgender Gast ist Prof. Dr. John Nyakatura, Professor für Morphologie und Formengeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin. Er wird am
Dienstag, den 19. November 2019 um 17 Uhr  zum Thema funktionale Morphologie und evolutionäre Biologie vortragen.

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Vorträgen im Hörsaal C105 eingeladen.
Eintritt frei.

Die weißensee kunsthochschule berlin wirkt als Kunsthochschule federführend am Exzellenzcluster »Matters of Activity« mit, der an der Humboldt-Universität angesiedelt ist. Der Cluster hat das Ziel, Grundlagen für eine neue Kultur des Materialen zu schaffen. Dabei verschränken sich Biologie und Technik, Geist und Material, Natur und Kultur in neuartiger Weise. Zentrales Anliegen sind die interdisziplinäre Erforschung und Entwicklung von nachhaltigen Praktiken und Strukturen in Bereichen wie Textilien, materiale und digitale Filter, chirurgische Schneidetechniken, Architektur und Soft-Robotik. Der Cluster setzt auf eine neue Rolle von Gestaltung, die sich vor dem Hintergrund einer wachsenden Vielfalt und der stetigen Weiterentwicklung von Materialien und Visualisierungsformen in allen Disziplinen abzeichnet.

In diesem Rahmen fanden im Sommersemester 2019 bereits Vorträge von Prof. Dr. Regine Hengge (Mikrobiologie, Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Michael Friedman (Philosophie & Mathematik, Exzellenzcluster „Matters of Activity“) statt.
Die Reihe wird fortgesetzt.


seefashion19 - weißensee kunsthochschule berlin

Im Rahmen der Modenschau seefashion19 inszenieren die Absolvent_innen des Fachgebiets Mode-Design der weißensee kunsthochschule berlin am Sonnabend, dem 19. Oktober 2019 im Reef Berlin, Vienna House Andel’s Berlin, ihre Abschlusskollektionen. In ihren Arbeiten hinterfragen sie aus unterschiedlichen Perspektiven das kreative aber auch das destruktive Potenzial der Mode in der heutigen Gesellschaft. Soziale Codierungen, Geschlechterstereotype, reale und imaginäre Räume erfahren dabei eine intime, persönliche Behandlung. Die Absolvent_innen bedienen sich dabei der Techniken des Sammelns und Collagierens sowie der Gesten des Markierens und Signierens.

DATUM
Sonnabend, 19. Oktober 2019
Einlass 19.00 Uhr; Showbeginn 20.00 Uhr
 
ADRESSE
Reef Berlin, Im Vienna House Andel’s Berlin
Landsberger Allee 106, 10369 Berlin

KARTENVORVERKAUF
Karten für die Show können hier bestellt werden:
seefashion19.cortex-tickets.de
Sitzplatz: 20 Euro
Stehplatz: 12 Euro

Presseakkreditierungen / Fotos bitte direkt bei Irina Sowitzki (Fachgebiet Mode-Design) anfordern. Mail: rini.sowi@kh-berlin.de


warum das bauhaus schwer auszuhalten ist - Symposium und Ausstellung für Selman Selmanagic – Zum Bauhaus-Jubiläum

Zum Ende der vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums wird die weißensee kunsthochschule berlin in einem Symposium gegenwartsbezogen über die Ideen und das Wirken des Bauhauses nachdenken und diskutieren. Im Symposium soll nach den Möglichkeiten der Künste sowie der Gestaltung in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse entlang von Konzepten, die am Bauhauses entwickelt wurden, gefragt werden. Auch soll die Rolle von Kunsthochschulen in diesem Zusammenhang überprüft und die Auswirkung der Bauhausideen auf die Lehre an der weißensee kunsthochschule berlin skizziert werden. Die Hochschule, die 1946 gegründet wurde, ist in ihren Lehrkonzepten und -grundlagen stark von ehemaligen Lehrenden und Studierenden des Bauhauses geprägt worden.

Der Anlass zum zweitägigen Symposium ist die Enthüllung einer »Berliner Gedenktafel« zu Ehren des Bauhäuslers und Architekten Selman Selmanagic, der von 1950 bis 1970 als Architekturprofessor an der weißensee kunsthochschule berlin gelehrt und den Erweiterungskomplex erbaut hat. Dieses Bauensemble steht als bedeutendes Denkmal der Nachkriegsmoderne unter Schutz und ist, nach dem Abriss des von ihm konzipierten Stadions der Weltjugend in Berlin das letzte in Deutschland erhaltene Gebäude von Selmanagic.

Begleitend zum Symposium wird die Ausstellung »bauhaus diplom nr. 100 –
fotografien und dokumente zu selman selmanagic« eröffnet, die dem Publikum die Person des in der Öffentlichkeit weniger bekannten Bauhausarchitekten nahe bringt.

