Pressemitteilungen

»EXIST-Potentiale« für Kunsthochschule – Stärkung des Gründungspotentials

Die Absolvent_innenförderung der weißensee kunsthochschule berlin kann – mit der Unterstützung aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) – weiter ausgebaut werden: Mit ihrem Antrag auf Förderung ihrer Gründungskultur im Programm »EXIST – Potentiale« hat die Kunsthochschule einen Erfolg erzielt. Sie ist eine von bundesweit 142 Hochschulen, die eine vierjährige Förderung bekommen wird. In Berlin sind vier weitere staatliche Hochschulen erfolgreich.

Grundlage für den positiven Bescheid sind die Aktivitäten der 2016 gegründeten »DesignFarmBerlin« sowie des seeup - Zentrums für Absolvent_innen der weißensee kunsthochschule berlin. An der Kunsthochschule besteht ein enormes Gründungs- und Innovationspotenzial für wissensbasierte Gründungen und künstlerisch-kreative Innovationen. Mit einem integrierten Gesamtkonzept kann die Qualität der Gründungsunterstützung weiter gesteigert werden. Das Konzept wird wesentlich dazu beitragen, dass sich Alumni langfristig erfolgreich im Kreativsektor behaupten  und  Innovationen »made in Weißensee« ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung entfalten können. Langfristig sollen Potentiale für wissensbasierte Ausgründungen aus der Hochschule die gesellschaftliche Beachtung erhalten, die sie vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit verdient haben.

Insgesamt waren 220 Anträge von Hochschulen und Universitäten aus allen Bundesländern für eine Förderung ihrer Projekte im Rahmen des Programms »EXIST – Potentiale« durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht worden.

Link: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2019/20191203-altmaier-start-ups-sind-motor-des-strukturellen-wandels.html


Kunst und Design studieren in Berlin-Weißensee

Anmeldungen zur Eignungsprüfungen bis zum 10. Dezember 2019

An der weißensee kunsthochschule berlin sind einmal im Jahr Bewerbungen für die künstlerischen Eignungsprüfungen der Design- und Kunststudiengänge möglich. Das vierjährige BA-Design-Studium wird in den Studiengängen Mode, Textil- und Fläche, Produkt und Visuelle Kommunikation angeboten, darauf aufbauend kann ein Masterstudium angeschlossen werden. Der fünfjährige Studiengang Freie Kunst weist die Studienrichtungen Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild sowie Malerei jeweils mit Diplomabschluss auf.

Das Profil der Kunsthochschule zeichnet sich im besonderen durch das Künstlerisch-gestalterische Grundlagenstudium im ersten Jahr für alle Studierenden und die studienbegleitende theoretische Lehre vom Grundlagenstudium bis zur Abschlussarbeit aus; gut ausgestattete Werkstätten stehen allen Studierenden für die praktische Umsetzung der künstlerisch/gestalterischen Arbeiten offen.

Anmeldungen zur Eignungsprüfungen sind noch bis zum Dienstag, den 10. Dezember 2019 möglich für einen Studienbeginn im Herbst 2020.
Anmeldung / Informationen: kh-berlin.de/studium/allgemeine-studienberatung/studienbewerbung/ba-design-und-freie-kunst.html


Mart Stam Preis 2019 – Abschlussarbeiten prämiert

Der Mart Stam Preis wurde auch in diesem Jahr an herausragende Abschlussarbeiten verliehen, die im Mai nächsten Jahres im Projektraum Kunstraum/Bethanien präsentiert werden.

Die Preisträger_innen 2019 sind:

Anne Bellinger / Mode Design und Joy Weinberger / Textil- und Flächen- Design
Die Designerinnen stellen als Label »ANNJOY« ihre Bachelor-Kollektion »Fisherman's Fiend« vor. Die Assoziationswelt des Angelns und Fischens inspirierte sie zu einem vielfältigen Spiel mit Materialien und Formen.
Betreuerinnen: Professorinnen Clara Leskovar und Doreen Schulz

Paula Carralero Bierzynska / Malerei
In großformatigen Bildern hinter Acrylglas realisiert die Malerin fremdartige Landschaften und Räume, in denen vereinzelt menschliche Figuren zu erkennen sind. Der Titel »Triptychon der Retusche« verweist auf den komplexen Produktionsprozess ihrer großformatigen Arbeiten.
Betreuer: Professor Nader Ahriman

Nozomi Horibe / Visuelle Kommunikation
Die Grafik-Designerin wurde ausgezeichnet für ihre Masterarbeit »The Trip«. Diese Graphic Novel widerspiegelt zeichnerisch ihre Erfahrungen, die sie als Japanerin auf einer einmonatigen Fahrradtour durch Brandenburg gesammelt hat.
Betreuer: Professor Steffen Schuhmann / Oliver Thie

Wenjing Hu / Mode-Design
Die Masterarbeit »Pristine Retreat« zeichnet sich durch die Auswahl feinster Stoffe und perfekter Verarbeitung aus. Der Aspekt des Wohlfühlens in der eigenen Kleidung stand für die Designerin im Zentrum ihrer Überlegungen.
Betreuung: Professor Patrick Rietz

Jaqmar Venthel (d.i. Maria Jacquin) / Bildhauerei
Die Abschlussarbeit »Standard Ideal« inszeniert einen Raum im Wechsel zwischen absoluter Perfektion von industriell hergestellten Sanitärobjekten und der Zerbrechlichkeit von handwerklich künstlerischen Unikaten. Garniert mit zahlreichen Zitaten aus der historischen Kunstproduktion.
Betreuerin: Professorin Else Gabriel

Anton Papenfuss / Produkt-Design
In seiner Abschlussarbeit begibt sich der Designer in die Welt der Mikroarchitekturen und kreiert mit seiner »Add-Home«-Idee ein in sich schlüssiges, modulares und extrem variables Behausungssystem in Holzleichtbauweise. In sich ökologisch und nachhaltig durchdacht, ist es vielfältig einsetzbar.
Betreuung: Professorin Barbara Schmidt, Professor Dr. Jörg Petruschat

Theresa Reiwer / Bühnen- und Kostümbild
In einem Berliner Altbau, dessen Mieter_innen gegen eine anstehende Modernisierung kämpfen, lädt Theresa Reiwer in ihr fiktives Modell-Muster-Appartment ein, in dem die zukünftigen Investoren ihre Vorstellung von der Optimierung von privatem Wohnraum inszenieren.
Betreuer: Professor Peter Schubert

Die Freundeskreise der weißensee kunsthochschule berlin, die Mart Stam Gesellschaft und die mart stam stiftung für kunst + gestaltung, konnten den Mart Stam Preis 2019 dank der finanziellen Unterstützung der Berliner Stadtreinigung/BSR, der GASAG und der Firma Ruksaldruck verleihen.

