Pressemitteilungen

seefashion19 - weißensee kunsthochschule berlin

Im Rahmen der Modenschau seefashion19 inszenieren die Absolvent_innen des Fachgebiets Mode-Design der weißensee kunsthochschule berlin am Sonnabend, dem 19. Oktober 2019 im Reef Berlin, Vienna House Andel’s Berlin, ihre Abschlusskollektionen. In ihren Arbeiten hinterfragen sie aus unterschiedlichen Perspektiven das kreative aber auch das destruktive Potenzial der Mode in der heutigen Gesellschaft. Soziale Codierungen, Geschlechterstereotype, reale und imaginäre Räume erfahren dabei eine intime, persönliche Behandlung. Die Absolvent_innen bedienen sich dabei der Techniken des Sammelns und Collagierens sowie der Gesten des Markierens und Signierens.

DATUM
Sonnabend, 19. Oktober 2019
Einlass 19.00 Uhr; Showbeginn 20.00 Uhr
 
ADRESSE
Reef Berlin, Im Vienna House Andel’s Berlin
Landsberger Allee 106, 10369 Berlin

KARTENVORVERKAUF
Karten für die Show können hier bestellt werden:
seefashion19.cortex-tickets.de
Sitzplatz: 20 Euro
Stehplatz: 12 Euro

Presseakkreditierungen / Fotos bitte direkt bei Irina Sowitzki (Fachgebiet Mode-Design) anfordern. Mail: rini.sowi@kh-berlin.de


warum das bauhaus schwer auszuhalten ist - Symposium und Ausstellung für Selman Selmanagic – Zum Bauhaus-Jubiläum

Zum Ende der vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums wird die weißensee kunsthochschule berlin in einem Symposium gegenwartsbezogen über die Ideen und das Wirken des Bauhauses nachdenken und diskutieren. Im Symposium soll nach den Möglichkeiten der Künste sowie der Gestaltung in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse entlang von Konzepten, die am Bauhauses entwickelt wurden, gefragt werden. Auch soll die Rolle von Kunsthochschulen in diesem Zusammenhang überprüft und die Auswirkung der Bauhausideen auf die Lehre an der weißensee kunsthochschule berlin skizziert werden. Die Hochschule, die 1946 gegründet wurde, ist in ihren Lehrkonzepten und -grundlagen stark von ehemaligen Lehrenden und Studierenden des Bauhauses geprägt worden.

Der Anlass zum zweitägigen Symposium ist die Enthüllung einer »Berliner Gedenktafel« zu Ehren des Bauhäuslers und Architekten Selman Selmanagic, der von 1950 bis 1970 als Architekturprofessor an der weißensee kunsthochschule berlin gelehrt und den Erweiterungskomplex erbaut hat. Dieses Bauensemble steht als bedeutendes Denkmal der Nachkriegsmoderne unter Schutz und ist, nach dem Abriss des von ihm konzipierten Stadions der Weltjugend in Berlin das letzte in Deutschland erhaltene Gebäude von Selmanagic.

Begleitend zum Symposium wird die Ausstellung »bauhaus diplom nr. 100 –
fotografien und dokumente zu selman selmanagic« eröffnet, die dem Publikum die Person des in der Öffentlichkeit weniger bekannten Bauhausarchitekten nahe bringt.

Termine:
Symposium „warum das bauhaus schwer auszuhalten ist“
Di., 22.10.19: 17:00 bis 21:00 Uhr
Mi., 23.10.19: 10:00 bis 14:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „bauhaus diplom nr. 100 – fotografien und dokumente zu selman selmanagi?"
Mi., 23.10.19, 14:30 Uhr
Führungen: Fr., 1. November; Fr., 22. November 2019, Fr., 13. Dezember 2019, jeweils 16 Uhr.

Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ für Selman Selmanagic im Beisein des Berliner Senators für Kultur und Europa, Klaus Lederer.
Mi., 23.10.19, 15:30 Uhr

Ort:
weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin-Weißensee

Weitere Informationen / Referent_innen / Anmeldeformalitäten siehe:
kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/selmanagic-symposium-2930.html

Die Veranstaltungen werden ermöglicht durch die Unterstützung von Visit Berlin, Bauhaus Imaginista / Bauhaus Dessau e.v. und Architektenkammer Berlin.

Die weißensee kunsthochschule berlin hat im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums auch an der Ausstellung »alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr« in Eisenhüttenstadt mitgewirkt sowie die Ausstellung »Tracking Talents« zu Bauhaus und Mode-Design veranstaltet, die inzwischen in Apolda zu sehen ist.


Ehemaliger Rektor Rainer W. Ernst gestorben

Die weißensee kunsthochschule berlin trauert um ihren ehemaligen Rektor und Professor für Architektur (1993-2008) Rainer W. Ernst, der am Sonntag, den 8. September 2019 in Berlin gestorben ist.

Rainer W. Ernst, geboren am 2. April 1943 in Berlin, wurde 1993 an die weißensee kunsthochschule berlin berufen. Zuvor lehrte er an verschiedenen Hochschulen, unter anderem an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, wo er 1982 bis 1985 auch 1. Vizepräsident war.

Von 1994 bis 1996 war Ernst in Weißensee Prorektor, 1996 bis 2004 Rektor. Er setzte sich nachdrücklich für die Belange der Kunsthochschule ein, unter anderem wurden maßgebliche Sanierungen und bauliche Erweiterungen unter seiner Ägide realisiert.

In seine Amtszeit fielen existenzielle Auseinandersetzungen mit dem Berliner Senat um die Erhaltung der Hochschule in Weißensee, als das Land Berlin die Etats der Berliner Hochschulen kürzte. Eine der Folgen war die Gründung des postgradualen Studiengangs Raumstrategien, nachdem der Studiengang Architektur eingestellt werden musste, da er nicht mehr finanziert wurde.

Ernst war bekannt und beliebt für seine unkomplizierte, joviale Art, seine unvoreingenommene Gesprächsbereitschaft sowie seinen Ideenreichtum. Der Weißenseer Kunsthochschule blieb er unter anderem als Mitglied der Mart Stam Gesellschaft, dem Förderverein der Kunsthochschule, eng verbunden. „Wir verlieren einen geschätzten und beliebten ehemaligen Kollegen, der für immer mit der Geschichte der Kunsthochschule verbunden bleiben wird“, betonte Rektorin Leonie Baumann.

Weiteres zur Biographie: www.rainerwernst.de


Führungen zum Tag des offenen Denkmals in der Kunsthochschule

Das im Kern aus den 50-er Jahren stammende Gebäude-Ensemble der weißensee kunsthochschule berlin ist der letzte in Deutschland erhaltene Gebäudekomplex des Bauhaus-Architekten Selman Selmanagi?. Als typisches Beispiel der Nachkriegsmoderne steht es unter Denkmalschutz. Neben der Architektur ist vor allem die nahezu im Originalzustand erhaltene Aula der Kunsthochschule mit ihrer exquisiten Holzvertäfelung ein einzigartiges Kleinod der Architekturgeschichte. Sie wurde im Jahr 2011 von der Wüstenrot Stiftung restauriert und saniert. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2019, lädt die Kunsthochschule Interessierte zum Besuch ein.

Zeiten:
Sonntag, 8. September 2019, 14 Uhr und 15.30 Uhr:
Führungen durch die denkmalgeschützten Räume der weißensee kunsthochschule berlin.
Martin Jennrich, Architekturbüro baukanzlei.
Eine Anmeldungen ist nicht nötig.

Adresse: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin.


»Perfekte Zustände« – Abschlussausstellung Bildhauerei und Malerei

X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin,
(U Görlitzer Bahnhof)
13. – 19. Juli, 12 – 19 Uhr
Eröffnung 12. Juli 2019, 19 – 22 Uhr

Perfekte Zustände: ironische Überbestätigung oder pure Realität?

Die weißensee kunsthochschule berlin präsentiert zum Ende des Sommersemesters 50 neue Abschlussarbeiten aus der Bildhauerei und Malerei. Zu sehen sind aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen der Gegenwartskunst:

Die vielschichtigen Werke nutzen Bild, Text, Sound und digitale Daten als Experimentierfeld, um Mediengrenzen und Wirklichkeitsebenen aufzuheben und handwerkliche Materialien und Techniken auf die Probe zu stellen. Den Zeitgeist ebenso wie grundsätzliche künstlerische Herausforderungen aufgreifend, sprechen die Arbeiten die Sinne und den Körper an, reflektieren Wechselwirkungen von technologischer Entwicklung und Kunstproduktion, nehmen bildhafte Elemente des Alltags unter die Lupe und befragen kollektive Mechanismen, Systeme und Organisationen. So dehnen sie sich selber auf den Bereich des Gesellschaftlichen aus und formulieren spielerisch neue Umgangsformen im Spannungsfeld von Individualität und Gemeinschaft.

Auf 5 Stockwerken sind 50 autonome künstlerische Positionen zu sehen, die ungewöhnliche Sichtweisen auf reale Bedingungen unserer Welt, den Umgang mit Biografie und Geschichte, unser Zusammenleben und die Schnittstellen des Analogen und Digitalen eröffnen – perfekte Zustände!


Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Publikumsprogramm begleitet:

Freitag, 12. Juli
19 Uhr Performance von Dominik Fraßmann (auch täglich außer Mo&Do ab 12 Uhr)
20 Uhr Performance von Sunniva Innstrand

Samstag, 13. Juli
19 Uhr Konzert mit Thomas Leo Chapmann PPPP Orchestra

Sonntag, 14. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Léllé Demertzi

Montag, 15. Juli
Silent Visiting Day

Dienstag, 16.Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Paula Carralero Bierzynska
19 Uhr Ausstellungstour mit Federica Bueti

Mittwoch, 17. Juli
17 Uhr Meditationsworkshop von Pranayama
18 Uhr Vortrag von Coven Collective
19 Uhr Lesung von Irene Fernández Arcas

Donnerstag, 18. Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Maxine Puorro (ORT: Admiralsbrücke)

Freitag, 19. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
17 Uhr Kollektive Lesung mit Maxine Puorro
18 Uhr Workshop mit Sunniva Innstrand
19 Uhr Eatable Aktion – Kollektive Essen mit Aiko Shimotsuma
Täglich 13.–14. & 16.–19. Juli
ab 15 Uhr Soundpiece-Performance von Julia Dorothea von Schottky

Weitere Infos online auf Social Media (@perfektezustaende)
sowie auf www.perfektezustaen.de


Kunsthochschule lädt ein zu Tagen der offenen Tür

Wer sich für zukunftsweisende Ideen und Neu-Entwicklungen im Design interessiert und gleichzeitig offen ist für die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Positionen, ist eingeladen, die weißensee kunsthochschule berlin zum Rundgang - Tage der offenen Tür 2019 zu besuchen. Rund 850 Studierende geben einen Einblick in die vielfältigen medialen wie auch thematischen Handlungsfelder einer jungen Künstler- und Designergeneration.

