Noa K. Ha


Kurze Bio

Dr.-Ing. Noa K. Ha ist postkoloniale Stadtforscherin. Sie lehrte und forschte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin und Dresden. Derzeit ist sie Gastdozentin im MA Spatial Strategies an der Weissensee Kunsthochschule Berlin. Und seit 1.10.2021 leitet sie in Elternzeitvertretung den Nationalen Rassismus- und Diskriminierungsmonitor (NaDiRa) am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind postkoloniale Stadtforschung, migrantisch-diasporische Erinnerungspolitik, kritische Integrationsforschung und Rassismuskritik. Ihre Publikationen sind in verschiedenen Sammelbänden, Journals und Katalogen erschienen, demnächst erscheint der Sammelband „European Cities: Modernity, Race and Colonialism“ bei Manchester University Press, den sie mit Dr. Giovanni Picker, University of Glasgow herausgegeben hat, sowie ihr Artikel „Städtische Episteme dekolonisieren: Europa und die Europäische Stadt nach 1989 als koloniale Ordnung“ im Band „Geographien der Kolonialität“, herausgegeben von Sybille Bauriedl und Inken Carstensen-Egwuom.

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

2021
European Cities: Modernity, Race and Colonialism, Editors: Noa K. Ha / Giovanni Picker, Manchester University Press

2017
Decolonize the City! Zur Kolonialität der Stadt – Gespräche | Aushandlungen | Perspektiven. Zwischenraum Kollektiv (Hrsg.). Münster: UNRAST-Verlag.

2016
Straßenhandel in Berlin. Öffentlicher Raum, Informalität und Rassismus in der neoliberalen Stadt. Bielefeld: transcript Verlag.

2015
Street Vending in the Neoliberal City. A Global Perspective on the Practices and Policies of a Marginalized Economy. Graaff, Kristina und Noa Ha (Hrsg.). New York: Berghahn. Link

2009
Informeller Straßenhandel in Berlin: Urbane Raumproduktion zwischen Störung und Attraktion. wvb Wissenschaftlicher Verlag: Berlin.

Aufsätze

2021
"Städtische Episteme dekolonisieren: Europa und die Europäische Stadt nach 1989 als koloniale Ordnung“ im Band „Geographien der Kolonialität“, Hg: Sybille Bauriedl und Inken Carstensen-Egwuom, transcript Verlag, Bielefeld.

2020
mit: Fallon Tiffany Cabral , Kerti Puni-Specht, Tran Thu Trang: „Kulturproduktion und Selbstorganisierung im Spannungsfeld von Exotisierung und Rassismuskritik: Asiatische Deutsche im Blick“, in Best Practice!? Theoretische Reflexionen, didaktisch-methodische Konzepte und Erfahrungen zu rassismuskritischer Bildungsarbeit. Fereidooni, Karim und Stefan Hößl (Hrsg.). Schwalbach/Ts: Wochenschau-Verlag

2019
„From An Invisible Package of Unearned Assets: On White Privilege to A visible Package of Exploited Assets: Cities in Europe”, in: POW & UP Galerie Wedding Space for Contemporary Art. Bielefeld/Berlin: Kerber Verlag.

2017
Zur Kolonialität des Städtischen, in Decolonize the City! Zur Kolonialität der Stadt – Gespräche | Aushandlungen | Perspektiven. Zwischenraum Kollektiv (Hrsg.). Münster: UNRAST-Verlag.

2015
Metropolitan Informality and Racialization: Street Vending in Berlin’s Historical District, in: Street Vending in the Neoliberal City. A Global Perspective on the Practices and Policies of a Marginalized Economy. Graaff, Kristina und Noa Ha (Hrsg.).

2015
„Wer ist in der Stadt? Rassismus und Stadt. Zülfukar Çetin im Gespräch mit Noa Ha“, in: Gespräche über Rassismus – Perspektiven & Widerstände. Zülfukar Çetin und Savaş Taş (Hrsg.), Berlin: Verlag Yılmaz-Günay.