Mitglieder der Jury waren:
Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin und Kuratoriumsvorsitzender der mart stam stiftung für kunst + gestaltung
Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien, Kurator der Ausstellung 2020
Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin
Pierre Granoux, Künstler und Kurator, LAGE EGAL
Prof. Jean-Baptiste Joly, ehemaliger Direktor der Akademie Schloss Solitude
Prof. Stefan Koppelkamm, Vorsitzender der Mart Stam Gesellschaft
Barbara Lenartz, Bühnenbildnerin / Künstlerin, Mart Stam Preisträgerin 2015
Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums Berlin a.D.
Weitere Informationen zu den Preisträger_innen und ihren Arbeiten: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/mart-stam-preis-2019-gewinner-innen-2992.html


»mart stam – architekt und designer: radikal, emphatisch, idealistisch«

Symposium in der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Mart Stam (1899-1986) war nicht nur ein bedeutender niederländischer Designer und Architekt, sondern auch einer der ersten Direktoren der weißensee kunsthochschule berlin von 1950 bis 1952. Als solcher hat er die Ausbildungsstruktur der Kunsthochschule nach den Ideen der Bauhauslehre maßgeblich geprägt. Nach ihm sind daher auch die beiden Freundeskreise der Hochschule, die Mart Stam Gesellschaft und die mart stam stiftung für kunst + gestaltung benannt. Gesellschaft und Stiftung veranstalten nun in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin und der Botschaft des Königreichs der Niederlande ein Symposium zur Würdigung Mart Stams.

Über die frühen Jahre von Mart Stam wird Dr. Werner Möller von der Stiftung Bauhaus Dessau referieren. Joris Molenaar, Architekt und Bauhistoriker wird über die Van-Nelle-Fabrik in Rotterdam sprechen, an deren Planung Mart Stam beteiligt war und der Kulturwissenschaftler und Berliner Senator a.D. Dr. Thomas Flierl beschreibt die Bauprojekte Mart Stams in den 30-er Jahren in der Sowjetunion. Außerdem werden Anna Abraham und Jan Frederik Groot von der Royal Academy of Arts in Den Haag ihren Film zur Van-Nelle-Fabrik zeigen. Moderation: Lucas Verweij, Organisation: Dr. Angela Schönberger.

Termin: 25. November 2019, 18 Uhr. Einlass von 17.30 Uhr an. Eintritt frei.
Ort: Botschaft des Königreichs der Niederlande Berlin, Klosterstraße 50, 10179 Berlin.
Die Teilnahme ist nur möglich mit vorheriger Anmeldung bis 22. November 2019 unter E-Mail: bln-pcz@minbuza.nl. Die Einladung ist nicht übertragbar. Aus Sicherheitsgründen wird der Einlass nur gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises gewährt.


DesignFarmBerlin lädt zum Pressegespräch ein

Das seit 2016 bestehende Gründungsprogramm DesignFarmBerlin der weißensee kunsthochschule berlin geht in die dritte Förderrunde des »Berliner Startup-Stipendiums«. Die DesignFarm ist damit im Rennen mit zwölf weiteren Organisationen, die das Wachstum der Berliner Start-up-Szene antreiben. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Gründungen mit einem Design-in-Tech-Vorhaben zu ermöglichen und freut sich, dass dieser Ansatz so positiv aufgenommen wurde.

Aus diesem Anlass lädt die weißensee kunsthochschule berlin zu einem Pressegespräch ein, bei dem die besondere Strategie und die Aktivitäten der DesignFarmBerlin sowie beispielhafte Gründungen vorgestellt werden.

Termin: Do, 28.11.2019, 16 Uhr
Ort: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin, Raum A1.08
Wir bitten um Anmeldung bei Birgit Fleischmann, Tel. 47705-222; presse@kh-berlin.de

Gesprächspartner_innen aus der Kunsthochschule:
Prof. Carola Zwick, Fachgebiet Produkt-Design, Initiatorin der DesignFarm Berlin, Mentorin
Prof. Dr. Olaf Bach, Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften, Mentor
Anastasia Zagorni, Koordinatorin DesignFarmBerlin

Im Anschluss an das Pressegespräch findet die Conference Design Impact (in englischer Sprache) statt. Geförderte Gründer_innen der Kunsthochschule präsentieren in der Aula ihre Unternehmen:

Anouk Hoffmeister »The Good Tools«
Juan Opitz-Silva, Facundo Gutierrez und José Andrés Villatoro »Motoskins«
Youyang Song »Youyang Song Material Innovation«
Paulina Grebenstein »urban:eden«

Link zur DesignFarm: designfarmberlin.com/de


Interdisziplinäre Vorlesungsreihe im Rahmen des Exzellenzclusters »Matters of Activity«

Unter dem Titel »MoA Talks« läuft aktuell an der weißensee kunsthochschule berlin die interdisziplinäre Vorlesungsreihe des Exzellenzclusters »Matters of Activity. Image Space Material« (MoA). Mit ihr werden wissenschaftliche Positionen aus dem Cluster vorgestellt.

Erster eingeladener Redner im Wintersemester 2019/2020 ist
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Fratzl. Er leitet die Abteilung Biomaterialien am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Peter Fratzl wird am
Dienstag, den 29. Oktober 2019 um 17 Uhr über das Thema »Stützen und Bewegen. Einige Bauprinzipien von Skelettsystemen« sprechen.

Darauf folgender Gast ist Prof. Dr. John Nyakatura, Professor für Morphologie und Formengeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin. Er wird am
Dienstag, den 19. November 2019 um 17 Uhr  zum Thema funktionale Morphologie und evolutionäre Biologie vortragen.

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Vorträgen im Hörsaal C105 eingeladen.
Eintritt frei.