Termine:
Symposium „warum das bauhaus schwer auszuhalten ist“
Di., 22.10.19: 17:00 bis 21:00 Uhr
Mi., 23.10.19: 10:00 bis 14:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „bauhaus diplom nr. 100 – fotografien und dokumente zu selman selmanagi?"
Mi., 23.10.19, 14:30 Uhr
Führungen: Fr., 1. November; Fr., 22. November 2019, Fr., 13. Dezember 2019, jeweils 16 Uhr.

Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ für Selman Selmanagic im Beisein des Berliner Senators für Kultur und Europa, Klaus Lederer.
Mi., 23.10.19, 15:30 Uhr

Ort:
weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin-Weißensee

Weitere Informationen / Referent_innen / Anmeldeformalitäten siehe:
kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/selmanagic-symposium-2930.html

Die Veranstaltungen werden ermöglicht durch die Unterstützung von Visit Berlin, Bauhaus Imaginista / Bauhaus Dessau e.v. und Architektenkammer Berlin.

Die weißensee kunsthochschule berlin hat im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums auch an der Ausstellung »alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr« in Eisenhüttenstadt mitgewirkt sowie die Ausstellung »Tracking Talents« zu Bauhaus und Mode-Design veranstaltet, die inzwischen in Apolda zu sehen ist.


Ehemaliger Rektor Rainer W. Ernst gestorben

Die weißensee kunsthochschule berlin trauert um ihren ehemaligen Rektor und Professor für Architektur (1993-2008) Rainer W. Ernst, der am Sonntag, den 8. September 2019 in Berlin gestorben ist.

Rainer W. Ernst, geboren am 2. April 1943 in Berlin, wurde 1993 an die weißensee kunsthochschule berlin berufen. Zuvor lehrte er an verschiedenen Hochschulen, unter anderem an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, wo er 1982 bis 1985 auch 1. Vizepräsident war.

Von 1994 bis 1996 war Ernst in Weißensee Prorektor, 1996 bis 2004 Rektor. Er setzte sich nachdrücklich für die Belange der Kunsthochschule ein, unter anderem wurden maßgebliche Sanierungen und bauliche Erweiterungen unter seiner Ägide realisiert.

In seine Amtszeit fielen existenzielle Auseinandersetzungen mit dem Berliner Senat um die Erhaltung der Hochschule in Weißensee, als das Land Berlin die Etats der Berliner Hochschulen kürzte. Eine der Folgen war die Gründung des postgradualen Studiengangs Raumstrategien, nachdem der Studiengang Architektur eingestellt werden musste, da er nicht mehr finanziert wurde.

Ernst war bekannt und beliebt für seine unkomplizierte, joviale Art, seine unvoreingenommene Gesprächsbereitschaft sowie seinen Ideenreichtum. Der Weißenseer Kunsthochschule blieb er unter anderem als Mitglied der Mart Stam Gesellschaft, dem Förderverein der Kunsthochschule, eng verbunden. „Wir verlieren einen geschätzten und beliebten ehemaligen Kollegen, der für immer mit der Geschichte der Kunsthochschule verbunden bleiben wird“, betonte Rektorin Leonie Baumann.

Weiteres zur Biographie: www.rainerwernst.de


Führungen zum Tag des offenen Denkmals in der Kunsthochschule

Das im Kern aus den 50-er Jahren stammende Gebäude-Ensemble der weißensee kunsthochschule berlin ist der letzte in Deutschland erhaltene Gebäudekomplex des Bauhaus-Architekten Selman Selmanagi?. Als typisches Beispiel der Nachkriegsmoderne steht es unter Denkmalschutz. Neben der Architektur ist vor allem die nahezu im Originalzustand erhaltene Aula der Kunsthochschule mit ihrer exquisiten Holzvertäfelung ein einzigartiges Kleinod der Architekturgeschichte. Sie wurde im Jahr 2011 von der Wüstenrot Stiftung restauriert und saniert. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2019, lädt die Kunsthochschule Interessierte zum Besuch ein.

Zeiten:
Sonntag, 8. September 2019, 14 Uhr und 15.30 Uhr:
Führungen durch die denkmalgeschützten Räume der weißensee kunsthochschule berlin.
Martin Jennrich, Architekturbüro baukanzlei.
Eine Anmeldungen ist nicht nötig.

Adresse: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin.


»Perfekte Zustände« – Abschlussausstellung Bildhauerei und Malerei

X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin,
(U Görlitzer Bahnhof)
13. – 19. Juli, 12 – 19 Uhr
Eröffnung 12. Juli 2019, 19 – 22 Uhr

Perfekte Zustände: ironische Überbestätigung oder pure Realität?