Darüber hinaus präsentieren Absolvent_innen ihre Gründungsideen, andere gewähren Einblick in den Stand ihrer Forschungsvorhaben zur nachhaltigen Nutzung neuer „intelligenter“ Materialien. Auch erste Visionen für eine Campus-Erweiterung der Kunsthochschule werden vorgestellt.

Die Kunsthochschule ist für das Publikum am Sonnabend, den 6. und Sonntag, den 7. Juli 2019 durchgehend von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Studierende bieten Führungen für die Besucher_innen an und kümmern sich um ein vielfältiges Essensangebot.

Rundgang – Tage der offenen Tür 2019
Sonnabend, 6. und Sonntag, 7. Juli 2019, 12-20 Uhr
Bühringstraße 20, 13086 Berlin

Die Bachelor- und Masterarbeiten aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation werden außerhalb des Campus' in der Ausstellung »seesick« präsentiert
Ort: Pirol Studios, Bülowstraße 56, 10783 Berlin, Hinterhaus, 1. Etage
Eröffnung: Mittwoch, 3. Juli 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 4. Juli bis 13. Juli 2019, Öffnungszeiten: 12-20 Uhr

Die Abschlussarbeiten aus den Fachgebieten Bildhauerei und Malerei werden nach dem Rundgang – Tage der offenen Tür 2019 unter dem Titel »Perfekte Zustände« gezeigt:
Ort: X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin
Eröffnung: Freitag, 12. Juli, 19 Uhr
Laufzeit: 13. Juli bis 19. Juli 2019; Öffnungszeiten: 12-19 Uhr

Mehr unter www.kh-berlin.de


Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit

Wochenend-Workshops der Open Art Academy der Kunsthochschule

Die diesjährige Open Art Academy der weißensee kunsthochschule berlin bietet im August und September fünf Wochenend-Workshops für Kunstinteressierte aus vielfältigen Themengebieten – Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit – an. Das offene Workshop-Angebot entspringt einer Kooperation mit boesner Berlin, dem Händler für professionelle Materialien für Kunstschaffende. Die Sommerakademie wird seit 2013 angeboten. Auf Grund der interessierten Nachfrage waren die Workshops in den letzten Jahren schnell ausgebucht.

Künstler_innen oder Designer_innen, die an der weißensee kunsthochschule berlin ihren Abschluss gemacht haben, bieten einen Einblick in zeitgenössische Kunstproduktion. Veranstaltungsort ist die KUNSTHALLE am Hamburger Platz. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Plätze begrenzt. Es wird eine Gebühr von 50 Euro pro zweitägigem Workshop erhoben, in der die Kosten für das bereitgestellte Material enthalten sind. Anmeldungen sind von jetzt an möglich.

Die Workshops:
10./11. August 2019, 11-16 Uhr
Judith Gebhardt: Farben Weben
Prinzipien der Farbgestaltung und Inhalte von Farbsymbolik werden in diesem Workshop in Verbindung mit  Gestalten und Weben von Textilien synergetisch verbunden.

17./18. August 2019, 11-16 Uhr
Vanessa Hernández Farfán: Foto-Graphit
In diesem Workshop bildet Licht durch seine Reflexion und Brechung den Ausgangspunkt für die Produktion grafischer Bilder.

24./25. August 2019, 11-16 Uhr
Anna Marin und Christoph Volbers: Das Ohr zeichnet mit
Musik bietet ungeahnte Möglichkeiten um zu unendlichen visuellen Interpretationen zu kommen, die anderem Malen und Zeichnen den Boden bereitet.

31. August/1. September 2019, 11-16 Uhr
Maria Naidyonova: Porträtskizzen
Die Vermittlung von Basisregeln führen zur Entwicklung von Porträts mit zeichnerischen und malerischen Methoden.

7./8. September 2019, 11-16 Uhr
Pao Kitsch: Die Stadt als Collage
Collagen werden aus »zusammengetragenen Informationen«, die das alltägliche Leben beeinflussen, erstellt.

Kontakt und Anmeldung:
Jenna Seedorf: openartacademy@kh-berlin.de 030 47 70 52 66
Weitere Infos: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/open-art-academy-2019-2850.html


Unleash – Mart Stam Preis 2018

Ausstellung im Kunstquartier Kreuzberg/Bethanien

Zeiten und Ort:
Vernissage: Freitag, den 31. Mai 2019, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, den 01.06.2019, bis Montag, den 10.06.2019, täglich 12 – 19 Uhr
Finissage: Montag, den 10.06.2019, 17:00 Uhr – performative Situation (Adrian Fergg)
Projektraum im Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

»Unleash« – »entfesselt« sind die Gesetze des Marktes. Sich darin zu verorten, Netzwerke zu knüpfen und Öffentlichkeit zu erreichen sind Basics für junge Künstler_innen und Gestalter_innen. Der Mart Stam Preis ist in diesem Prozess seit Jahren ein erster fulminanter Auftakt nach dem Studium und alle Interessierten sind eingeladen, sich die prämierten Abschlussarbeiten anzusehen, die Absolvent_innen der Kunsthochschule kennenzulernen.

Sieben Abschlussarbeiten wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Katja Blomberg, Leiterin des Hauses am Waldsee, im vergangenen Oktober unter 28 Einreichungen aus: Sie wurden mit dem Mart Stam Preis 2018 prämiert und ihre Arbeiten werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Preisträger_innen studierten Freie Kunst, Design und Raumstrategien an der Kunsthochschule.
Adrian Fergg, Raumstrategien, präsentiert seine Performance »Eintrittsgeschenk – Die Akademie«.
Lukas Liese, Bildhauerei, zeigt die Installation »Cousin Maria«.
Marvin Ogger und Golo Pauleit, Textil- und Flächen-Design und Mode-Design, führen ihre Bekleidungskollektion und Video-Installation »Hommage à l’ère industrielle « vor.
Felix Rasehorn, Produkt-Design, stellt sein 3D-bildgebendes Verfahren »Plant Choreography« vor.
Claudia Schramke, Visuelle Kommunikation gestaltete und illustrierte das Kinderbuch »Der Hund«.
Gintare Simutyte, Malerei zeigt die Video-Animation »The mind knows what the eyes have not seen«.
Jin Zhang, Produkt-Design, hat in seiner Abschlussarbeit »Cocoon Recoding« ein neues Verfahren zur Verarbeitung von Seide entwickelt.

Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien und Jurymitglied kuratiert die Ausstellung, die bereits zum siebten Mal in den Räumen des Kunstquartiers Bethanien stattfindet. Der Katalog wurde von Duc Quang Nguyen, Student der Visuellen Kommunikation der weißensee kunsthochschule berlin, gestaltet.

Die Vergabe des Preises wird großzügig von der GASAG und der BSR gefördert mit Unterstützung der Firma ruksaldruck.

Weiteres / Link: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/unleash-mart-stam-preis-2018-2732.html


Für eine offene Gesellschaft und die Freiheit der Kunst!

weißensee kunsthochschule berlin beteiligt sich an der »Unite and Shine«

Für Kunsthochschulen zählen Weltoffenheit, Meinungsvielfalt, Diversität und internationaler Austausch zu den Grundlagen ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit. Daher gehörte die weißensee kunsthochschule berlin zu den ersten Unterzeichnerinnen der Berliner Erklärung »Der Vielen« im November 2018.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden, streitet im besten demokratischen Sinne für die plurale Gesellschaft und Kunstfreiheit und bietet solidarische Gemeinschaft gegen Angriffe von Rechts.

Am bundesweiten Aktionstag unter dem Motto »Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien!« finden am Sonntag, den 19. Mai 2019 in zahlreichen Städten »Glänzende Demonstrationen« statt. Die Studierenden und Lehrenden der weißensee kunsthochschule berlin beteiligen sich an der Aktion in Berlin, wo »Die Vielen« einen glänzenden Block in der Demonstration »Ein Europa für alle« bilden werden.

Weitere Informationen und Kontakt Die Vielen: Christophe Knoch, mail@dievielen.de, dievielen.de


Studio »LS301« auf der Hannover Messe 2019

Das Studio »LS301«, ein junges Produkt- und Interactiondesign-Studio, das Interaktionskonzepte für den Umgang mit autonomen Objekten entwickelt, ist vom 1. bis zum 5. April 2019 auf Einladung von Berlin Partner Gast auf der Hannover Messe 2019. Unter dem Motto »#Berlinproduziert digital inspiriert« wird eine hervorragende Plattform für neuartige Produkte und Dienstleistungen – entwickelt in Berlin – präsentiert. Die beiden Designer Valentin Lindau und Jonas Schneider sind Berlin Partner aufgefallen mit dem Projekt »Sweep«, einem teilautonomen Straßenreinigungsroboter, den sie in Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung entwickelt haben.

Während einer einjährigen Förderung durch die DesignFarmBerlin, einem Design in Tech Accelerator der weißensee kunsthochschule berlin, haben die beiden Kunsthochschulabsolventen die Körpersprache für autonome Technologie entwickelt. Mit diesem bisher einzigartigen Ansatz in der Interaktionsgestaltung ist es möglich, Robotern einen lebendigen Charakter und einen bio-mimetischen Habitus zu verleihen. Neben den Unternehmen Ape Unit, citkar, BigRep, botspot, i-mmersive, INURU, Moeco, MotionLab, Robot4Work, pi4, Sonic Robots, WISTA, Würth Elektronik eiSos und Yptokey, präsentieren sie potentiellen Kunden ihre Vision vom Dialog zwischen Mensch und Maschine.
 
»Die Hannover Messe bietet uns die Möglichkeit, unseren innovativen Ansatz einem breiten Interessentenkreis vorzustellen und uns mit der Robotik-Szene zu vernetzen,« sagt Jonas Schneider, einer der beiden Gründer. »Wir setzen auf eine humane und empathische Mensch-Maschine-Kollaboration. Unser Leistungsangebot umfasst neben der Recherche und Analyse vorhandener Produkte, die Entwicklung nutzerorientierter Interaktionskonzepte, die wir mit physischen Prototypen erlebbar machen,« erklärt Valentin Lindau.

Die Robotik-Branche entwickelt sich, nicht zuletzt dank Künstlicher Intelligenz und immer leistungsfähigerer Sensorik, so rasant wie kaum eine andere. Mindestens so interessant wie der technologische Fortschritt auf dem Gebiet, sind designorientierte Lösungsansätze für autonome Technologie. Denn die Frage lautet nicht mehr nur, ob sich die Dinge eigenständig bewegen werden, sondern wie sie es tun.

»#Berlinproduziert digital inspiriert«
Hannover Messe, Halle 6 E39, www.hannovermesse.de
Infos zum Studio »LS301«: www.ls301.de


Möbel, Gefäße, Grafik – Alltagskultur in der DDR

Kooperation zum Bauhaus-Jubiläum – Ausstellung in Eisenhüttenstadt

Möbel, Gefäße, Grafik und andere Objekte der Alltagskultur der DDR zeigt die Ausstellung „alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr“ im Dokumentationszentrum Eisenhüttenstadt. Sie entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin, Fachgebiet Visuelle Kommunikation. Eine Arbeitsgruppe – die Studentinnen Angelina Eckert, Caroline Lei, Emily Dibbern, Fay Nolan, Lea Donner, Megan Barclay, Polly Härle und Prof. Steffen Schuhmann – entwickelten die Ausstellungsgestaltung und erstellten den Katalog

Die Ausstellung zeigt wie in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR an das Erbe des Bauhauses angeknüpft wurde. Bauhäusler wie Mart Stam und Selman Selmanagic – beide waren prägende Gestalten an der gerade eröffneten Kunsthochschule in Berlin-Weißensee – sahen hier die Möglichkeit, die Forderung „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ gesellschaftliche Realität werden zu lassen. Trotz massiver Widerstände in den 1950er Jahren gelang es ihnen im Sinne des Bauhaus eine neue Generation Gestalter auszubilden, deren Entwürfe die Alltagskultur der DDR prägten. Beispielhaft hierfür steht das in den 1960er Jahren entworfene Mokick Simons S50 von Clauss Dietel und Lutz Rudolph, die in Weißensee studierten.

Ausstellung
alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr
7.4.2019 – 5.1.2010
Eröffnung: Sonntag, 7. April 209, 14 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
www.alltagskultur-ddr.de

Zum Katalog: Zweisprachig deutsch/englisch, 160 Seiten, etwa 120 Abbildungen. Erscheint zur Eröffnung im Verlag M Books, Weimar.

Die Ausstellung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und realisiert in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.


Neue Textile Welten

Die Textilindustrie vollzieht seit einigen Jahren einen entscheidenden Wandel weg von der Produktion herkömmlicher Stoffe hin zur Herstellung technischer und smarter Textilien und Materialien. Das Fachgebiet Textil- und Flächen-Design der weißensee kunsthochschule berlin sowie der Bereich DXM - Design und Experimentelle Materialforschung der Kunsthochschule unter Leitung von Professorin Dr. Zane Berzina und Prof. Christiane Sauer erforschen für diese Umstellung die Potenziale technischer, intelligenter Textilien bei der Gestaltung neuer Konzepte, Produkte und Prozesse.

Auf der Sonderschau Exempla 2019 „Textil - Stoff der Zukunft“ der 71. Handwerksmesse München präsentiert sich die Kunsthochschule mit der Arbeit „Stone Web“ - aus Basaltfaser hergestellten Raummodulen -  als eine von vier führenden deutschen Hochschulen im Bereich Architektur und Forschung mit Textil neben TU München, ICD/  ITKE Universität Stuttgart und FUAS Frankfurt.
-->Sonderschau Exempla / 71. Internationale Handwerksmesse, München vom 13.- 17.März 2019: www.sonderschauen-ihm.de

Am Sonnabend eröffnet in Chemnitz die Ausstellung „Neue Textile Welten“ im Wasserschloss Klaffenbach zum Thema „Potenziale technischer, intelligenter Textilien + smart materials“. Zusammen mit namhaften Vertretern aus der Industrie und Forschung wie Bauerfeind AG, KARL MAYER Technische Textilien GmbH, warmX GmbH, Norafin Industries GmbH, Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Textilforschungsinstitut Thüringen Vogtland e.V. Greiz (TITV e.G.), TU Chemnitz und Design Research Lab der UdK Berlin ist die Kunsthochschule mit fünf studentischen Arbeiten und den Forschungsprojekten Textile Prototyping Lab und Digitale Materialien beteiligt.

Eröffnung: Sonnabend, 16. März 2019, 17 Uhr
Wasserschloss Klaffenbach
Wasserschlossweg 6, 09123 Chemnitz
Ausstellungsdauer:
17. März bis 30. Juni 2019
Mehr Informationen:
www.c3-chemnitz.de/de/Wasserschloss-Klaffenbach-Gestaltung-Handwerk-Ausstellungen_1323.html


Neuberufung an der Kunsthochschule: Ludwig-Stiftungsprofessur für Druckgrafik besetzt

Die von der Peter und Irene Ludwig Stiftung finanzierte Professur für Druckgrafik an der weißensee kunsthochschule berlin startet zum Sommersemester: Der Akademische Senat der Kunsthochschule hat die von der Ludwig Stiftung initiierte Professur für die nächsten Jahre bestätigt.

Die auf drei Jahre verabredete Kooperation mit der Aachener Stiftung basiert auf einer gemeinsamen Geschichte: Die weißensee kunsthochschule sitzt in einem ehemaligen Firmengebäude der Unternehmer-Familie Monheim, der Irene Ludwig angehörte. Die aus Aachen stammende Familie hatte in Berlin-Weißensee einen weiteren Sitz für ihre internationale Schokoladen-Produktion gegründet. Peter Ludwig, zusammen mit seiner Frau Irene wichtiger deutscher Kunstmäzen und Namensgeber der gleichnamigen Stiftung, war nicht nur promovierter Kunsthistoriker, sondern leitete von 1951 an lange Jahre erfolgreich das Unternehmen.

Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung, über die Kooperation: »Die neue Stiftungsprofessur ist ein weiterer wichtiger Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Stiftung: Der umfassenden Sammlungstätigkeit der beiden Mäzene verpflichtet wissen wir nur zu gut, wie wichtig die akademische Ausbildung für den Nachwuchs, wie entscheidend der Austausch von Wissen und Kenntnissen für eine reiche Kunstproduktion sind. Das wir in Berlin-Weißensee an einem auch für die Familie Ludwig so geschichtsträchtigen Ort zusammenkommen, bestärkt uns einmal mehr – auch auf symbolischer Ebene.«

Nach dem zweiten Weltkrieg besetzten Künstler, darunter der Metallbildhauer Otto Sticht, das Bürogebäude der einstigen Trumpf-Schokoladenfabrik. Sie waren der Meinung, dass nach dem Krieg die Förderung von Kunst wichtiger sei als die Produktion von Schokolade. Dieser Akt war Auftakt zur Gründung der weißensee kunsthochschule berlin, die heute als renommierte Ausbildungsstätte den Reigen der Kunstinstitutionen in Berlin wesentlich bereichert. Bis heute gehört das ehemalige Fabrik-Verwaltungsgebäude zum denkmalgeschützen Bau-Ensemble der Hochschule.

Druckgrafik hat seit jeher im Kanon der künstlerischen Ausbildung eine große Rolle gespielt. Die Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der weißensee kunsthochschule berlin soll mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen die Zeitlosigkeit und zugleich Aktualität der Druckgrafik ins Bewusstsein rücken. Von der Tradition zur Innovation: Eine historisch überlieferte Gattung beweist einmal mehr, dass sie bestens zum künstlerischen Experiment und zur kreativen Auseinandersetzung geeignet ist.

Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin über die Kooperation: »Die weißensee kunsthochschule berlin und die Peter und Irene Ludwig Stiftung knüpfen an historische Gemeinsamkeiten und eröffnen gleichzeitig neue künstlerische Perspektiven. Die drei ausgewählten Künstler_innen werden in der Lehre traditionelle Drucktechniken mit neuen Ansätzen verbinden. Sie werden den Studierenden Impulse geben, das Potenzial der Drucktechnik individuell zu nutzen.«

Nach einer offenen internationalen Ausschreibung traf eine Fachjury die Auswahl der Kandidat_innen. Die erste Ludwig-Stiftungsprofessur wird die 1978 in Berlin geborene Zeichnerin Lisa Wilkens ab 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 besetzen. Ihr folgen der in New York lebende Künstler Rob Swainston (2020/2021) und die Berliner Künstlerin Marina Naprushkina (2021/2022).

Mit der von ihr initiierten Professur in Berlin knüpft die Peter und Irene Ludwig Stiftung an ihr konsequentes Engagement im Bereich der Lehre und Forschung an. Bereits im letzten Jahr war mit Tobias Zielony eine renommierte Künstler-Persönlichkeit als Gastprofessor an die Kunst-Universität in Budapest berufen worden.

Kontakt:
Leonie Baumann, Rektorin weißensee kunsthochschule berlin,
sekretariat.rektorin@kh-berlin.de, 030 47705 220
Dr. Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung
contact@ludwigstiftung.de, 0241 89498-0


Rektorin vom Berliner Senat für dritte Amtszeit bestellt

Mit der heutigen Bestellung des Senats beginnt am 1. April 2019 die dritte Amtszeit für Leonie Baumann. Seit 2011 leitet sie die weißensee kunsthochschule berlin, die in dieser Zeit einen Generationenwechsel der Lehrenden erfahren hat. Sie ist nun eine der wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, die Geschlechterparität bei den Professuren erreicht hat.

Die Hochschulleitung wird ergänzt von den gerade für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählten Prorektor_innen Professorin Christiane Sauer und Professor Dr. Jörg Petruschat sowie dem Kanzler Hinnerk Gölnitz.

Mit zukunftsorientierten Lehr- und Forschungsansätzen konnte in Leonie Baumanns Amtszeit das Drittmittelaufkommen in den letzten Jahren vervielfältigt werden. Das ermöglichte zahlreiche Vorhaben, in denen mit den unterschiedlichsten Partner_innen an zukunftsrelevanten Fragestellungen gearbeitet wird: Entwicklung neuer Materialitäten, Nachhaltigkeit, regionale Infrastruktur.

Besonders zukunftsorientiert ist die Zusammenarbeit im früheren Exzellenzcluster der Humboldt-Universität „Bild.Wissen.Gestaltung“, aus dem das Cluster „Matters of Activity. Image Space Material“ entwickelt wurde. Die Bedeutung künstlerisch-gestalterischer Sichtweisen als elementare und grundlegende Bestandteile wissenschaftlicher Forschungsprozesse wird nun auf Augenhöhe untersucht. Drei Cluster-Professuren auf Zeit kann die Kunsthochschule für diesen Prozess vom Wintersemester 2019/20 an einsetzen.

Eine Kooperation mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung erinnert an die gemeinsamen Wurzeln mit dem Kunstmäzen, Sammler und langjährigen Trumpfschokoladen-Fabrikanten und seiner Frau, da die Kunsthochschule heute in dem früheren Verwaltungsgebäude der Schokoladen-Firma residiert. Eine für drei Jahre von der Stiftung geförderte Gastprofessur wird die traditionellen Techniken der Druckgrafik zeitgenössisch interpretieren.

Analoge und digitale Techniken werden in allen Bereichen der Hochschule synergetisch gedacht und auf höchstem Niveau zukunftsfähig weiterentwickelt. So war die Kunsthochschule Mitte 2018 als Partnerin des Stifterverbandes und des CHE für ein peer to peer Verfahren ausgewählt worden, um die eigene Digitalisierungsstrategie zu konkretisieren, die bereits mit dem Ausbau digitaler Werkstätten für CAD, Rapid Prototyping und 3D-Keramikdruck begonnen hat.

In ihrer kommenden Amtszeit wird sich Leonie Baumann vordringlich für die dringend benötigte Erweiterung des Campus-Geländes einsetzen, um die international anerkannte Ausbildung an der weißensee kunsthochschule berlin abzusichern und weiter entwickeln zu können.


Zeitgenössische Druckgraphik aus Brasilien – Öffentliche Vorträge im Rahmen des Bauhaus-Jubiläumsjahres 2019

Druckgraphik spielt in Brasilien eine große Rolle in der Kunstproduktion – und sie steht in der Bauhaus-Tradition. Einen nicht unerheblichen Impuls dazu gaben deutsche Künstler_innen, die in den 30er, 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Brasilien auswanderten.

Die noch junge Hochschulkooperation zwischen der weißensee kunsthochschule berlin und der brasilianischen Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRG), Instituto de Artes, wird im Februar von Hanna Hennenkemper, Künstlerin und Lehrbeauftragte der Kunsthochschule, mit zahlreichen Aktivitäten gestartet. Sie leitet ein Lehr- und Austauschprojekt zur Druckgraphik.

Drei brasilianische Gäste halten öffentliche Vorträge an der Kunsthochschule, in denen sie ihre künstlerische Arbeit mit besonderem Schwerpunkt auf Druckgraphik vorstellen. Anschließend spricht Dr. Andreas Schalhorn vom Berliner Kupferstichkabinett über Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.

Vorträge:
Mittwoch, 20. Februar 2019, 17.00 Uhr
Prof. Hélio Fervenza, Prof. Dr. Helena Kanaan (UFRG) und Rafael Pagatini (Federal University of Espírito Sant)
Die Vorträge werden auf portugiesisch gehalten und simultan ins Deutsche übersetzt.

19.30 Uhr
Dr. Andreas Schalhorn, Kupferstichkabinett Berlin
»Talking About A Revolution. Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.«
In deutscher Sprache.

Ort: Hörsaal der weißensee kunsthochschule berlin,
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Eintritt frei. Gäste willkommen!

Das Austauschprojekt wurde von der Leiterin des Goethe Institutes in Porto Alegre Marina Ludemann angeregt und wird von Hanna Hennenkemper geleitet. Unterstützung leistet das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Die öffentlichen Vorträge sind der Auftakt zu weiteren Aktivitäten im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums 2019 der weißensee kunsthochschule berlin. Sie war 1946 von Künstler_innen, die dem Bauhaus nahe standen, gegründet worden.


*foundationClass nimmt neue Studierende auf

Die vielfach ausgezeichnete und gewürdigte *foundationClass für geflüchtete Künstler_innen und Designer_innen der weißensee kunsthochschule berlin nimmt von Mai 2019 an neue Studierende auf. Die Bewerbungsphase hat begonnen und endet am 15. März 2019.

Der Kerngedanke der 2016 von Professor Ulf Aminde gegründeten *foundationClass ist es, einen Raum zu schaffen, in dem geflüchtete Künstler_innen und Gestalter_innen ihre verloren gegangenen Portfolios und Materialien rekonstruieren oder neu erstellen. So können sie sich wieder oder erstmalig auf einen Studienplatz an einer Kunsthochschule bewerben.

Ein eigens dafür entwickeltes mehrmonatiges Programm beinhaltet künstlerische Workshops, die von professionellen Künstler_innen, Designer_innen, und Wissenschaftler_innen angeleitet werden, die selbst, oder deren Familien nach Deutschland migriert sind. In der Vorbereitung auf die Eignungsprüfungen nutzen die *foundationClass-Teilnehmer_innen die Räume und die Infrastruktur, vor allem die Werkstätten der Hochschule.

Das Angebot ist äußerst erfolgreich: Zwischen 80 und 90 Prozent aller Teilnehmer_innen aus den bisherigen seit 2016 laufenden Kursen der *foundationClass hat die Zulassungsprüfungen an verschiedenen deutschen Kunsthochschulen erfolgreich durchlaufen und einen Studienplatz erhalten.

Das Programm *foundationClass wird gefördert aus Mitteln der Qualitäts- und Innovationsoffensive der Berliner Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung.

Bewerbungsvoraussetzung und alle anderen Details siehe: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/foundationclass-2051.html

Kontakt per Mail: foundationclass@kh-berlin.de

2018


Verknüpfung von Materie mit Bild und Raum

Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material« an der Kunsthochschule

Nach der erfolgreichen Beteiligung am Cluster »Bild Wissen Gestaltung« 2012-2017 ist die weißensee kunsthochschule berlin auch am neuen Cluster »Matters of Activity. Image Space Material« der Humboldt-Universität zu Berlin als eine von acht teilnehmenden Institutionen beteiligt. Dieser neue Cluster, der nun im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bewilligt wurde, hat das Ziel, Grundlagen für eine neue Kultur des Materialen zu schaffen. In mehr als 40 Disziplinen werden systematisch Designstrategien für Materialien und Strukturen, die sich spezifischen Anforderungen und Umgebungen anpassen, untersucht. Der Cluster setzt auf eine neue Rolle von Gestaltung, die sich vor dem Hintergrund eines wachsenden Reichtums und der stetigen Weiterentwicklung von Materialien und Visualisierungsformen in allen Disziplinen abzeichnet.

Dazu die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): »Wenn auch die zugrundeliegende Idee von aktiver Materie an sich nicht neu ist, so ist der hier verfolgte, aus den Kultur – und Naturwissenschaften gemeinsam entwickelte Ansatz doch ausgesprochen originell – zum einen in der Verknüpfung von Materie mit Bild und Raum und zum anderen in der zentralen Rolle von Gestaltung.«

Um die Fragestellungen des Clusters mit der Lehre in den Gestaltungsdisziplinen zu verzahnen, werden – neben Prof. Christiane Sauer und Prof. Carola Zwick als Principal Investigators – zusätzlich drei Gestaltungsprofessuren eingerichtet. Die Themen des neuen Clusters, die sich u.a. entlang der Kulturtechniken des Webens, Filterns und des Schneidens entwickeln, können so mit der angewandten Forschung in Weißensee verschränkt werden.

Mehr: www.moa.hu-berlin.de

Image: Matters of Activity & Kerstin Kühl


Mart Stam Preis 2018 – Absolvent_innen ausgezeichnet

Dank des Engagements der Freundeskreise der weißensee kunsthochschule berlin konnte in diesem Jahr zum 20. Mal der Mart Stam Preis verliehen werden. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte unter 34 Einreichungen im Namen der mart stam stiftung für kunst + gestaltung und der Mart Stam Gesellschaft, Förderverein der Kunsthochschule, sieben Abschlussarbeiten aus. Sie werden nun im nächsten Jahr im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zu sehen sein. Die Preisträger_innen erhalten zudem einen Katalog, der ihnen beim Start in die Berufspraxis helfen soll.