Die weißensee kunsthochschule berlin wirkt als Kunsthochschule federführend am Exzellenzcluster »Matters of Activity« mit, der an der Humboldt-Universität angesiedelt ist. Der Cluster hat das Ziel, Grundlagen für eine neue Kultur des Materialen zu schaffen. Dabei verschränken sich Biologie und Technik, Geist und Material, Natur und Kultur in neuartiger Weise. Zentrales Anliegen sind die interdisziplinäre Erforschung und Entwicklung von nachhaltigen Praktiken und Strukturen in Bereichen wie Textilien, materiale und digitale Filter, chirurgische Schneidetechniken, Architektur und Soft-Robotik. Der Cluster setzt auf eine neue Rolle von Gestaltung, die sich vor dem Hintergrund einer wachsenden Vielfalt und der stetigen Weiterentwicklung von Materialien und Visualisierungsformen in allen Disziplinen abzeichnet.

In diesem Rahmen fanden im Sommersemester 2019 bereits Vorträge von Prof. Dr. Regine Hengge (Mikrobiologie, Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Michael Friedman (Philosophie & Mathematik, Exzellenzcluster „Matters of Activity“) statt.
Die Reihe wird fortgesetzt.


seefashion19 - weißensee kunsthochschule berlin

Im Rahmen der Modenschau seefashion19 inszenieren die Absolvent_innen des Fachgebiets Mode-Design der weißensee kunsthochschule berlin am Sonnabend, dem 19. Oktober 2019 im Reef Berlin, Vienna House Andel’s Berlin, ihre Abschlusskollektionen. In ihren Arbeiten hinterfragen sie aus unterschiedlichen Perspektiven das kreative aber auch das destruktive Potenzial der Mode in der heutigen Gesellschaft. Soziale Codierungen, Geschlechterstereotype, reale und imaginäre Räume erfahren dabei eine intime, persönliche Behandlung. Die Absolvent_innen bedienen sich dabei der Techniken des Sammelns und Collagierens sowie der Gesten des Markierens und Signierens.

DATUM
Sonnabend, 19. Oktober 2019
Einlass 19.00 Uhr; Showbeginn 20.00 Uhr
 
ADRESSE
Reef Berlin, Im Vienna House Andel’s Berlin
Landsberger Allee 106, 10369 Berlin

KARTENVORVERKAUF
Karten für die Show können hier bestellt werden:
seefashion19.cortex-tickets.de
Sitzplatz: 20 Euro
Stehplatz: 12 Euro

Presseakkreditierungen / Fotos bitte direkt bei Irina Sowitzki (Fachgebiet Mode-Design) anfordern. Mail: rini.sowi@kh-berlin.de


warum das bauhaus schwer auszuhalten ist - Symposium und Ausstellung für Selman Selmanagic – Zum Bauhaus-Jubiläum

Zum Ende der vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums wird die weißensee kunsthochschule berlin in einem Symposium gegenwartsbezogen über die Ideen und das Wirken des Bauhauses nachdenken und diskutieren. Im Symposium soll nach den Möglichkeiten der Künste sowie der Gestaltung in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse entlang von Konzepten, die am Bauhauses entwickelt wurden, gefragt werden. Auch soll die Rolle von Kunsthochschulen in diesem Zusammenhang überprüft und die Auswirkung der Bauhausideen auf die Lehre an der weißensee kunsthochschule berlin skizziert werden. Die Hochschule, die 1946 gegründet wurde, ist in ihren Lehrkonzepten und -grundlagen stark von ehemaligen Lehrenden und Studierenden des Bauhauses geprägt worden.

Der Anlass zum zweitägigen Symposium ist die Enthüllung einer »Berliner Gedenktafel« zu Ehren des Bauhäuslers und Architekten Selman Selmanagic, der von 1950 bis 1970 als Architekturprofessor an der weißensee kunsthochschule berlin gelehrt und den Erweiterungskomplex erbaut hat. Dieses Bauensemble steht als bedeutendes Denkmal der Nachkriegsmoderne unter Schutz und ist, nach dem Abriss des von ihm konzipierten Stadions der Weltjugend in Berlin das letzte in Deutschland erhaltene Gebäude von Selmanagic.

Begleitend zum Symposium wird die Ausstellung »bauhaus diplom nr. 100 –
fotografien und dokumente zu selman selmanagic« eröffnet, die dem Publikum die Person des in der Öffentlichkeit weniger bekannten Bauhausarchitekten nahe bringt.

Termine:
Symposium „warum das bauhaus schwer auszuhalten ist“
Di., 22.10.19: 17:00 bis 21:00 Uhr
Mi., 23.10.19: 10:00 bis 14:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „bauhaus diplom nr. 100 – fotografien und dokumente zu selman selmanagi?"
Mi., 23.10.19, 14:30 Uhr
Führungen: Fr., 1. November; Fr., 22. November 2019, Fr., 13. Dezember 2019, jeweils 16 Uhr.

Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ für Selman Selmanagic im Beisein des Berliner Senators für Kultur und Europa, Klaus Lederer.
Mi., 23.10.19, 15:30 Uhr

Ort:
weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin-Weißensee

Weitere Informationen / Referent_innen / Anmeldeformalitäten siehe:
kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/selmanagic-symposium-2930.html

Die Veranstaltungen werden ermöglicht durch die Unterstützung von Visit Berlin, Bauhaus Imaginista / Bauhaus Dessau e.v. und Architektenkammer Berlin.

Die weißensee kunsthochschule berlin hat im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums auch an der Ausstellung »alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr« in Eisenhüttenstadt mitgewirkt sowie die Ausstellung »Tracking Talents« zu Bauhaus und Mode-Design veranstaltet, die inzwischen in Apolda zu sehen ist.


Ehemaliger Rektor Rainer W. Ernst gestorben

Die weißensee kunsthochschule berlin trauert um ihren ehemaligen Rektor und Professor für Architektur (1993-2008) Rainer W. Ernst, der am Sonntag, den 8. September 2019 in Berlin gestorben ist.

Rainer W. Ernst, geboren am 2. April 1943 in Berlin, wurde 1993 an die weißensee kunsthochschule berlin berufen. Zuvor lehrte er an verschiedenen Hochschulen, unter anderem an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, wo er 1982 bis 1985 auch 1. Vizepräsident war.

Von 1994 bis 1996 war Ernst in Weißensee Prorektor, 1996 bis 2004 Rektor. Er setzte sich nachdrücklich für die Belange der Kunsthochschule ein, unter anderem wurden maßgebliche Sanierungen und bauliche Erweiterungen unter seiner Ägide realisiert.

In seine Amtszeit fielen existenzielle Auseinandersetzungen mit dem Berliner Senat um die Erhaltung der Hochschule in Weißensee, als das Land Berlin die Etats der Berliner Hochschulen kürzte. Eine der Folgen war die Gründung des postgradualen Studiengangs Raumstrategien, nachdem der Studiengang Architektur eingestellt werden musste, da er nicht mehr finanziert wurde.