Die weißensee kunsthochschule berlin präsentiert zum Ende des Sommersemesters 50 neue Abschlussarbeiten aus der Bildhauerei und Malerei. Zu sehen sind aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen der Gegenwartskunst:

Die vielschichtigen Werke nutzen Bild, Text, Sound und digitale Daten als Experimentierfeld, um Mediengrenzen und Wirklichkeitsebenen aufzuheben und handwerkliche Materialien und Techniken auf die Probe zu stellen. Den Zeitgeist ebenso wie grundsätzliche künstlerische Herausforderungen aufgreifend, sprechen die Arbeiten die Sinne und den Körper an, reflektieren Wechselwirkungen von technologischer Entwicklung und Kunstproduktion, nehmen bildhafte Elemente des Alltags unter die Lupe und befragen kollektive Mechanismen, Systeme und Organisationen. So dehnen sie sich selber auf den Bereich des Gesellschaftlichen aus und formulieren spielerisch neue Umgangsformen im Spannungsfeld von Individualität und Gemeinschaft.

Auf 5 Stockwerken sind 50 autonome künstlerische Positionen zu sehen, die ungewöhnliche Sichtweisen auf reale Bedingungen unserer Welt, den Umgang mit Biografie und Geschichte, unser Zusammenleben und die Schnittstellen des Analogen und Digitalen eröffnen – perfekte Zustände!


Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Publikumsprogramm begleitet:

Freitag, 12. Juli
19 Uhr Performance von Dominik Fraßmann (auch täglich außer Mo&Do ab 12 Uhr)
20 Uhr Performance von Sunniva Innstrand

Samstag, 13. Juli
19 Uhr Konzert mit Thomas Leo Chapmann PPPP Orchestra

Sonntag, 14. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Léllé Demertzi

Montag, 15. Juli
Silent Visiting Day

Dienstag, 16.Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Paula Carralero Bierzynska
19 Uhr Ausstellungstour mit Federica Bueti

Mittwoch, 17. Juli
17 Uhr Meditationsworkshop von Pranayama
18 Uhr Vortrag von Coven Collective
19 Uhr Lesung von Irene Fernández Arcas

Donnerstag, 18. Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Maxine Puorro (ORT: Admiralsbrücke)

Freitag, 19. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
17 Uhr Kollektive Lesung mit Maxine Puorro
18 Uhr Workshop mit Sunniva Innstrand
19 Uhr Eatable Aktion – Kollektive Essen mit Aiko Shimotsuma
Täglich 13.–14. & 16.–19. Juli
ab 15 Uhr Soundpiece-Performance von Julia Dorothea von Schottky

Weitere Infos online auf Social Media (@perfektezustaende)
sowie auf www.perfektezustaen.de


Kunsthochschule lädt ein zu Tagen der offenen Tür

Wer sich für zukunftsweisende Ideen und Neu-Entwicklungen im Design interessiert und gleichzeitig offen ist für die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Positionen, ist eingeladen, die weißensee kunsthochschule berlin zum Rundgang - Tage der offenen Tür 2019 zu besuchen. Rund 850 Studierende geben einen Einblick in die vielfältigen medialen wie auch thematischen Handlungsfelder einer jungen Künstler- und Designergeneration.

Darüber hinaus präsentieren Absolvent_innen ihre Gründungsideen, andere gewähren Einblick in den Stand ihrer Forschungsvorhaben zur nachhaltigen Nutzung neuer „intelligenter“ Materialien. Auch erste Visionen für eine Campus-Erweiterung der Kunsthochschule werden vorgestellt.

Die Kunsthochschule ist für das Publikum am Sonnabend, den 6. und Sonntag, den 7. Juli 2019 durchgehend von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Studierende bieten Führungen für die Besucher_innen an und kümmern sich um ein vielfältiges Essensangebot.

Rundgang – Tage der offenen Tür 2019
Sonnabend, 6. und Sonntag, 7. Juli 2019, 12-20 Uhr
Bühringstraße 20, 13086 Berlin

Die Bachelor- und Masterarbeiten aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation werden außerhalb des Campus' in der Ausstellung »seesick« präsentiert
Ort: Pirol Studios, Bülowstraße 56, 10783 Berlin, Hinterhaus, 1. Etage
Eröffnung: Mittwoch, 3. Juli 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 4. Juli bis 13. Juli 2019, Öffnungszeiten: 12-20 Uhr

Die Abschlussarbeiten aus den Fachgebieten Bildhauerei und Malerei werden nach dem Rundgang – Tage der offenen Tür 2019 unter dem Titel »Perfekte Zustände« gezeigt:
Ort: X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin
Eröffnung: Freitag, 12. Juli, 19 Uhr
Laufzeit: 13. Juli bis 19. Juli 2019; Öffnungszeiten: 12-19 Uhr

Mehr unter www.kh-berlin.de


Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit

Wochenend-Workshops der Open Art Academy der Kunsthochschule

Die diesjährige Open Art Academy der weißensee kunsthochschule berlin bietet im August und September fünf Wochenend-Workshops für Kunstinteressierte aus vielfältigen Themengebieten – Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit – an. Das offene Workshop-Angebot entspringt einer Kooperation mit boesner Berlin, dem Händler für professionelle Materialien für Kunstschaffende. Die Sommerakademie wird seit 2013 angeboten. Auf Grund der interessierten Nachfrage waren die Workshops in den letzten Jahren schnell ausgebucht.