Die Preisträger_innen 2018 sind:
Adrian Fergg für seine Masterarbeit im Studiengang Raumstrategien, die Performance und Lesung »Eintrittsgeschenk - Die Akademie«. Betreuer: Dr. Günter Nest
Lukas Liese aus der Bildhauerei für seine Diplomarbeit, die Installation »Cousin Maria«. Betreuerin: Prof. Else Gabriel. Link: www.lukasliese.com
Marvin Ogger und Golo Pauleit aus den Fachgebieten Textil- und Flächendesign und Mode-Design für ihre BA-Arbeit, die Bekleidungskollektion und Video-Installation »L'Hommage à l'Ère Industrielle«. Betreuer: Prof. Patrick Rietz, Prof. Tristan Pranyko
Felix Rasehorn aus dem Fach Produkt-Design für seine BA-Arbeit »Plant Choreography«. Ein 3D-bildgebendes Verfahren um Pflanzenwachstum qualitativ zu dokumentieren. Betreuerin: Prof. Barbara Schmidt
Claudia Schramke aus der Visuellen Kommunikation für ihre BA-Arbeit, das von ihr gestaltete und illustrierte Kinderbuch »Der Hund«. Betreuung: Prof. Steffen Schuhmann und Kathi Käppel. Link: www.claudiaschramke.de
Gintare Simutyte aus dem Fachgebiet Malerei für ihre Diplomarbeit, die Video-Animation »The mind knows what the eyes have not seen«. Betreuerin: Prof. Pia Linz. Link: www.gintare.xyz
Jin Zhang aus dem Fachgebiet Produkt-Design für seine BA-Arbeit »Cocoon Recoding«, in der er ein Verfahren zur Verwendung von Seide entwickelte. Betreuerin: Prof. Barbara Schmidt

Mitglieder der Jury waren: Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin und Kuratoriumsvorsitzender der mart stam stiftung für kunst + gestaltung; Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin; Dr. Katja Blomberg, Künstlerische Leiterin, Haus am Waldsee, Berlin, (Vorsitzende); Prof. Jean-Baptiste Joly, Direktor der Akademie Schloss Solitude a.D.; Prof. Stefan Koppelkamm, Vorstandsvorsitzender der Mart Stam Gesellschaft; Lena Roob, Kommunikationsdesignerin, Absolventin der Kunsthochschule; Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums Berlin a.D., Vorstandsmitglied der Mart Stam Gesellschaft.

Weitere Infos zu den Arbeiten: www.kh-berlin.de/projekt-uebersicht/Project/overview/mart-stam-preis-2018-2732/yes.html


Mit Zukunftsideen und neuen Technologien experimentieren

DesignFarmBerlin - Auftritt beim »Retune Festival«

Die DesignFarmBerlin der weißensee kunsthochschule berlin, die Absolvent_innen fördert, die mit ihrem Design- Vorhaben eine Firma gründen wollen, tritt dieses Jahr zum ersten Mal beim »Retune Festival« auf. Im Mittelpunkt steht dabei eine Diskussion mit von der DesignFarmBerlin und vom Creative Prototyping Program der UdK Berlin geförderten Gründer_innen. Die Textildesignerin Yolanda Leask und die Musiker Hannes Hoelzl und Isak Han werden ihre Gründungsvorhaben vorstellen und über die Chancen kreative Projekte in Berlin zu realisieren diskutieren.

Das zweijährlich stattfindende »Retune Festival« agiert an der Schnittstelle von Kunst, Design und Technologie. 2018 treffen sich am 27. und 28. September 500 Berliner Kreative, die sich mit neuen Technologien beschäftigen. Besucher_innen können sich von international bekannten Künstler_innen inspirieren lassen, aber auch selbst Hand anlegen und mit Zukunftsideen und Technologien experimentieren.

Ort: Silent Green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Diskussion DesignFarmBerlin/Creative Prototyping Program: Do., 27. September, 12:00-12:30 Uhr
Mehr zum Programm: retunefestival.de/2018/

Inzwischen hat die zweite Förderungsrunde der DesignFarmBerlin ihren Höhepunkt erreicht. Es werden aktuell neun Gründungen aus verschiedenen Bereichen unterstützt.

Im Projekt »LS301« von Valentin Lindau und Jonas Schneider geht es zum Beispiel um Interaktionsdesign für autonome Technologien. Basierend auf ihrem Semesterprojekt »Sweep« fanden sie eine Lösung für die Straßenreinigung, in der Maschinen mit Menschen interagieren und kooperieren.

»AudioGait« von Bernardo Aviles-Busch ist eine Applikation, die menschliche Bewegung in ein Audio-Feedback übersetzt. Nutzer_innen werden auf schonende Weise ermutigt, ihr Gehverhalten zu korrigieren.

Die DesignFarmBerlin ist eine Initiative der weißensee kunsthochschule berlin zur Förderung von Design-in-Tech und designorientierten Gründungen. Sie wird aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Betriebe gefördert. Die neue Bewerbungsrunde startet im Dezember 2018.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen sowie zu aktuellen Gründungen: www.designfarmberlin.com


Auf den Druck gebracht

Neue Ludwig-Stiftungsprofessur für Druckgrafik in Weißensee

Die neue dreijährige Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der weißensee kunsthochschule berlin erinnert an eine Besetzung 1946: Nach dem Krieg wurde das damalige Verwaltungsgebäude der Trumpf-Schokoladenfabrik in Weißensee von Künstlern besetzt mit dem Ausruf: Wir brauchen nach dem Krieg keine Schokolade sondern Kunst!

Seither hat sich auf dem damaligen Fabrikgelände und in den denkmalgerecht erhaltenen Gebäuden die Kunsthochschule etabliert. Peter Ludwig, der nach seiner Heirat mit Irene Monheim in den 1950er Jahren die Leitung u.a. der Firma Trumpf-Schokolade übernahm, hat zu seinen Lebzeiten die Kunsthochschule mehrfach besucht und Kontakte zu Professorinnen und Professoren gepflegt.

Mit der Ludwig-Stiftungsprofessur für Druckgrafik wird nun an die historischen Verflechtungen angeknüpft. Sie soll Künstlerinnen und Künstler ansprechen, die im Rahmen einer einjährigen Gastprofessur die traditionellen Drucktechniken zeitgenössisch und experimentell interpretieren.

Die polytechnischen Druckverfahren, für deren Realisierung in den Werkstätten der Kunsthochschule die besten Voraussetzungen geboten werden, sollen als Potenzial und Herausforderung für künstlerische Produktion in ihrer Bedeutung fokussiert werden.

Die halbe W2-Gastprofessur soll für jeweils zwei Semester ab April 2019 auf der Grundlage einer offenen Ausschreibung vergeben werden. Die Ausschreibung finden Interessierte auf der Website der weißensee kunsthochschule berlin unter folgendem Link:
kh-berlin.de/bewerbung/stellenausschreibungen.html
Bewerbungsschluss ist der 27. Oktober 2018.


Weiterbildungsstudium Kunsttherapie in Weißensee

Informationstag am Sonnabend, den 15. September 2018

Der Masterstudiengang Kunsttherapie der weißensee kunsthochschule berlin ermöglicht Interessierten und Bewerber_innen einen Einblick in das Studium und die kunsttherapeutische Arbeit. In kurzen Vorträgen und Erfahrungsberichten können sie Fragen stellen und das Leitungsteam Professorin Dr. Karin Dannecker und Professor Uwe Herrmann sowie Dozent_innen kennenlernen.

Programm:
Zur Einführung in das Berufsfeld Kunsttherapie
Zum Kennenlernen des Studiengangs
Zur Orientierung für Studieninteressierte
Zur Bewerbung (Zeitraum 15.9. bis 15.10.2018)
Besichtigung der Unterrichtsräume

Termin: Sonnabend, 15. September 2018, 10 - 14 Uhr
Ort: Casino der Park-Klinik, Schönstr. 80, 13086 Berlin-Weißensee

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Mehr Informationen unter: www.kunsttherapie-berlin.de/termine.html


»WE ARE ALL CYBORGS NOW« – Installationen im Theater Karlshorst

Studierende der Bildhauerei beim Tag des offenen Denkmals

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, den 9. September 2018, öffnen sich die Türen des ehemaligen Theaters Karlshorst. Professor Hannes Brunner und die Künstlerin Ulrike Mohr (Lehrbeauftragte) realisieren mit Studierenden der Bildhauerei der weißensee kunsthochschule berlin eine eintägige Inszenierung im Bühnenturm. Alle Interessierten sind eingeladen das Gebäude neu zu erfahren und sich von den facettenreichen Installationen der jungen Künstler_innen inspirieren zu lassen.

Über mehrere Monate haben die Beteiligten das Gebäude ausgekundschaftet und sich mit den dort vorhandenen Produktionsmechanismen sowie mit der Geschichte des Hauses auseinandergesetzt. Entstanden sind Arbeiten, die als räumliche Interventionen um die Fragen kreisen »Was wäre wenn?«

Die Installationen unter dem Titel »We are all Cyborgs now« sind inspiriert vom bekannten Essay der US-Amerikanerin Donna Haraway »A Cyborg Manifesto: Science, Technology, and Socialist-Feminism in the Late Twentieth Century«, 1985. Die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine stehen im Fokus der künstlerischen Arbeiten. Denn die Menschen sind heute mehr denn je mit künstlichen Objekten und Netzwerken verbunden. Eine Bühne mit all ihren technischen Mechanismen zur Erzeugung von Illusionen wie jene in Karlshorst eignet sich besonders, um mit derartigen Verbindungen zu experimentieren.

Dazu öffnet die Stiftung Stadtkultur im Rahmen von LOA Berlin – Lichtenberg Open ART das Theater Karlshorst, inszeniert es als »große Stadtwerkstatt« und stößt damit den Prozess zur Revitalisierung des Gebäudes an.

Termin: Sonntag, 9. September – Tag des offenen Denkmals, 10 - 20 Uhr
Ort: Theater Karlshorst – Zugang über Johannes-Fest-Platz, Ehrenfelsstraße 4, 10318 Berlin
Der Zugang ist reglementiert. Besucher_innen können in Gruppen das Gebäude betreten.

Beteiligte der weißensee kunsthochschule berlin: TV (Tomer Baruch & Viva Houlmann), Jin Choi, Katya Elizarova, Zeit + Geld (Kurt Fritsche + Joshua Gottmanns), Daniel Hölzl, Sunniva Innstrand, Isu Donggeon Kim (mit Michael Fendt, Eva Karduck und Simon Paposs), Chia-Liang Lai, Leo Müller, Hlin Olafsdottir, Carla Schliephack
Leitung: Hannes Brunner , Ulrike Mohr


Offener Campus in Weißensee

Kunst, Design – Projektergebnisse und Experimente

Lust auf einen Ausflug nach Weißensee? Am Samstag und Sonntag, den 14. und 15. Juli 2018 öffnet die weißensee kunsthochschule berlin ihre Türen. Einblicke in die studentische Produktion der Design- und Freie Kunst-Fachrichtungen zeigen Ergebnisse, Projekte, Kooperations- und Forschungsvorhaben des gesamten Studienjahres 2017/18. Zudem präsentieren sich die *foundationClass für und mit Geflüchteten, die Weiterbildungsstudiengänge und die Werkstätten in Weißensee. An zwei weiteren Orten zeigen Studierende Abschlussarbeiten der Freien Kunst und der Visuellen Kommunikation.

weißensee kunsthochschule berlin
Rundgang – Tage der offenen Tür 2018:
Sonnabend, 14. und Sonntag, 15. Juli 2018, jeweils von 12-20 Uhr
Ort: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, D-13086 Berlin
Website: www.kh-berlin.de

Weitere Ausstellungsorte / Termine

DEFYING CURRENTS – Abschlussausstellung Bildhauerei, Malerei:
THE SHELF by PANDION
Prinzenstraße 89/90, 10969 BERLIN:
14. Juli - 22. Juli 2018, 12-20 Uhr
Eröffnung am Freitag, den 13. Juli um 19 Uhr
Finissage am Sonntag, den 22. Juli um 16 Uhr

Abschlussausstellung Visuelle Kommunikation:
MA- und BA-Arbeiten, Meisterschüler_innen
Direktorenhaus
Am Krögel 2, 10179 Berlin
12.–19. Juli 2016, täglich 12–20 Uhr
Eröffnung am Mittwoch, den 11. Juli um 19 Uhr


Rektorin wiedergewählt - Dritte Amtszeit für Leonie Baumann

Die Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin Leonie Baumann wurde einstimmig (bei wenigen Enthaltungen) vom Erweiterten Akademischen Senat wieder gewählt und wird ab April 2019, vorbehaltlich der Zustimmung des Wissenschaftssenators, in ihre dritte Amtszeit starten.

Leonie Baumann leitet die Kunsthochschule seit 2011. In dieser Zeit hat es einen Generationenwechsel gegeben, bei dem die Hälfte aller Professuren neu besetzt worden ist. »Ich freue mich sehr, dass die weißensee kunsthochschule berlin ihr selbstgestecktes Ziel der ausgeglichenen Geschlechterparität bei den Professuren erreicht hat.« Bemerkenswert seien darüber hinaus die erfolgreichen Forschungsaktivitäten u.a. auch in der Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster an der Humboldt Universität »Bild.Wissen.Gestaltung«. »Die Bedeutung von Kunst und Design für die Bearbeitung von Fragestellungen und Lösung von gesellschaftlichen Problemen wird exemplarisch verhandelt. Zukünftig wird es mehr denn je um transdisziplinäre Strategien gehen, zu denen die Kunsthochschule grundlegende Expertise beizutragen hat.«

Auch die Unterstützung der jungen Absolvent_innen konnte in den letzten Jahren substanziell intensiviert werden. Die ersten Atelierplätze werden vom 1. Juli an mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Verfügung gestellt. Auch umfangreiche Lehrangebote sowie Mentoringprogramme erleichtern den Übergang in die Praxis nach der Ausbildung. Im Rahmen des neuen Hochschulvertrages werden die Werkstätten der Hochschule entsprechend den technologischen Herausforderungen weiter ausgebaut. Darüber hinaus werden die traditionellen Drucktechniken mit einer Gastprofessur gestärkt, die in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung in Kürze eingerichtet werden kann.

Ein aktuelles Problem ist die eklatante Raumnot: Für die zahlreichen neuen Aktivitäten der weißensee kunsthochschule berlin werden dringend adäquate Räumlichkeiten benötigt. Leonie Baumann hat sich zum Ziel gesetzt, in ihrer kommenden Amtszeit die Grundlagen für eine Erweiterung der Kunsthochschule zu schaffen, um dem Campus der Kunsthochschule als Kultur-, Kunst- und Wissenschaftsstandort weiter entwickeln zu können.


»Berlin Biennale: von mir aus« - Vermittlungsprojekt für Kinder und Jugendliche

Wie funktioniert eine Biennale? Was heißt kuratieren, was bedeutet vermitteln? Was wollen die Kurator_innen und fühlen sich Kinder und Jugendliche davon angesprochen? Wo und in welcher Weise können sie sich bei einem solchen Großevent engagieren? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, haben Absolvent_innen der Humboldt-Universität zu Berlin und der weißensee kunsthochschule berlin »The Hub« gegründet.

Im Netzwerk der Initiative »The Hub« arbeiten Kinder und Jugendliche verschiedener Schulen und Jugendeinrichtungen sowie einer Kita mit Künstler_innen und Studierenden zusammen. Im Austausch mit Protagonist_innen der 10. Berlin Biennale untersuchen die Teilnehmer_innen die Berlin Biennale in aufeinander aufbauenden künstlerischen Laboren in sechs Berliner Bezirken. Das Ziel ist die eigene künstlerische Produktion und Kuration, denn: 2019 bis 2020 soll eine Biennale mit und für Kinder und Jugendliche entwickelt, umgesetzt und strukturell berlinweit verankert werden.

»The Hub« bietet seinen Mitgliedern nach dem Studium durch den Aufbau nachhaltiger Kooperationen mit hochschulexternen Einrichtungen einen kunstnahen Erfahrungsraum zwischen Ausbildung und Praxis. Es ist offen für Studierende und Alumni, die sich im Feld der Kunst(ver-)mittlung und der Kulturellen Bildung engagieren wollen. Initiiert wurde das stadtweite Projekt „Berlin Biennale: von mir aus" von Prof. Mona Jas. Die Weiterentwicklung erfolgte gemeinsam mit Magdalena Beger und Alexia Manzano ebenfalls von der weißensee kunsthochschule berlin in Kooperation mit der Kulturagentin Maja-Lena Pastor. Das Projekt wird gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Kontakt unter: alexia.manzano@thehub-berlin.org, magdalena.beger@thehub-berlin.org, mona.jas@thehub-berlin.org


Abstraktionen und subjektive Wahrheiten

Einblicke in zeitgenössische Kunstproduktion – Open Art Academy der weißensee kunsthochschule berlin

In fünf neuen Wochenend-Workshops im August und September 2018 können sich Interessierte mit traditionellen und neuartigen künstlerisch-gestalterischen Techniken beschäftigen: Es geht um das Gestalten von Collagen und Mobiles, die künstlerische Aufzeichnung von Lichteffekten, das Zeichnen von Reportagen und das Erkennen abstrakter Formen, die uns im Alltag begegnen und Vorlagen für Grafiken oder Aquarelle sein können. Das offene Workshop-Angebot entspringt einer Kooperation mit boesner Berlin, dem Händler für professionelle Materialien für Kunstschaffende und wird nun schon im sechsten Jahr angeboten. Anmeldungen sind von jetzt an möglich.

Alle Workshops werden von qualifizierten Künstler_innen oder Designer_innen geleitet, die an der weißensee kunsthochschule berlin ihren Abschluss gemacht haben. Veranstaltungsort ist die KUNSTHALLE am Hamburger Platz. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Plätze begrenzt. Es wird eine Gebühr von 50 Euro pro zweitägigem Workshop erhoben, in der die Kosten für das bereitgestellte Material enthalten sind.

Anmeldung / Weitere Information: www.kh-berlin.de/projekt-uebersicht/Project/overview/open-art-academy-2018-2610.html

Die einzelnen Kurse:
18./19.08., 11-16 Uhr
Beautiful Chaos – Collage als Designkonzept
mit Tosca Wyss

25./26.08., 11-16 Uhr
Foto-Graphit – Grafische Aufzeichnung von Lichteffekten
mit Vanessa Hernández Farfán

01./02.09., 11-16 Uhr
Im kalten Wasser zeichnet es sich lebendiger –
subjektive Wahrheiten des Reportagezeichnens
mit Christin Huber

08./09.09., 11-16 Uhr
Mobile!
mit Christine Meier

15./16.09., 11-16 Uhr
Abstraktion im Alltag
mit Matthias Esch


Mart Stam Preis 2017 – weißensee kunsthochschule berlin

Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Die Arbeiten der acht Preisträger_innen des Mart Stam Preises 2017 werden jetzt im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ausgestellt. Der von der Mart Stam Gesellschaft und der mart stam stiftung für kunst + gestaltung jährlich verliehene Mart Stam Preis für Absolvent_innen der weißensee kunsthochschule berlin besteht aus der Finanzierung einer Ausstellung und eines Kataloges. Der Katalog, acht Hefte in einem Schuber wurde von Fritzi Jarmatz gestaltet. Schutzgebühr: 10 Euro

Mart Stam Preis 2017 – weißensee kunsthochschule berlin
Alina Rentsch, Essi Glomb, Jolanda Todt, Leon Laskowski, Luisa Kleemann, Maria Miottke, Max Bellinghausen, Rie Yamada

Vernissage: Freitag, den 25. Mai 2018 um 18 Uhr
Dauer: 26. Mai bis 2. Juni 2018
Finissage: Sonntag, 3. Juni 2018, 11–15 Uhr

Projektraum des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2 – 10997 Berlin

Den Lärm der Baustelle, das knallige Orange der Warnwesten, die aufdringlichen Rot-Weiß-Streifen der Absperrbänder; der Beginn von etwas Neuem: MARIA MIOTTKES Mode-Kollektion »Baustelle« spiegelt wider, was auf der Straße passiert.

Eher gedeckte Farben hingegen charakterisieren die Kleidungskollektion »Formation« von ALINA RENTSCH und LUISA KLEEMANN: Ein System von Einzelteilen, die wie bei einem Baukasten unendlich kombiniert werden können, individuell doch gleichzeitig universal.

LEON LASKOWSKI aus dem Produkt-Design entwickelte mit seiner Leuchte »ALL IN« die weltweit erste, an einem Stück 3D-gedruckte Schreibtischleuchte. Sie wird aus einem Material, an einem Ort und in einem Arbeitsgang, inklusive aller mechanischen Komponenten und eigens entwickelter Reibscharniere gefertigt.