Ernst war bekannt und beliebt für seine unkomplizierte, joviale Art, seine unvoreingenommene Gesprächsbereitschaft sowie seinen Ideenreichtum. Der Weißenseer Kunsthochschule blieb er unter anderem als Mitglied der Mart Stam Gesellschaft, dem Förderverein der Kunsthochschule, eng verbunden. „Wir verlieren einen geschätzten und beliebten ehemaligen Kollegen, der für immer mit der Geschichte der Kunsthochschule verbunden bleiben wird“, betonte Rektorin Leonie Baumann.

Weiteres zur Biographie: www.rainerwernst.de


Führungen zum Tag des offenen Denkmals in der Kunsthochschule

Das im Kern aus den 50-er Jahren stammende Gebäude-Ensemble der weißensee kunsthochschule berlin ist der letzte in Deutschland erhaltene Gebäudekomplex des Bauhaus-Architekten Selman Selmanagi?. Als typisches Beispiel der Nachkriegsmoderne steht es unter Denkmalschutz. Neben der Architektur ist vor allem die nahezu im Originalzustand erhaltene Aula der Kunsthochschule mit ihrer exquisiten Holzvertäfelung ein einzigartiges Kleinod der Architekturgeschichte. Sie wurde im Jahr 2011 von der Wüstenrot Stiftung restauriert und saniert. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2019, lädt die Kunsthochschule Interessierte zum Besuch ein.

Zeiten:
Sonntag, 8. September 2019, 14 Uhr und 15.30 Uhr:
Führungen durch die denkmalgeschützten Räume der weißensee kunsthochschule berlin.
Martin Jennrich, Architekturbüro baukanzlei.
Eine Anmeldungen ist nicht nötig.

Adresse: weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin.


»Perfekte Zustände« – Abschlussausstellung Bildhauerei und Malerei

X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin,
(U Görlitzer Bahnhof)
13. – 19. Juli, 12 – 19 Uhr
Eröffnung 12. Juli 2019, 19 – 22 Uhr

Perfekte Zustände: ironische Überbestätigung oder pure Realität?

Die weißensee kunsthochschule berlin präsentiert zum Ende des Sommersemesters 50 neue Abschlussarbeiten aus der Bildhauerei und Malerei. Zu sehen sind aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen der Gegenwartskunst:

Die vielschichtigen Werke nutzen Bild, Text, Sound und digitale Daten als Experimentierfeld, um Mediengrenzen und Wirklichkeitsebenen aufzuheben und handwerkliche Materialien und Techniken auf die Probe zu stellen. Den Zeitgeist ebenso wie grundsätzliche künstlerische Herausforderungen aufgreifend, sprechen die Arbeiten die Sinne und den Körper an, reflektieren Wechselwirkungen von technologischer Entwicklung und Kunstproduktion, nehmen bildhafte Elemente des Alltags unter die Lupe und befragen kollektive Mechanismen, Systeme und Organisationen. So dehnen sie sich selber auf den Bereich des Gesellschaftlichen aus und formulieren spielerisch neue Umgangsformen im Spannungsfeld von Individualität und Gemeinschaft.

Auf 5 Stockwerken sind 50 autonome künstlerische Positionen zu sehen, die ungewöhnliche Sichtweisen auf reale Bedingungen unserer Welt, den Umgang mit Biografie und Geschichte, unser Zusammenleben und die Schnittstellen des Analogen und Digitalen eröffnen – perfekte Zustände!


Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Publikumsprogramm begleitet:

Freitag, 12. Juli
19 Uhr Performance von Dominik Fraßmann (auch täglich außer Mo&Do ab 12 Uhr)
20 Uhr Performance von Sunniva Innstrand

Samstag, 13. Juli
19 Uhr Konzert mit Thomas Leo Chapmann PPPP Orchestra

Sonntag, 14. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Léllé Demertzi

Montag, 15. Juli
Silent Visiting Day

Dienstag, 16.Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Paula Carralero Bierzynska
19 Uhr Ausstellungstour mit Federica Bueti

Mittwoch, 17. Juli
17 Uhr Meditationsworkshop von Pranayama
18 Uhr Vortrag von Coven Collective
19 Uhr Lesung von Irene Fernández Arcas

Donnerstag, 18. Juli
18 Uhr Szenische Lesung von Oliver Arendt
19 Uhr Performance von Maxine Puorro (ORT: Admiralsbrücke)

Freitag, 19. Juli
14 Uhr Szenische Lesung von Madita Dahmen
17 Uhr Kollektive Lesung mit Maxine Puorro
18 Uhr Workshop mit Sunniva Innstrand
19 Uhr Eatable Aktion – Kollektive Essen mit Aiko Shimotsuma
Täglich 13.–14. & 16.–19. Juli
ab 15 Uhr Soundpiece-Performance von Julia Dorothea von Schottky

Weitere Infos online auf Social Media (@perfektezustaende)
sowie auf www.perfektezustaen.de


Kunsthochschule lädt ein zu Tagen der offenen Tür

Wer sich für zukunftsweisende Ideen und Neu-Entwicklungen im Design interessiert und gleichzeitig offen ist für die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Positionen, ist eingeladen, die weißensee kunsthochschule berlin zum Rundgang - Tage der offenen Tür 2019 zu besuchen. Rund 850 Studierende geben einen Einblick in die vielfältigen medialen wie auch thematischen Handlungsfelder einer jungen Künstler- und Designergeneration.

Darüber hinaus präsentieren Absolvent_innen ihre Gründungsideen, andere gewähren Einblick in den Stand ihrer Forschungsvorhaben zur nachhaltigen Nutzung neuer „intelligenter“ Materialien. Auch erste Visionen für eine Campus-Erweiterung der Kunsthochschule werden vorgestellt.

Die Kunsthochschule ist für das Publikum am Sonnabend, den 6. und Sonntag, den 7. Juli 2019 durchgehend von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Studierende bieten Führungen für die Besucher_innen an und kümmern sich um ein vielfältiges Essensangebot.

Rundgang – Tage der offenen Tür 2019
Sonnabend, 6. und Sonntag, 7. Juli 2019, 12-20 Uhr
Bühringstraße 20, 13086 Berlin

Die Bachelor- und Masterarbeiten aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation werden außerhalb des Campus' in der Ausstellung »seesick« präsentiert
Ort: Pirol Studios, Bülowstraße 56, 10783 Berlin, Hinterhaus, 1. Etage
Eröffnung: Mittwoch, 3. Juli 2019, 19 Uhr
Laufzeit: 4. Juli bis 13. Juli 2019, Öffnungszeiten: 12-20 Uhr

Die Abschlussarbeiten aus den Fachgebieten Bildhauerei und Malerei werden nach dem Rundgang – Tage der offenen Tür 2019 unter dem Titel »Perfekte Zustände« gezeigt:
Ort: X LANE, Reichenberger Straße 154, 10999 Berlin
Eröffnung: Freitag, 12. Juli, 19 Uhr
Laufzeit: 13. Juli bis 19. Juli 2019; Öffnungszeiten: 12-19 Uhr

Mehr unter www.kh-berlin.de


Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit

Wochenend-Workshops der Open Art Academy der Kunsthochschule

Die diesjährige Open Art Academy der weißensee kunsthochschule berlin bietet im August und September fünf Wochenend-Workshops für Kunstinteressierte aus vielfältigen Themengebieten – Farbe – Zeichnung – Porträt – Collage – Fotographit – an. Das offene Workshop-Angebot entspringt einer Kooperation mit boesner Berlin, dem Händler für professionelle Materialien für Kunstschaffende. Die Sommerakademie wird seit 2013 angeboten. Auf Grund der interessierten Nachfrage waren die Workshops in den letzten Jahren schnell ausgebucht.

Künstler_innen oder Designer_innen, die an der weißensee kunsthochschule berlin ihren Abschluss gemacht haben, bieten einen Einblick in zeitgenössische Kunstproduktion. Veranstaltungsort ist die KUNSTHALLE am Hamburger Platz. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Plätze begrenzt. Es wird eine Gebühr von 50 Euro pro zweitägigem Workshop erhoben, in der die Kosten für das bereitgestellte Material enthalten sind. Anmeldungen sind von jetzt an möglich.

Die Workshops:
10./11. August 2019, 11-16 Uhr
Judith Gebhardt: Farben Weben
Prinzipien der Farbgestaltung und Inhalte von Farbsymbolik werden in diesem Workshop in Verbindung mit  Gestalten und Weben von Textilien synergetisch verbunden.

17./18. August 2019, 11-16 Uhr
Vanessa Hernández Farfán: Foto-Graphit
In diesem Workshop bildet Licht durch seine Reflexion und Brechung den Ausgangspunkt für die Produktion grafischer Bilder.

24./25. August 2019, 11-16 Uhr
Anna Marin und Christoph Volbers: Das Ohr zeichnet mit
Musik bietet ungeahnte Möglichkeiten um zu unendlichen visuellen Interpretationen zu kommen, die anderem Malen und Zeichnen den Boden bereitet.

31. August/1. September 2019, 11-16 Uhr
Maria Naidyonova: Porträtskizzen
Die Vermittlung von Basisregeln führen zur Entwicklung von Porträts mit zeichnerischen und malerischen Methoden.

7./8. September 2019, 11-16 Uhr
Pao Kitsch: Die Stadt als Collage
Collagen werden aus »zusammengetragenen Informationen«, die das alltägliche Leben beeinflussen, erstellt.

Kontakt und Anmeldung:
Jenna Seedorf: openartacademy@kh-berlin.de 030 47 70 52 66
Weitere Infos: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/open-art-academy-2019-2850.html


Unleash – Mart Stam Preis 2018

Ausstellung im Kunstquartier Kreuzberg/Bethanien

Zeiten und Ort:
Vernissage: Freitag, den 31. Mai 2019, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, den 01.06.2019, bis Montag, den 10.06.2019, täglich 12 – 19 Uhr
Finissage: Montag, den 10.06.2019, 17:00 Uhr – performative Situation (Adrian Fergg)
Projektraum im Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

»Unleash« – »entfesselt« sind die Gesetze des Marktes. Sich darin zu verorten, Netzwerke zu knüpfen und Öffentlichkeit zu erreichen sind Basics für junge Künstler_innen und Gestalter_innen. Der Mart Stam Preis ist in diesem Prozess seit Jahren ein erster fulminanter Auftakt nach dem Studium und alle Interessierten sind eingeladen, sich die prämierten Abschlussarbeiten anzusehen, die Absolvent_innen der Kunsthochschule kennenzulernen.

Sieben Abschlussarbeiten wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Katja Blomberg, Leiterin des Hauses am Waldsee, im vergangenen Oktober unter 28 Einreichungen aus: Sie wurden mit dem Mart Stam Preis 2018 prämiert und ihre Arbeiten werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Preisträger_innen studierten Freie Kunst, Design und Raumstrategien an der Kunsthochschule.
Adrian Fergg, Raumstrategien, präsentiert seine Performance »Eintrittsgeschenk – Die Akademie«.
Lukas Liese, Bildhauerei, zeigt die Installation »Cousin Maria«.
Marvin Ogger und Golo Pauleit, Textil- und Flächen-Design und Mode-Design, führen ihre Bekleidungskollektion und Video-Installation »Hommage à l’ère industrielle « vor.
Felix Rasehorn, Produkt-Design, stellt sein 3D-bildgebendes Verfahren »Plant Choreography« vor.
Claudia Schramke, Visuelle Kommunikation gestaltete und illustrierte das Kinderbuch »Der Hund«.
Gintare Simutyte, Malerei zeigt die Video-Animation »The mind knows what the eyes have not seen«.
Jin Zhang, Produkt-Design, hat in seiner Abschlussarbeit »Cocoon Recoding« ein neues Verfahren zur Verarbeitung von Seide entwickelt.

Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien und Jurymitglied kuratiert die Ausstellung, die bereits zum siebten Mal in den Räumen des Kunstquartiers Bethanien stattfindet. Der Katalog wurde von Duc Quang Nguyen, Student der Visuellen Kommunikation der weißensee kunsthochschule berlin, gestaltet.

Die Vergabe des Preises wird großzügig von der GASAG und der BSR gefördert mit Unterstützung der Firma ruksaldruck.

Weiteres / Link: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/unleash-mart-stam-preis-2018-2732.html


Für eine offene Gesellschaft und die Freiheit der Kunst!

weißensee kunsthochschule berlin beteiligt sich an der »Unite and Shine«

Für Kunsthochschulen zählen Weltoffenheit, Meinungsvielfalt, Diversität und internationaler Austausch zu den Grundlagen ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit. Daher gehörte die weißensee kunsthochschule berlin zu den ersten Unterzeichnerinnen der Berliner Erklärung »Der Vielen« im November 2018.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden, streitet im besten demokratischen Sinne für die plurale Gesellschaft und Kunstfreiheit und bietet solidarische Gemeinschaft gegen Angriffe von Rechts.

Am bundesweiten Aktionstag unter dem Motto »Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien!« finden am Sonntag, den 19. Mai 2019 in zahlreichen Städten »Glänzende Demonstrationen« statt. Die Studierenden und Lehrenden der weißensee kunsthochschule berlin beteiligen sich an der Aktion in Berlin, wo »Die Vielen« einen glänzenden Block in der Demonstration »Ein Europa für alle« bilden werden.

Weitere Informationen und Kontakt Die Vielen: Christophe Knoch, mail@dievielen.de, dievielen.de


Studio »LS301« auf der Hannover Messe 2019

Das Studio »LS301«, ein junges Produkt- und Interactiondesign-Studio, das Interaktionskonzepte für den Umgang mit autonomen Objekten entwickelt, ist vom 1. bis zum 5. April 2019 auf Einladung von Berlin Partner Gast auf der Hannover Messe 2019. Unter dem Motto »#Berlinproduziert digital inspiriert« wird eine hervorragende Plattform für neuartige Produkte und Dienstleistungen – entwickelt in Berlin – präsentiert. Die beiden Designer Valentin Lindau und Jonas Schneider sind Berlin Partner aufgefallen mit dem Projekt »Sweep«, einem teilautonomen Straßenreinigungsroboter, den sie in Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung entwickelt haben.

Während einer einjährigen Förderung durch die DesignFarmBerlin, einem Design in Tech Accelerator der weißensee kunsthochschule berlin, haben die beiden Kunsthochschulabsolventen die Körpersprache für autonome Technologie entwickelt. Mit diesem bisher einzigartigen Ansatz in der Interaktionsgestaltung ist es möglich, Robotern einen lebendigen Charakter und einen bio-mimetischen Habitus zu verleihen. Neben den Unternehmen Ape Unit, citkar, BigRep, botspot, i-mmersive, INURU, Moeco, MotionLab, Robot4Work, pi4, Sonic Robots, WISTA, Würth Elektronik eiSos und Yptokey, präsentieren sie potentiellen Kunden ihre Vision vom Dialog zwischen Mensch und Maschine.
 
»Die Hannover Messe bietet uns die Möglichkeit, unseren innovativen Ansatz einem breiten Interessentenkreis vorzustellen und uns mit der Robotik-Szene zu vernetzen,« sagt Jonas Schneider, einer der beiden Gründer. »Wir setzen auf eine humane und empathische Mensch-Maschine-Kollaboration. Unser Leistungsangebot umfasst neben der Recherche und Analyse vorhandener Produkte, die Entwicklung nutzerorientierter Interaktionskonzepte, die wir mit physischen Prototypen erlebbar machen,« erklärt Valentin Lindau.

Die Robotik-Branche entwickelt sich, nicht zuletzt dank Künstlicher Intelligenz und immer leistungsfähigerer Sensorik, so rasant wie kaum eine andere. Mindestens so interessant wie der technologische Fortschritt auf dem Gebiet, sind designorientierte Lösungsansätze für autonome Technologie. Denn die Frage lautet nicht mehr nur, ob sich die Dinge eigenständig bewegen werden, sondern wie sie es tun.

»#Berlinproduziert digital inspiriert«
Hannover Messe, Halle 6 E39, www.hannovermesse.de
Infos zum Studio »LS301«: www.ls301.de


Möbel, Gefäße, Grafik – Alltagskultur in der DDR

Kooperation zum Bauhaus-Jubiläum – Ausstellung in Eisenhüttenstadt

Möbel, Gefäße, Grafik und andere Objekte der Alltagskultur der DDR zeigt die Ausstellung „alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr“ im Dokumentationszentrum Eisenhüttenstadt. Sie entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin, Fachgebiet Visuelle Kommunikation. Eine Arbeitsgruppe – die Studentinnen Angelina Eckert, Caroline Lei, Emily Dibbern, Fay Nolan, Lea Donner, Megan Barclay, Polly Härle und Prof. Steffen Schuhmann – entwickelten die Ausstellungsgestaltung und erstellten den Katalog

Die Ausstellung zeigt wie in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR an das Erbe des Bauhauses angeknüpft wurde. Bauhäusler wie Mart Stam und Selman Selmanagic – beide waren prägende Gestalten an der gerade eröffneten Kunsthochschule in Berlin-Weißensee – sahen hier die Möglichkeit, die Forderung „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ gesellschaftliche Realität werden zu lassen. Trotz massiver Widerstände in den 1950er Jahren gelang es ihnen im Sinne des Bauhaus eine neue Generation Gestalter auszubilden, deren Entwürfe die Alltagskultur der DDR prägten. Beispielhaft hierfür steht das in den 1960er Jahren entworfene Mokick Simons S50 von Clauss Dietel und Lutz Rudolph, die in Weißensee studierten.

Ausstellung
alltag formen! bauhaus-moderne in der ddr
7.4.2019 – 5.1.2010
Eröffnung: Sonntag, 7. April 209, 14 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
www.alltagskultur-ddr.de

Zum Katalog: Zweisprachig deutsch/englisch, 160 Seiten, etwa 120 Abbildungen. Erscheint zur Eröffnung im Verlag M Books, Weimar.

Die Ausstellung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und realisiert in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.


Neue Textile Welten

Die Textilindustrie vollzieht seit einigen Jahren einen entscheidenden Wandel weg von der Produktion herkömmlicher Stoffe hin zur Herstellung technischer und smarter Textilien und Materialien. Das Fachgebiet Textil- und Flächen-Design der weißensee kunsthochschule berlin sowie der Bereich DXM - Design und Experimentelle Materialforschung der Kunsthochschule unter Leitung von Professorin Dr. Zane Berzina und Prof. Christiane Sauer erforschen für diese Umstellung die Potenziale technischer, intelligenter Textilien bei der Gestaltung neuer Konzepte, Produkte und Prozesse.

Auf der Sonderschau Exempla 2019 „Textil - Stoff der Zukunft“ der 71. Handwerksmesse München präsentiert sich die Kunsthochschule mit der Arbeit „Stone Web“ - aus Basaltfaser hergestellten Raummodulen -  als eine von vier führenden deutschen Hochschulen im Bereich Architektur und Forschung mit Textil neben TU München, ICD/  ITKE Universität Stuttgart und FUAS Frankfurt.
-->Sonderschau Exempla / 71. Internationale Handwerksmesse, München vom 13.- 17.März 2019: www.sonderschauen-ihm.de

Am Sonnabend eröffnet in Chemnitz die Ausstellung „Neue Textile Welten“ im Wasserschloss Klaffenbach zum Thema „Potenziale technischer, intelligenter Textilien + smart materials“. Zusammen mit namhaften Vertretern aus der Industrie und Forschung wie Bauerfeind AG, KARL MAYER Technische Textilien GmbH, warmX GmbH, Norafin Industries GmbH, Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Textilforschungsinstitut Thüringen Vogtland e.V. Greiz (TITV e.G.), TU Chemnitz und Design Research Lab der UdK Berlin ist die Kunsthochschule mit fünf studentischen Arbeiten und den Forschungsprojekten Textile Prototyping Lab und Digitale Materialien beteiligt.

Eröffnung: Sonnabend, 16. März 2019, 17 Uhr
Wasserschloss Klaffenbach
Wasserschlossweg 6, 09123 Chemnitz
Ausstellungsdauer:
17. März bis 30. Juni 2019
Mehr Informationen:
www.c3-chemnitz.de/de/Wasserschloss-Klaffenbach-Gestaltung-Handwerk-Ausstellungen_1323.html


Neuberufung an der Kunsthochschule: Ludwig-Stiftungsprofessur für Druckgrafik besetzt

Die von der Peter und Irene Ludwig Stiftung finanzierte Professur für Druckgrafik an der weißensee kunsthochschule berlin startet zum Sommersemester: Der Akademische Senat der Kunsthochschule hat die von der Ludwig Stiftung initiierte Professur für die nächsten Jahre bestätigt.

Die auf drei Jahre verabredete Kooperation mit der Aachener Stiftung basiert auf einer gemeinsamen Geschichte: Die weißensee kunsthochschule sitzt in einem ehemaligen Firmengebäude der Unternehmer-Familie Monheim, der Irene Ludwig angehörte. Die aus Aachen stammende Familie hatte in Berlin-Weißensee einen weiteren Sitz für ihre internationale Schokoladen-Produktion gegründet. Peter Ludwig, zusammen mit seiner Frau Irene wichtiger deutscher Kunstmäzen und Namensgeber der gleichnamigen Stiftung, war nicht nur promovierter Kunsthistoriker, sondern leitete von 1951 an lange Jahre erfolgreich das Unternehmen.

Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung, über die Kooperation: »Die neue Stiftungsprofessur ist ein weiterer wichtiger Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Stiftung: Der umfassenden Sammlungstätigkeit der beiden Mäzene verpflichtet wissen wir nur zu gut, wie wichtig die akademische Ausbildung für den Nachwuchs, wie entscheidend der Austausch von Wissen und Kenntnissen für eine reiche Kunstproduktion sind. Das wir in Berlin-Weißensee an einem auch für die Familie Ludwig so geschichtsträchtigen Ort zusammenkommen, bestärkt uns einmal mehr – auch auf symbolischer Ebene.«

Nach dem zweiten Weltkrieg besetzten Künstler, darunter der Metallbildhauer Otto Sticht, das Bürogebäude der einstigen Trumpf-Schokoladenfabrik. Sie waren der Meinung, dass nach dem Krieg die Förderung von Kunst wichtiger sei als die Produktion von Schokolade. Dieser Akt war Auftakt zur Gründung der weißensee kunsthochschule berlin, die heute als renommierte Ausbildungsstätte den Reigen der Kunstinstitutionen in Berlin wesentlich bereichert. Bis heute gehört das ehemalige Fabrik-Verwaltungsgebäude zum denkmalgeschützen Bau-Ensemble der Hochschule.

Druckgrafik hat seit jeher im Kanon der künstlerischen Ausbildung eine große Rolle gespielt. Die Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der weißensee kunsthochschule berlin soll mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen die Zeitlosigkeit und zugleich Aktualität der Druckgrafik ins Bewusstsein rücken. Von der Tradition zur Innovation: Eine historisch überlieferte Gattung beweist einmal mehr, dass sie bestens zum künstlerischen Experiment und zur kreativen Auseinandersetzung geeignet ist.

Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin über die Kooperation: »Die weißensee kunsthochschule berlin und die Peter und Irene Ludwig Stiftung knüpfen an historische Gemeinsamkeiten und eröffnen gleichzeitig neue künstlerische Perspektiven. Die drei ausgewählten Künstler_innen werden in der Lehre traditionelle Drucktechniken mit neuen Ansätzen verbinden. Sie werden den Studierenden Impulse geben, das Potenzial der Drucktechnik individuell zu nutzen.«

Nach einer offenen internationalen Ausschreibung traf eine Fachjury die Auswahl der Kandidat_innen. Die erste Ludwig-Stiftungsprofessur wird die 1978 in Berlin geborene Zeichnerin Lisa Wilkens ab 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 besetzen. Ihr folgen der in New York lebende Künstler Rob Swainston (2020/2021) und die Berliner Künstlerin Marina Naprushkina (2021/2022).

Mit der von ihr initiierten Professur in Berlin knüpft die Peter und Irene Ludwig Stiftung an ihr konsequentes Engagement im Bereich der Lehre und Forschung an. Bereits im letzten Jahr war mit Tobias Zielony eine renommierte Künstler-Persönlichkeit als Gastprofessor an die Kunst-Universität in Budapest berufen worden.

Kontakt:
Leonie Baumann, Rektorin weißensee kunsthochschule berlin,
sekretariat.rektorin@kh-berlin.de, 030 47705 220
Dr. Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung
contact@ludwigstiftung.de, 0241 89498-0


Rektorin vom Berliner Senat für dritte Amtszeit bestellt

Mit der heutigen Bestellung des Senats beginnt am 1. April 2019 die dritte Amtszeit für Leonie Baumann. Seit 2011 leitet sie die weißensee kunsthochschule berlin, die in dieser Zeit einen Generationenwechsel der Lehrenden erfahren hat. Sie ist nun eine der wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, die Geschlechterparität bei den Professuren erreicht hat.

Die Hochschulleitung wird ergänzt von den gerade für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählten Prorektor_innen Professorin Christiane Sauer und Professor Dr. Jörg Petruschat sowie dem Kanzler Hinnerk Gölnitz.