Künstler_innen oder Designer_innen, die an der weißensee kunsthochschule berlin ihren Abschluss gemacht haben, bieten einen Einblick in zeitgenössische Kunstproduktion. Veranstaltungsort ist die KUNSTHALLE am Hamburger Platz. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Plätze begrenzt. Es wird eine Gebühr von 50 Euro pro zweitägigem Workshop erhoben, in der die Kosten für das bereitgestellte Material enthalten sind. Anmeldungen sind von jetzt an möglich.

Die Workshops:
10./11. August 2019, 11-16 Uhr
Judith Gebhardt: Farben Weben
Prinzipien der Farbgestaltung und Inhalte von Farbsymbolik werden in diesem Workshop in Verbindung mit  Gestalten und Weben von Textilien synergetisch verbunden.

17./18. August 2019, 11-16 Uhr
Vanessa Hernández Farfán: Foto-Graphit
In diesem Workshop bildet Licht durch seine Reflexion und Brechung den Ausgangspunkt für die Produktion grafischer Bilder.

24./25. August 2019, 11-16 Uhr
Anna Marin und Christoph Volbers: Das Ohr zeichnet mit
Musik bietet ungeahnte Möglichkeiten um zu unendlichen visuellen Interpretationen zu kommen, die anderem Malen und Zeichnen den Boden bereitet.

31. August/1. September 2019, 11-16 Uhr
Maria Naidyonova: Porträtskizzen
Die Vermittlung von Basisregeln führen zur Entwicklung von Porträts mit zeichnerischen und malerischen Methoden.

7./8. September 2019, 11-16 Uhr
Pao Kitsch: Die Stadt als Collage
Collagen werden aus »zusammengetragenen Informationen«, die das alltägliche Leben beeinflussen, erstellt.

Kontakt und Anmeldung:
Jenna Seedorf: openartacademy@kh-berlin.de 030 47 70 52 66
Weitere Infos: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/open-art-academy-2019-2850.html


Unleash – Mart Stam Preis 2018

Ausstellung im Kunstquartier Kreuzberg/Bethanien

Zeiten und Ort:
Vernissage: Freitag, den 31. Mai 2019, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, den 01.06.2019, bis Montag, den 10.06.2019, täglich 12 – 19 Uhr
Finissage: Montag, den 10.06.2019, 17:00 Uhr – performative Situation (Adrian Fergg)
Projektraum im Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

»Unleash« – »entfesselt« sind die Gesetze des Marktes. Sich darin zu verorten, Netzwerke zu knüpfen und Öffentlichkeit zu erreichen sind Basics für junge Künstler_innen und Gestalter_innen. Der Mart Stam Preis ist in diesem Prozess seit Jahren ein erster fulminanter Auftakt nach dem Studium und alle Interessierten sind eingeladen, sich die prämierten Abschlussarbeiten anzusehen, die Absolvent_innen der Kunsthochschule kennenzulernen.

Sieben Abschlussarbeiten wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Katja Blomberg, Leiterin des Hauses am Waldsee, im vergangenen Oktober unter 28 Einreichungen aus: Sie wurden mit dem Mart Stam Preis 2018 prämiert und ihre Arbeiten werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Preisträger_innen studierten Freie Kunst, Design und Raumstrategien an der Kunsthochschule.
Adrian Fergg, Raumstrategien, präsentiert seine Performance »Eintrittsgeschenk – Die Akademie«.
Lukas Liese, Bildhauerei, zeigt die Installation »Cousin Maria«.
Marvin Ogger und Golo Pauleit, Textil- und Flächen-Design und Mode-Design, führen ihre Bekleidungskollektion und Video-Installation »Hommage à l’ère industrielle « vor.
Felix Rasehorn, Produkt-Design, stellt sein 3D-bildgebendes Verfahren »Plant Choreography« vor.
Claudia Schramke, Visuelle Kommunikation gestaltete und illustrierte das Kinderbuch »Der Hund«.
Gintare Simutyte, Malerei zeigt die Video-Animation »The mind knows what the eyes have not seen«.
Jin Zhang, Produkt-Design, hat in seiner Abschlussarbeit »Cocoon Recoding« ein neues Verfahren zur Verarbeitung von Seide entwickelt.

Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien und Jurymitglied kuratiert die Ausstellung, die bereits zum siebten Mal in den Räumen des Kunstquartiers Bethanien stattfindet. Der Katalog wurde von Duc Quang Nguyen, Student der Visuellen Kommunikation der weißensee kunsthochschule berlin, gestaltet.

Die Vergabe des Preises wird großzügig von der GASAG und der BSR gefördert mit Unterstützung der Firma ruksaldruck.

Weiteres / Link: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/unleash-mart-stam-preis-2018-2732.html


Für eine offene Gesellschaft und die Freiheit der Kunst!

weißensee kunsthochschule berlin beteiligt sich an der »Unite and Shine«

Für Kunsthochschulen zählen Weltoffenheit, Meinungsvielfalt, Diversität und internationaler Austausch zu den Grundlagen ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit. Daher gehörte die weißensee kunsthochschule berlin zu den ersten Unterzeichnerinnen der Berliner Erklärung »Der Vielen« im November 2018.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden, streitet im besten demokratischen Sinne für die plurale Gesellschaft und Kunstfreiheit und bietet solidarische Gemeinschaft gegen Angriffe von Rechts.

Am bundesweiten Aktionstag unter dem Motto »Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien!« finden am Sonntag, den 19. Mai 2019 in zahlreichen Städten »Glänzende Demonstrationen« statt. Die Studierenden und Lehrenden der weißensee kunsthochschule berlin beteiligen sich an der Aktion in Berlin, wo »Die Vielen« einen glänzenden Block in der Demonstration »Ein Europa für alle« bilden werden.

Weitere Informationen und Kontakt Die Vielen: Christophe Knoch, mail@dievielen.de, dievielen.de


Studio »LS301« auf der Hannover Messe 2019

Das Studio »LS301«, ein junges Produkt- und Interactiondesign-Studio, das Interaktionskonzepte für den Umgang mit autonomen Objekten entwickelt, ist vom 1. bis zum 5. April 2019 auf Einladung von Berlin Partner Gast auf der Hannover Messe 2019. Unter dem Motto »#Berlinproduziert digital inspiriert« wird eine hervorragende Plattform für neuartige Produkte und Dienstleistungen – entwickelt in Berlin – präsentiert. Die beiden Designer Valentin Lindau und Jonas Schneider sind Berlin Partner aufgefallen mit dem Projekt »Sweep«, einem teilautonomen Straßenreinigungsroboter, den sie in Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung entwickelt haben.

Während einer einjährigen Förderung durch die DesignFarmBerlin, einem Design in Tech Accelerator der weißensee kunsthochschule berlin, haben die beiden Kunsthochschulabsolventen die Körpersprache für autonome Technologie entwickelt. Mit diesem bisher einzigartigen Ansatz in der Interaktionsgestaltung ist es möglich, Robotern einen lebendigen Charakter und einen bio-mimetischen Habitus zu verleihen. Neben den Unternehmen Ape Unit, citkar, BigRep, botspot, i-mmersive, INURU, Moeco, MotionLab, Robot4Work, pi4, Sonic Robots, WISTA, Würth Elektronik eiSos und Yptokey, präsentieren sie potentiellen Kunden ihre Vision vom Dialog zwischen Mensch und Maschine.
 
»Die Hannover Messe bietet uns die Möglichkeit, unseren innovativen Ansatz einem breiten Interessentenkreis vorzustellen und uns mit der Robotik-Szene zu vernetzen,« sagt Jonas Schneider, einer der beiden Gründer. »Wir setzen auf eine humane und empathische Mensch-Maschine-Kollaboration. Unser Leistungsangebot umfasst neben der Recherche und Analyse vorhandener Produkte, die Entwicklung nutzerorientierter Interaktionskonzepte, die wir mit physischen Prototypen erlebbar machen,« erklärt Valentin Lindau.

Die Robotik-Branche entwickelt sich, nicht zuletzt dank Künstlicher Intelligenz und immer leistungsfähigerer Sensorik, so rasant wie kaum eine andere. Mindestens so interessant wie der technologische Fortschritt auf dem Gebiet, sind designorientierte Lösungsansätze für autonome Technologie. Denn die Frage lautet nicht mehr nur, ob sich die Dinge eigenständig bewegen werden, sondern wie sie es tun.

»#Berlinproduziert digital inspiriert«
Hannover Messe, Halle 6 E39, www.hannovermesse.de
Infos zum Studio »LS301«: www.ls301.de


Möbel, Gefäße, Grafik – Alltagskultur in der DDR

Kooperation zum Bauhaus-Jubiläum – Ausstellung in Eisenhüttenstadt

Möbel, Gefäße, Grafik und andere Objekte der Alltagskultur der DDR zeigt die Ausstellung „alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr“ im Dokumentationszentrum Eisenhüttenstadt. Sie entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin, Fachgebiet Visuelle Kommunikation. Eine Arbeitsgruppe – die Studentinnen Angelina Eckert, Caroline Lei, Emily Dibbern, Fay Nolan, Lea Donner, Megan Barclay, Polly Härle und Prof. Steffen Schuhmann – entwickelten die Ausstellungsgestaltung und erstellten den Katalog

Die Ausstellung zeigt wie in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR an das Erbe des Bauhauses angeknüpft wurde. Bauhäusler wie Mart Stam und Selman Selmanagic – beide waren prägende Gestalten an der gerade eröffneten Kunsthochschule in Berlin-Weißensee – sahen hier die Möglichkeit, die Forderung „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ gesellschaftliche Realität werden zu lassen. Trotz massiver Widerstände in den 1950er Jahren gelang es ihnen im Sinne des Bauhaus eine neue Generation Gestalter auszubilden, deren Entwürfe die Alltagskultur der DDR prägten. Beispielhaft hierfür steht das in den 1960er Jahren entworfene Mokick Simons S50 von Clauss Dietel und Lutz Rudolph, die in Weißensee studierten.