MAXIMILIAN BELLINGHAUSEN stellte sich der Aufgabe ein Geschirr zu gestalten, das in seiner Form und Herstellungsart die Zubereitung des Essens einbezieht. In der Arbeit »Process & Plating« entwickelte er fünf Entwürfe von speziell geformten Tellern und Gefäßen für verschiedene Anwendungsbereiche wie Garen oder Frittieren.

ESSI-JOHANNA GLOMB aus dem Fachgebiet Textil- und Flächen-Design erfand für mehr Sinnlichkeit in der Fernbeziehung unter anderem die »Smell Memory Box« für die Bewahrung individueller menschlicher Gerüche.

JOLANDA TODT, Masterabsolventin Raumstrategien, widmete sich in »GE-SCHICHT_EN« ihrer mit der Weltgeschichte verwobenen Familiengeschichte. In einer schwergewichtigen Installation aus Betontafeln, auf denen Archivmaterialien und Auszüge aus einem Interview mit ihrem Großvater sowie Fotografien abgebildet sind, lädt sie ein Geschichte zu konstruieren oder zu de-konstruieren.

RIE YAMADA aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation realisierte in ihrer Fotografie-Arbeit »Familie werden« mit den Mitteln einer konsequenten Selbstinszenierung eine (Re-)Konstruktion von Intimität und Privatem.

Die preisgekrönten Arbeiten wurden betreut von:
Professorinnen Doreen Schulz und Clara Leskovar, Professor Patrick Rietz, Professorin Carola Zwick, Professorin Dr. Zane Berzina, Professorin Alice Creischer und Professor Andreas Siekmann, Professorin Barbara Schmidt und Professor Dr. Jörg Petruschat, Professor Stefan Koppelkamm.

Der Mart Stam Preis 2017 konnte mit Hilfe der Unterstützung von GASAG, BSR und ruksaldruck und in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien realisiert werden.

Weitere Informationen über die Pressestelle, Birgit Fleischmann, Mail: presse@kh-berlin.de, Tel: 030 47705-222.


mart stam stiftung für kunst + gestaltung – Neuer Vorsitzender gewählt

Dr. Jürgen Allerkamp ist neuer Kuratoriumsvorsitzender der mart stam stiftung für kunst + gestaltung. Das Kuratorium wählte den promovierten Juristen und Vorsitzenden des Vorstands der Investitionsbank Berlin bei seiner letzten Sitzung. Jürgen Allerkamp ist seit Mai 2017 auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

»Im Zuge meiner Tätigkeit für die IBB habe ich erfahren, dass auch die kreativsten Köpfe, die besten Konzepte und Ideen gerade am Anfang oft der Unterstützung und Förderung bedürfen um sich entwickeln zu können. Deshalb engagiere ich mich sehr gerne für die mart stam stiftung für kunst + gestaltung, die Studierenden der Kunsthochschule durch die Vergabe von Stipendien und Projektzuschüssen den Rücken frei hält, damit sie sich voll auf ihre kreative Arbeit konzentrieren können«, erklärt Dr. Jürgen Allerkamp anlässlich seiner Wahl.

Dr. Jürgen Allerkamp folgt Prof. Dr. Heik Afheldt nach, dem die Kunsthochschule die Gründung der mart stam stiftung für kunst + gestaltung verdankt, die er seitdem mit großem Engagement leitete. Er bleibt der Stiftung als Kuratoriumsmitglied erhalten.

Die mart stam stiftung für kunst + gestaltung wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, die weißensee kunsthochschule berlin, ihre Arbeit und ihre Studierenden zu fördern. So findet sie erfolgreich private Sponsor_innen für die Kofinanzierung seit Einführung des Deutschlandstipendiums/Mart Stam Stipendiums und schöpft die quotierten Förderungen für Studierende der Kunsthochschule voll aus. Weitere Kuratoriumsmitglieder der Stiftung sind: Claudia Frank, Werner Gegenbauer, Michael Helm, Charles Rijckenberg und die Rektorin der Kunsthochschule Leonie Baumann.


Innovationen der Kunsthochschule in Mailand

»DesignFarmBerlin« und Projekt »Aboveonethousand« bei der Möbelmesse

Beispielhafte Innovationen der »DesignFarmBerlin« sind seit heute bei der Mailänder Möbelmesse / »Salone Satellite« (17.-22. April 2018) zu sehen. Die Initiative der weißensee kunsthochschule berlin »DesignFarmBerlin« hilft Design-Absolvent_innen bei der Firmengründung.

Der »Salone Satellite« der weltweit wichtigsten Fachmesse ist für junge Designer_innen reserviert. Die jungen Firmengründer_innen in spe sollen dort internationale Aufmerksamkeit für ihre Entwicklungen bekommen. Im besten Fall finden sie kapitalstarke Unterstützer_innen. »DesignFarmBerlin« wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Betriebe gefördert.

Die Verarbeitung bei Temperaturen über 1000 °C ist ein gemeinsamer Nenner von keramischen Materialien und Glas. Unter der Überschrift „aboveonethousand“ zeigt die Kunsthochschule während der Internationalen Möbelmesse auf dem Gelände von Ventura Future experimentelle Projekte, die neue Perspektiven für diese Materialien eröffnen. Der Auftritt wird kofinanziert vom Creative-Europe-Programm der EU und der Gerhard Bürger Stiftung.
Projektbetreuung: Prof. Barbara Schmidt, Peter Kuchinke, Luise Dettbarn, Babette Wiezorek, Projektpartner: Ceramics and its Dimensions, Porzellanikon Selb, Glasmanufaktur Harzkristall, The Glass Factory, Boda, Schweden.

Adressen und weitere Informationen:
»Aboveonethousand«: Ventura Future, Milano aboveonethousand.com/work
DesignFarm@SaloneSatellite: Fiera Milano, Pavilion 13-15, Stand C12


»DesignFarmBerlin« – Neue Auswahlrunde unter Gründungsvorhaben. Einreichung bis zum 25. Mai 2018

Die Förderinitiative der weißensee kunsthochschule berlin »DesignFarmBerlin. Design in Tech Accelerator« hat eine neue Bewerbungsrunde ausgeschrieben. Angesprochen sind Design-Absolvent_innen mit guten Design-in-Tech-Ideen, mit denen sie auf den Markt gehen wollen. Da sie in der Regel kein Kapital besitzen, mit dem sie eine Firma gründen könnten, springt die DesignFarmBerlin ein. Sie unterstützt ausgewählte Absolvent_innen nicht nur finanziell sondern auch mit betriebswirtschaftlicher Beratung, Vernetzung mit potentiellen Geldgebern, etc. Bis zu einem Jahr werden die start ups begleitet, danach sollen sie auf eigenen Beinen stehen können.

In der letzten Bewerbungsrunde wurden von 17 Bewerbungen sieben ausgewählt, die nun die Förderung erhalten. Diese neuen Gründungsideen kommen aus den Bereichen Mobilität, Musik und Material-/Prozessentwicklung:

So entwickelt Yomi Ajani mit seinem Konzept »Ultrabar« ein Assistenzsystem, das Radfahrer_innen direkte Kommunikation mit Autofahrer_innen ermöglicht. Maria Braun will in ihrem Konzept »Univessels« mit einem universellem gestalterischen wie funktionalem Ansatz Geschirr für den Alltag entwickeln. Ihr induktionsfähiges Geschirr ist für den gesamten Koch- und Essvorgang gestaltet und kann sowohl auf dem Herd als auch auf dem Tisch stehen.

In der neuen Auswahlrunde öffnet sich die DesignFarmBerlin auch Absolvent_innen anderer Hochschulen: Alle Interessierten sind eingeladen, einen Steckbrief zu ihrem Vorhaben bis zum 25. Mai 2018 einzureichen.
Alle nötigen Informationen dazu: designfarmberlin.de

Die »DesignFarmBerlin« ist eine Initiative der weißensee kunsthochschule berlin, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Betriebe.

Kontakt:
Anastasia Zagorni, Tel: 030 47705-410, E-Mail: info@designfarmberlin.de
Website: www.designfarmberlin.de


Materialkreisläufe und nachhaltige Designstrategien

Symposium an der weißensee kunsthochschule berlin

»greenlab«, das Labor für nachhaltige Design-Strategien der weißensee kunsthochschule berlin, lädt mit Beginn des Sommersemesters zu einem Symposium ein, das Materialkreisläufe »MATERIAL CYCLES« behandeln wird.

Nachhaltige Produktion und Rezeption sind zunehmend Themen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Wie ökologisches Design und Materialkreisläufe im Alltag dazu beitragen können, ein Umdenken zu befördern, wird in 18 geplanten Kurz-Vorträgen internationaler Designer_innen, Technolog_innen, Forscher_innen und Praktiker_innen dargestellt. Sie alle konzentrieren sich in ihren jeweiligen Fachgebieten auf innovative Konzepte, praktische Entwicklungen und das soziale und wirtschaftliche Potenzial einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Produktion.

Das »greenlab« der Kunsthochschule wird mit diesem eintägigen Symposium den Auftakt für ein Semester intensiven Forschens und Arbeitens zum Thema Nachhaltigkeit bilden. Aufbauend auf den Ergebnissen des Symposiums MATERIAL CYCLES bietet das Lehrenden-Team des greenlab in den Gestaltungsfachgebieten der Kunsthochschule interdisziplinäre Studienprojekte für alle Studierenden an.