Mit zukunftsorientierten Lehr- und Forschungsansätzen konnte in Leonie Baumanns Amtszeit das Drittmittelaufkommen in den letzten Jahren vervielfältigt werden. Das ermöglichte zahlreiche Vorhaben, in denen mit den unterschiedlichsten Partner_innen an zukunftsrelevanten Fragestellungen gearbeitet wird: Entwicklung neuer Materialitäten, Nachhaltigkeit, regionale Infrastruktur.

Besonders zukunftsorientiert ist die Zusammenarbeit im früheren Exzellenzcluster der Humboldt-Universität „Bild.Wissen.Gestaltung“, aus dem das Cluster „Matters of Activity. Image Space Material“ entwickelt wurde. Die Bedeutung künstlerisch-gestalterischer Sichtweisen als elementare und grundlegende Bestandteile wissenschaftlicher Forschungsprozesse wird nun auf Augenhöhe untersucht. Drei Cluster-Professuren auf Zeit kann die Kunsthochschule für diesen Prozess vom Wintersemester 2019/20 an einsetzen.

Eine Kooperation mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung erinnert an die gemeinsamen Wurzeln mit dem Kunstmäzen, Sammler und langjährigen Trumpfschokoladen-Fabrikanten und seiner Frau, da die Kunsthochschule heute in dem früheren Verwaltungsgebäude der Schokoladen-Firma residiert. Eine für drei Jahre von der Stiftung geförderte Gastprofessur wird die traditionellen Techniken der Druckgrafik zeitgenössisch interpretieren.

Analoge und digitale Techniken werden in allen Bereichen der Hochschule synergetisch gedacht und auf höchstem Niveau zukunftsfähig weiterentwickelt. So war die Kunsthochschule Mitte 2018 als Partnerin des Stifterverbandes und des CHE für ein peer to peer Verfahren ausgewählt worden, um die eigene Digitalisierungsstrategie zu konkretisieren, die bereits mit dem Ausbau digitaler Werkstätten für CAD, Rapid Prototyping und 3D-Keramikdruck begonnen hat.

In ihrer kommenden Amtszeit wird sich Leonie Baumann vordringlich für die dringend benötigte Erweiterung des Campus-Geländes einsetzen, um die international anerkannte Ausbildung an der weißensee kunsthochschule berlin abzusichern und weiter entwickeln zu können.


Zeitgenössische Druckgraphik aus Brasilien – Öffentliche Vorträge im Rahmen des Bauhaus-Jubiläumsjahres 2019

Druckgraphik spielt in Brasilien eine große Rolle in der Kunstproduktion – und sie steht in der Bauhaus-Tradition. Einen nicht unerheblichen Impuls dazu gaben deutsche Künstler_innen, die in den 30er, 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Brasilien auswanderten.

Die noch junge Hochschulkooperation zwischen der weißensee kunsthochschule berlin und der brasilianischen Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRG), Instituto de Artes, wird im Februar von Hanna Hennenkemper, Künstlerin und Lehrbeauftragte der Kunsthochschule, mit zahlreichen Aktivitäten gestartet. Sie leitet ein Lehr- und Austauschprojekt zur Druckgraphik.

Drei brasilianische Gäste halten öffentliche Vorträge an der Kunsthochschule, in denen sie ihre künstlerische Arbeit mit besonderem Schwerpunkt auf Druckgraphik vorstellen. Anschließend spricht Dr. Andreas Schalhorn vom Berliner Kupferstichkabinett über Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.

Vorträge:
Mittwoch, 20. Februar 2019, 17.00 Uhr
Prof. Hélio Fervenza, Prof. Dr. Helena Kanaan (UFRG) und Rafael Pagatini (Federal University of Espírito Sant)
Die Vorträge werden auf portugiesisch gehalten und simultan ins Deutsche übersetzt.

19.30 Uhr
Dr. Andreas Schalhorn, Kupferstichkabinett Berlin
»Talking About A Revolution. Käthe Kollwitz, das Bauhaus und die Druckgraphik der Gegenwart.«
In deutscher Sprache.

Ort: Hörsaal der weißensee kunsthochschule berlin,
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Eintritt frei. Gäste willkommen!

Das Austauschprojekt wurde von der Leiterin des Goethe Institutes in Porto Alegre Marina Ludemann angeregt und wird von Hanna Hennenkemper geleitet. Unterstützung leistet das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Die öffentlichen Vorträge sind der Auftakt zu weiteren Aktivitäten im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums 2019 der weißensee kunsthochschule berlin. Sie war 1946 von Künstler_innen, die dem Bauhaus nahe standen, gegründet worden.


*foundationClass nimmt neue Studierende auf

Die vielfach ausgezeichnete und gewürdigte *foundationClass für geflüchtete Künstler_innen und Designer_innen der weißensee kunsthochschule berlin nimmt von Mai 2019 an neue Studierende auf. Die Bewerbungsphase hat begonnen und endet am 15. März 2019.

Der Kerngedanke der 2016 von Professor Ulf Aminde gegründeten *foundationClass ist es, einen Raum zu schaffen, in dem geflüchtete Künstler_innen und Gestalter_innen ihre verloren gegangenen Portfolios und Materialien rekonstruieren oder neu erstellen. So können sie sich wieder oder erstmalig auf einen Studienplatz an einer Kunsthochschule bewerben.

Ein eigens dafür entwickeltes mehrmonatiges Programm beinhaltet künstlerische Workshops, die von professionellen Künstler_innen, Designer_innen, und Wissenschaftler_innen angeleitet werden, die selbst, oder deren Familien nach Deutschland migriert sind. In der Vorbereitung auf die Eignungsprüfungen nutzen die *foundationClass-Teilnehmer_innen die Räume und die Infrastruktur, vor allem die Werkstätten der Hochschule.

Das Angebot ist äußerst erfolgreich: Zwischen 80 und 90 Prozent aller Teilnehmer_innen aus den bisherigen seit 2016 laufenden Kursen der *foundationClass hat die Zulassungsprüfungen an verschiedenen deutschen Kunsthochschulen erfolgreich durchlaufen und einen Studienplatz erhalten.

Das Programm *foundationClass wird gefördert aus Mitteln der Qualitäts- und Innovationsoffensive der Berliner Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung.

Bewerbungsvoraussetzung und alle anderen Details siehe: kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/foundationclass-2051.html

Kontakt per Mail: foundationclass@kh-berlin.de