Ausstellung
alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr
7.4.2019 – 5.1.2010
Eröffnung: Sonntag, 7. April 209, 14 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
www.alltagskultur-ddr.de

Zum Katalog: Zweisprachig deutsch/englisch, 160 Seiten, etwa 120 Abbildungen. Erscheint zur Eröffnung im Verlag M Books, Weimar.

Die Ausstellung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und realisiert in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.


Neue Textile Welten

Die Textilindustrie vollzieht seit einigen Jahren einen entscheidenden Wandel weg von der Produktion herkömmlicher Stoffe hin zur Herstellung technischer und smarter Textilien und Materialien. Das Fachgebiet Textil- und Flächen-Design der weißensee kunsthochschule berlin sowie der Bereich DXM - Design und Experimentelle Materialforschung der Kunsthochschule unter Leitung von Professorin Dr. Zane Berzina und Prof. Christiane Sauer erforschen für diese Umstellung die Potenziale technischer, intelligenter Textilien bei der Gestaltung neuer Konzepte, Produkte und Prozesse.

Auf der Sonderschau Exempla 2019 „Textil - Stoff der Zukunft“ der 71. Handwerksmesse München präsentiert sich die Kunsthochschule mit der Arbeit „Stone Web“ - aus Basaltfaser hergestellten Raummodulen -  als eine von vier führenden deutschen Hochschulen im Bereich Architektur und Forschung mit Textil neben TU München, ICD/  ITKE Universität Stuttgart und FUAS Frankfurt.
-->Sonderschau Exempla / 71. Internationale Handwerksmesse, München vom 13.- 17.März 2019: www.sonderschauen-ihm.de

Am Sonnabend eröffnet in Chemnitz die Ausstellung „Neue Textile Welten“ im Wasserschloss Klaffenbach zum Thema „Potenziale technischer, intelligenter Textilien + smart materials“. Zusammen mit namhaften Vertretern aus der Industrie und Forschung wie Bauerfeind AG, KARL MAYER Technische Textilien GmbH, warmX GmbH, Norafin Industries GmbH, Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Textilforschungsinstitut Thüringen Vogtland e.V. Greiz (TITV e.G.), TU Chemnitz und Design Research Lab der UdK Berlin ist die Kunsthochschule mit fünf studentischen Arbeiten und den Forschungsprojekten Textile Prototyping Lab und Digitale Materialien beteiligt.

Eröffnung: Sonnabend, 16. März 2019, 17 Uhr
Wasserschloss Klaffenbach
Wasserschlossweg 6, 09123 Chemnitz
Ausstellungsdauer:
17. März bis 30. Juni 2019
Mehr Informationen:
www.c3-chemnitz.de/de/Wasserschloss-Klaffenbach-Gestaltung-Handwerk-Ausstellungen_1323.html


Neuberufung an der Kunsthochschule: Ludwig-Stiftungsprofessur für Druckgrafik besetzt

Die von der Peter und Irene Ludwig Stiftung finanzierte Professur für Druckgrafik an der weißensee kunsthochschule berlin startet zum Sommersemester: Der Akademische Senat der Kunsthochschule hat die von der Ludwig Stiftung initiierte Professur für die nächsten Jahre bestätigt.

Die auf drei Jahre verabredete Kooperation mit der Aachener Stiftung basiert auf einer gemeinsamen Geschichte: Die weißensee kunsthochschule sitzt in einem ehemaligen Firmengebäude der Unternehmer-Familie Monheim, der Irene Ludwig angehörte. Die aus Aachen stammende Familie hatte in Berlin-Weißensee einen weiteren Sitz für ihre internationale Schokoladen-Produktion gegründet. Peter Ludwig, zusammen mit seiner Frau Irene wichtiger deutscher Kunstmäzen und Namensgeber der gleichnamigen Stiftung, war nicht nur promovierter Kunsthistoriker, sondern leitete von 1951 an lange Jahre erfolgreich das Unternehmen.

Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung, über die Kooperation: »Die neue Stiftungsprofessur ist ein weiterer wichtiger Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Stiftung: Der umfassenden Sammlungstätigkeit der beiden Mäzene verpflichtet wissen wir nur zu gut, wie wichtig die akademische Ausbildung für den Nachwuchs, wie entscheidend der Austausch von Wissen und Kenntnissen für eine reiche Kunstproduktion sind. Das wir in Berlin-Weißensee an einem auch für die Familie Ludwig so geschichtsträchtigen Ort zusammenkommen, bestärkt uns einmal mehr – auch auf symbolischer Ebene.«

Nach dem zweiten Weltkrieg besetzten Künstler, darunter der Metallbildhauer Otto Sticht, das Bürogebäude der einstigen Trumpf-Schokoladenfabrik. Sie waren der Meinung, dass nach dem Krieg die Förderung von Kunst wichtiger sei als die Produktion von Schokolade. Dieser Akt war Auftakt zur Gründung der weißensee kunsthochschule berlin, die heute als renommierte Ausbildungsstätte den Reigen der Kunstinstitutionen in Berlin wesentlich bereichert. Bis heute gehört das ehemalige Fabrik-Verwaltungsgebäude zum denkmalgeschützen Bau-Ensemble der Hochschule.

Druckgrafik hat seit jeher im Kanon der künstlerischen Ausbildung eine große Rolle gespielt. Die Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der weißensee kunsthochschule berlin soll mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen die Zeitlosigkeit und zugleich Aktualität der Druckgrafik ins Bewusstsein rücken. Von der Tradition zur Innovation: Eine historisch überlieferte Gattung beweist einmal mehr, dass sie bestens zum künstlerischen Experiment und zur kreativen Auseinandersetzung geeignet ist.

Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin über die Kooperation: »Die weißensee kunsthochschule berlin und die Peter und Irene Ludwig Stiftung knüpfen an historische Gemeinsamkeiten und eröffnen gleichzeitig neue künstlerische Perspektiven. Die drei ausgewählten Künstler_innen werden in der Lehre traditionelle Drucktechniken mit neuen Ansätzen verbinden. Sie werden den Studierenden Impulse geben, das Potenzial der Drucktechnik individuell zu nutzen.«

Nach einer offenen internationalen Ausschreibung traf eine Fachjury die Auswahl der Kandidat_innen. Die erste Ludwig-Stiftungsprofessur wird die 1978 in Berlin geborene Zeichnerin Lisa Wilkens ab 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 besetzen. Ihr folgen der in New York lebende Künstler Rob Swainston (2020/2021) und die Berliner Künstlerin Marina Naprushkina (2021/2022).

Mit der von ihr initiierten Professur in Berlin knüpft die Peter und Irene Ludwig Stiftung an ihr konsequentes Engagement im Bereich der Lehre und Forschung an. Bereits im letzten Jahr war mit Tobias Zielony eine renommierte Künstler-Persönlichkeit als Gastprofessor an die Kunst-Universität in Budapest berufen worden.

Kontakt:
Leonie Baumann, Rektorin weißensee kunsthochschule berlin,
sekretariat.rektorin@kh-berlin.de, 030 47705 220
Dr. Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung
contact@ludwigstiftung.de, 0241 89498-0


Rektorin vom Berliner Senat für dritte Amtszeit bestellt

Mit der heutigen Bestellung des Senats beginnt am 1. April 2019 die dritte Amtszeit für Leonie Baumann. Seit 2011 leitet sie die weißensee kunsthochschule berlin, die in dieser Zeit einen Generationenwechsel der Lehrenden erfahren hat. Sie ist nun eine der wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, die Geschlechterparität bei den Professuren erreicht hat.

Die Hochschulleitung wird ergänzt von den gerade für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählten Prorektor_innen Professorin Christiane Sauer und Professor Dr. Jörg Petruschat sowie dem Kanzler Hinnerk Gölnitz.

Mit zukunftsorientierten Lehr- und Forschungsansätzen konnte in Leonie Baumanns Amtszeit das Drittmittelaufkommen in den letzten Jahren vervielfältigt werden. Das ermöglichte zahlreiche Vorhaben, in denen mit den unterschiedlichsten Partner_innen an zukunftsrelevanten Fragestellungen gearbeitet wird: Entwicklung neuer Materialitäten, Nachhaltigkeit, regionale Infrastruktur.

Besonders zukunftsorientiert ist die Zusammenarbeit im früheren Exzellenzcluster der Humboldt-Universität „Bild.Wissen.Gestaltung“, aus dem das Cluster „Matters of Activity. Image Space Material“ entwickelt wurde. Die Bedeutung künstlerisch-gestalterischer Sichtweisen als elementare und grundlegende Bestandteile wissenschaftlicher Forschungsprozesse wird nun auf Augenhöhe untersucht. Drei Cluster-Professuren auf Zeit kann die Kunsthochschule für diesen Prozess vom Wintersemester 2019/20 an einsetzen.

Eine Kooperation mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung erinnert an die gemeinsamen Wurzeln mit dem Kunstmäzen, Sammler und langjährigen Trumpfschokoladen-Fabrikanten und seiner Frau, da die Kunsthochschule heute in dem früheren Verwaltungsgebäude der Schokoladen-Firma residiert. Eine für drei Jahre von der Stiftung geförderte Gastprofessur wird die traditionellen Techniken der Druckgrafik zeitgenössisch interpretieren.

Analoge und digitale Techniken werden in allen Bereichen der Hochschule synergetisch gedacht und auf höchstem Niveau zukunftsfähig weiterentwickelt. So war die Kunsthochschule Mitte 2018 als Partnerin des Stifterverbandes und des CHE für ein peer to peer Verfahren ausgewählt worden, um die eigene Digitalisierungsstrategie zu konkretisieren, die bereits mit dem Ausbau digitaler Werkstätten für CAD, Rapid Prototyping und 3D-Keramikdruck begonnen hat.

In ihrer kommenden Amtszeit wird sich Leonie Baumann vordringlich für die dringend benötigte Erweiterung des Campus-Geländes einsetzen, um die international anerkannte Ausbildung an der weißensee kunsthochschule berlin abzusichern und weiter entwickeln zu können.


Zeitgenössische Druckgraphik aus Brasilien – Öffentliche Vorträge im Rahmen des Bauhaus-Jubiläumsjahres 2019

Druckgraphik spielt in Brasilien eine große Rolle in der Kunstproduktion – und sie steht in der Bauhaus-Tradition. Einen nicht unerheblichen Impuls dazu gaben deutsche Künstler_innen, die in den 30er, 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Brasilien auswanderten.

Die noch junge Hochschulkooperation zwischen der weißensee kunsthochschule berlin und der brasilianischen Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRG), Instituto de Artes, wird im Februar von Hanna Hennenkemper, Künstlerin und Lehrbeauftragte der Kunsthochschule, mit zahlreichen Aktivitäten gestartet. Sie leitet ein Lehr- und Austauschprojekt zur Druckgraphik.

Drei brasilianische Gäste halten öffentliche Vorträge an der Kunsthochschule, in denen sie ihre künstlerische Arbeit mit besonderem Schwerpunkt auf Druckgraphik vorstellen. Anschließend spricht Dr. Andreas Schalhorn vom Berliner Kupferstichkabinett über Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.

Vorträge:
Mittwoch, 20. Februar 2019, 17.00 Uhr
Prof. Hélio Fervenza, Prof. Dr. Helena Kanaan (UFRG) und Rafael Pagatini (Federal University of Espírito Sant)
Die Vorträge werden auf portugiesisch gehalten und simultan ins Deutsche übersetzt.

19.30 Uhr
Dr. Andreas Schalhorn, Kupferstichkabinett Berlin
»Talking About A Revolution. Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.«
In deutscher Sprache.

Ort: Hörsaal der weißensee kunsthochschule berlin,
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Eintritt frei. Gäste willkommen!

Das Austauschprojekt wurde von der Leiterin des Goethe Institutes in Porto Alegre Marina Ludemann angeregt und wird von Hanna Hennenkemper geleitet. Unterstützung leistet das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Die öffentlichen Vorträge sind der Auftakt zu weiteren Aktivitäten im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums 2019 der weißensee kunsthochschule berlin. Sie war 1946 von Künstler_innen, die dem Bauhaus nahe standen, gegründet worden.


*foundationClass nimmt neue Studierende auf

Die vielfach ausgezeichnete und gewürdigte *foundationClass für geflüchtete Künstler_innen und Designer_innen der weißensee kunsthochschule berlin nimmt von Mai 2019 an neue Studierende auf. Die Bewerbungsphase hat begonnen und endet am 15. März 2019.

Der Kerngedanke der 2016 von Professor Ulf Aminde gegründeten *foundationClass ist es, einen Raum zu schaffen, in dem geflüchtete Künstler_innen und Gestalter_innen ihre verloren gegangenen Portfolios und Materialien rekonstruieren oder neu erstellen. So können sie sich wieder oder erstmalig auf einen Studienplatz an einer Kunsthochschule bewerben.

Ein eigens dafür entwickeltes mehrmonatiges Programm beinhaltet künstlerische Workshops, die von professionellen Künstler_innen, Designer_innen, und Wissenschaftler_innen angeleitet werden, die selbst, oder deren Familien nach Deutschland migriert sind. In der Vorbereitung auf die Eignungsprüfungen nutzen die *foundationClass-Teilnehmer_innen die Räume und die Infrastruktur, vor allem die Werkstätten der Hochschule.

Das Angebot ist äußerst erfolgreich: Zwischen 80 und 90 Prozent aller Teilnehmer_innen aus den bisherigen seit 2016 laufenden Kursen der *foundationClass hat die Zulassungsprüfungen an verschiedenen deutschen Kunsthochschulen erfolgreich durchlaufen und einen Studienplatz erhalten.

Das Programm *foundationClass wird gefördert aus Mitteln der Qualitäts- und Innovationsoffensive der Berliner Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung.

Bewerbungsvoraussetzung und alle anderen Details siehe: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/foundationclass-2051.html

Kontakt per Mail: foundationclass@kh-berlin.de