Symposium Green Design 7.0 - MATERIAL CYCLES
Freitag, 13. April 2018, 10.00 bis 18.30 Uhr
Aula, weißensee kunsthochschule berlin
Bühringstraße 20,13086 Berlin
Das Symposium ist öffentlich, die Teilnahme ist unentgeltlich. Die Vortragssprache ist Englisch.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
greenlab.kunsthochschule-berlin.de/index.php/item/50-greenlab-2018-symposium-material-cycles-kunsthochschule-berlin-weissensee

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an unter:
www.eventbrite.com/e/green-design-70-symposium-material-cycles-tickets-43848717695


Nader Ahriman neu an der Kunsthochschule

Vom 1. April 2018 an lehrt Nader Ahriman als neuer Professor für Malerei an der weißensee kunsthochschule berlin. Der in Shiraz / Iran geborene Künstler tritt damit die Nachfolge von Werner Liebmann an, der im Oktober 2017 in den Ruhestand ging. Nach einem zweijährigen Studium an der Kunsthochschule Teheran studierte Nader Ahriman zunächst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart später an der Universität der Künste Berlin. Ein Arbeitsstipendium (P.S.1) des Berliner Senats führte ihn nach New York, im Anschluss daran machte er den Meisterschülerabschluss an der UdK Berlin (1995). Seitdem ist er in Berlin freiberuflich tätig und hat gleichzeitig eine internationale Ausstellungsbiografie vorzuweisen. 2005 und 2006 übernahm er Gastprofessuren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Auswahl von Werken im Netz:
www.gerhardsengerner.com
www.galerie-krinzinger.at/exhibition/nader_ahriman_die_hegelmaschine_trifft_die_weltseele/works


Neuer Kanzler für die Kunsthochschule – Hinnerk Gölnitz einstimmig gewählt

Der Erweiterte Akademische Senat der weißensee kunsthochschule berlin hat den Juristen Hinnerk Gölnitz einstimmig zum neuen Kanzler in die Hochschulleitung gewählt. Der zur Zeit bei der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen tätige Gölnitz wird die Stelle zum 1. September 2018 antreten und zum 1. Januar 2019 die langjährige Kanzlerin der Kunsthochschule, Silvia Durin, ablösen. Vier Monate wird die Position doppelt besetzt sein.

Hinnerk Gölnitz wurde 1977 im Ruhrgebiet geboren. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum und an der University of Cape Town, Südafrika. Von 2007 bis 2010 war er geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle für Verwaltungsmodernisierung und Vergaberecht am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht an der Bochumer Universität.

Ersten Kontakt mit der Kunsthochschule hatte er 2011 bis 2012, als er für die Umsetzung der Novelle des Berliner Hochschulgesetzes für die drei Berliner Kunsthochschulen »Ernst Busch«, »Hanns Eisler« und »weißensee« verantwortlich war.

Über seine neue Aufgabe sagt er: »Die künstlerischen und gestalterischen Aktivitäten an der weißensee kunsthochschule berlin haben mich in ihrer Vielfältigkeit, ihrem grenzüberschreitende Denken und mit ihrem Ziel, Position zu beziehen bezüglich gesellschaftlich relevanter Fragestellungen schon lange fasziniert. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen, Studierenden und den Lehrenden die Zukunft der Kunsthochschule gestalten zu können, stellt für mich eine aufregende Herausforderung dar, auf die ich mich sehr freue.«

Weitere Informationen über die Pressestelle, Birgit Fleischmann, Mail:
presse@kh-berlin.de, Tel. 030 – 477 05 222.
berlin.de, Tel. 030 – 477 05 222.

Lucid Dreaming - Virtual Reality Ausstellung Produkt-Design

Die Übertragbarkeit von realem Erfahrungsraum in die virtuelle Welt hat mit einer Alternative, die Studenten des Produkt-Designs an der weißensee kunsthochschule berlin entwickelten, eine neue Dimension erreicht. Zunächst für die Kölner Möbelmesse bauten Robin Hoske, Felix Rasehorn und Leon Laskowski eine Virtual-Reality-Ausstellung, um die von ihnen entworfenen Produkte zu präsentieren. Damit erweitern sie die herkömmlichen Präsentationsmittel wie Fotografie, Animation und Modell um die interaktive Inszenierung von Objekten in einer dreidimensionalen, virtuellen Welt. Unter anderem führt Leon Laskowski seine mehrfach ausgezeichnete 3-D-gedruckte Schreibtischleuchte vor, für die er auch den Mart Stam Preis 2017 erhalten hat.

In ihrer Ausstellung „Lucid Dreaming“, die jetzt in Berlin gezeigt wird, bauten sie einen 80x80 Meter großen Raum, in dem man sich mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille (HTC-Vive) und zwei Controllern durch die Ausstellung bewegen kann. Das heißt, die Besucher_innen können sich im Raum bewegen und eine umfassende, raumgreifende Inszenierung imaginieren. Alles wird in Echtzeit berechnet. Es ist möglich, „live“ Einfluss auf die Objekte, den Raum und das Licht der Ausstellung zu nehmen. Mithilfe dieser Entwicklung ergibt sich außerdem die vielfältig variierbare Perspektive, auch Prozesse oder Produktionsverfahren zu visualisieren.

Zeit/Ort:
Ausstellung „Lucid Dreaming“
Samstag, den 24.02.18, 16 bis 20 Uhr
Sonntag, den 25.02. 18, 14-18 Uhr
Reichenbergerstraße 155, 10999 Berlin

Link: www.lucidxdreaming.com
FB: www.facebook.com/events/1947561252228038/

Kontakt über: Leon Laskowski, E-Mail: mail@leonlaskowski.com; Tel: 0176 576 14 679



»Side effects« – Kunsthochschule zu Gast in Leverkusen

Die weißensee kunsthochschule berlin ist im Rahmen der Reihe »Kunsthochschulen zu Gast« nach Leverkusen eingeladen. Die Kuratorin Andrea Peters, die die Ausstellung im Erholungshaus, dem Kulturhaus der Bayer AG initiierte, will mit diesen Gastspielen Einblicke in das zeitgenössische Arbeiten junger angehender Künstler_innen geben.

Die ortsbezogenen teils multimedialen Werke der Weißenseer Malerei-Studierenden setzen sich mit dem Unternehmen, dem historischen und räumlichen Kontext des Hauses, seiner Räumlichkeiten und der Stadt Leverkusen auseinander. Björn Streeck zum Beispiel bezieht sich in seiner Papiercollage »Ich alle« auf die Wohnkolonie, die die Bayer AG 1908 für ihre Mitarbeiter_innen bauen ließ. Sie ist im Stil einer Gartenstadt gehalten, ihre Anlage von dem Gedankengut der damaligen »Lebensreform-Bewegung« beeinflusst. Abie Franklin konzentriert sich in seiner Installation auf die asymbiotische Verbindungen zwischen Mensch und Natur. Er verwendet recyceltes Material wie Plexiglas, Pappe, Kunstrasen unter dem Motto »Prävention statt Erholung«. Dagmara Wachulska wird Geschichten aus dem Alltag von Leverkusenern, die sie zuvor in Interviews eingesammelt haben wird, als assoziative Wandmalereien im Eingangsbereich des Erholungshauses präsentieren.

Das Ausstellungsprojekt ist Teil der »stARTacademy« und wird finanziert von Bayer/Kultur, Leverkusen. Es wurde betreut von Professorin Friederike Feldmann, Alexander Wagner und Renaud Regnery. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Side effects
Vernissage: Sonntag, 18. Februar 2018, 11 Uhr
Eintritt frei / Erholungshaus, Nobelstraße 37, 51373 Leverkusen
Dauer: 18. Februar bis 17. Juni 2018
Öffnungszeiten: Sa., So., feiertags 11–17 Uhr

Teilnehmer_innen: Johannes Bosisio, Abie Franklin, Paris Giachoustidis, Katrine Hoffmeyer, Tougård, Elias Klein, Soline Krug, Hans Jürgen Meier Kämmerer, David Moser, Lea Mugnaini, Lorenz Pasch, Sebastian Pöge, Maria Evridiki Poulopoulou, Nooshin Ravanshadi, Flavia Stagi, Björn Streeck, Marta Vovk, Dagmara Wachulska, Jochen Ruben Wiese, Yanchuan Yang

Link: www.kultur.bayer.de/de/weissensee-kunsthochschule-berlin.aspx


»Shaping the Future« Ausstellung im Rahmen des EU-Projekts »Ceramics and its Dimensions« im Bröhan-Museum Berlin

Keramik ist im Leben der Europäer allgegenwärtig: vom alltäglichen Trinkgefäß bis zur Hochleistungskeramik. Welche Bedeutung hat das traditionelle Material heute? Wie stehen industrielle und handwerkliche Produktion zueinander, wo liegt das Potential digitaler Techniken und unter welchen Perspektiven wird das Material in Zukunft eine Rolle in der gestalterischen Ausbildung spielen? Mit diesen Fragen befasst sich die Ausstellung »Ceramics and its Dimensions. Shaping the Future« im Bröhan-Museum Berlin.

Das vom EU-Programm Creative Europe von 2014 bis 2018 kofinanzierte Projekt »Ceramics and its Dimensions« vereint 25 Partnerinstitutionen aus elf europäischen Ländern: Museen, Hochschulen, Forschungsinstitute und Produzenten. Im Projektmodul »Shaping the Future«, in dem Vorschläge für die Zukunft der Keramik entwickelt werden, kooperieren die Aalto University, Helsinki, die weißensee kunsthochschule berlin (Professorin Barbara Schmidt), die University of Ulster, Belfast und die Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen.

Die Wanderausstellung umfasst Arbeiten von Studierenden und Lehrenden der vier beteiligten Hochschulen und eingeladener Künstler_innen und Designer_innen und aus dem kick-off-Workshop bei der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH. Ergänzend werden im Bröhan-Museum aktuelle Projekte der weißensee kunsthochschule berlin gezeigt, die im Kontext des EU-Projekts entstanden sind.

Die Ausstellungsarchitektur wurde von Kolja Vennewald im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit an der weißensee kunsthochschule berlin entwickelt. Ein fünfköpfiges Team von Studierenden der Visuellen Kommunikation, geleitet von Antonia Brell, betreut von Prof. Steffen Schuhmann, gestaltete ein Buch zur Ausstellung, das unter anderem Texte von Prof. Jörg Petruschat und Prof. Barbara Schmidt (beide weißensee kunsthochschule berlin) enthält.

Ausstellungsorte: Helsinki, Selb, Belfast, Stoke-on-Trent, Berlin, Ljubljana, Prag
Ceramics and its Dimensions. Shaping the Future
Bröhan-Museum, Schlossstraße 1a, 14059 Berlin
30. Januar bis 22. April 2018, Eröffnung: So, 28.1.2018, 12 Uhr
Weitere Informationen:
www.broehan-museum.de/aktuelles/ceramics-and-its-dimensions-shaping-the-future/
Link zum Buch: shop.aalto.fi/p/936-ceramics-and-its-dimensions/