2014
Kritisches Weißsein, mit Andreas Schneider, in: Handbuch Kritische Stadtgeographie. Bernd Belina, Matthias Naumann und Anke Strüver (Hrsg.).

2014
Perspektiven urbaner Dekolonisierung: Die europäische Stadt als ‘Contact Zone’ in: s u b \ u r b a n. zeitschrift für kritische stadtforschung. Heft 3. Hier ansehen und herunterladen

2013
Die Kunst des Sezierens. Eine Leseerfahrung zu Jinthana Haritaworns „The Biopolitics of Mixing“. In freitext Kultur- und Gesellschaftsmagazin. Heft 21.

2012
Kriminalisierte Mobilität. Straßenhandel als postkoloniales Recht auf Stadt?. In iz3w Nr 332 (Sept/Okt 2012) Wem gehört die Stadt? Hello City.

2012
Preußenpark – Community-Picknick am Rande der deutschen Parkordnung, in: Asiatische Deutsche – Vietnamesische Diaspora and beyond. Kien Nghi Ha (Hrsg.).

Forschungsschwerpunkte

  • Kritische Migrations- und Integrationsforschung
  • Migration und gesellschaftlicher Wandel
  • Post- und dekoloniale Stadtforschung (Fokus Europa), städtische Erinnerungspraxis
  • Rassismus/Exotisierung/Asiatische Diaspora
  • Intersektionale Theorie, Gleichstellungs- und AntidiskriminierungspolitikAsiatische Diaspora
  • Stadt und Migration
  • Rassismuskritische und dekoloniale Stadtforschung
  • Urbane Informalität

CV

Seit 10/2021
- Gastdozentin im MA Spatial Strategie an der weissensee kunsthochchule berlin
- Elternzeitvertretung bis 02/2022 der Leitung Geschäftsstelle Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)

07/2020 – 09/2021
kommissarische Wissenschaftliche Geschäftsführerin des DeZIM-Instituts

01/2018 - 6/2020
Leitung Zentrum für Integrationsstudien - TU Dresden / Nachwuchsforschungsgruppenleiterin

11/2013 - 12/2017
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Metropolitan Studies (CMS)

03/2014
Promotion zum Dr. Ing. Dissertation: Handel(n) und Wandel(n). Urbane Informalität, städtische Repräsentation und migrantische Existenzsicherung in Berlin am Beispiel des mobilen Straßenhandels. Betreuerinnen: Peter Herrle (TU Berlin), Alexa Färber (HCU Hamburg) ("Sehr Gut").

09/2012-03/2013
Promotionsabschlussstipendium der TU Berlin

06/2008-08/2012
Promotionsstipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung

05/2008-12-2010
Assoziierte am Transatlantischen Graduiertenkolleg

2005 - 2009
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt: „Urban agriculture as an Integrative Factor of Urban Development, Casablanca, Morocco“ (TU Berlin) gefördert durch das BMBF Programm „Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen“, Prof. Undine Giseke.

2004
Studienabschluss: Diplom-Ingenieurin der Landschaftsplanung Diplomarbeit: „Ambulanter Straßenhandel – Urbane Raumproduktion zwischen Störung und Attraktion“, Betreuung Prof. Undine Giseke und Prof. Peter Herrle

2002 - 2004
Studentische Hilfskraft mit Lehraufgaben am Fachgebiet Professorin Undine Giseke, Landschaftsarchitektur/Freiraumplanung

2000
Praktikum: PPLH Bali – Pusat Pendidikan Lingkungan Hidup, Zentrum für Umwelt und Umwelterziehung in Indonesien (Sanur)

04/98 – 10/00
Studentische Mitarbeit in Landschaftsarchitekturbüros: Bode, Williams & Partner (Berlin), Landschaft Planen & Bauen (Berlin)

1998 – 2004
Studium Landschaftsplanung: Schwerpunkt Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung - Technische Universität Berlin

1995 – 1998
Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin