Martin Beck
STATEMENT
Als Gastprofessor für Theorie und Geschichte des Designs verbinde ich in meiner Lehre Grundlagen der Designtheorie und Designgeschichte mit einem philosophischen Verständnis der neuesten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer postdigitalen Lebenswelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Funktionsweise digitaler Interfaces, Interaktionen und Anwendungen, darauf, wie Design soziale Interaktionen und Machtverhältnisse prägt, sowie der Beziehung des Designs zu Kultur und Ästhetik der Gegenwart. Ich möchte Denkansätze und Umgangsweisen mit Theorie vermitteln, mit denen ihr eure Praxis vertiefen, bereichern und erweitern könnt und die es euch erlauben auf aktuelle gesellschaftliche, technologische und fachspezifische Entwicklungen zu reagieren. Ich betreue gerne alle Arten von Vorhaben - sprecht mich an oder schreibt mir eine Mail: beck@kh-berlin.de
Publikationen (Auswahl)
„Vibes“, in: Andrea Stahl (Hg.): Stimmungen, Konflikte, Welten. Ein Glossar, Paderborn: Fink. (2026, mit Vanessa Oberin, Bernd Bösel, Jana Hecktor u. Daniela Wentz, im Erscheinen.
“Affektive Dimensionen jugendlichen Mediengebrauchs in der postdigitalen Kunst“, in: Brenne, A., Kaiser, M., Meyer, T. & Schütze, K. (Hg.): Postdigitale Kunstlehrer:innenbildung, Beiträge zur fachlich fundierten, digitalisierungs- und digitalitätsbezogenen Professionalisierung von Lehrkräften und Multiplikator:innen, München: kopaed. (2026, mit Ulrike Gerhardt, im Erscheinen)
„Living rent-free in your head. Affektive Kopplungen, Verhaltensdesign und das Nichtbewusste in der Plattformökonomie“, in: Zeitschrift für Medienwissenschaft Jg. 17, Heft 32 (1/2025): Mind Control, 24-44. https://zfmedienwissenschaft.de/heft/text/living-rent-free-your-head
„Messy States. Medienästhetik und postdigitale Kunst“, in: Natascha Adamovsky, Judith Siegmund (Hg.): Was ist Medienästhetik?, Internationales Jahrbuch Medienphilosophie und Medienästhetik, Bd. 1, Meson Press 2024, 53-79. https://meson.press/books/was-ist-medienasthetik/
Konstruktion und Entäußerung. Bildlogik und anschauliches Denken bei Kant und Hegel. Felix Meiner Verlag: Hamburg 2023.
„Praxis, Diagramm, Verkörperung. Die epistemologischen turns als Voraussetzung für die Rehabilitation von Kants Anschauungstheorie und seiner Euklidizitätsthese“, in: Kant-Studien 114 (2023), Heft 4, 601-635.
„Jenseits von Form und Gegenstand – Systemfragen im Design“, in: 17.06.118. UDK Designmagazin, Themenheft „System“, No.1, 2021, 4-18.
„Operativität, Performativität, Energetik. Von der Vorgeschichte des Bilddenkens zur pluralen Bildepistemologie“, in: Jonas Etten, Julian Jochmaring (Hg.): Nach der ikonischen Wende. Aktualität und Geschichte eines Paradigmas, Kadmos: Berlin 2021.
„Gemischte Realitäten und spekulativer Techno-Animismus“, in: Konrad Mühe (Hg.): Konrad Mühe. Guide, Werkkatalog, DCV: Berlin 2021, 77-82.
„Andere Körper. Von der Verkörperungslogik des Korrelationismus zur spekulativen Ästhetik“, in: Kathrin Busch, Georg Dickmann, Maja Figge, Felix Laubscher (Hg.): Das Ästhetisch-Spekulative. Spekulationen in den Künsten. Fink: Paderborn 2019, 111-131.
„Malerei als verkörpertes Denken der Verkörperung. Zur Aktualität von Hegels Malereitheorie“, in: Meret Kupczyk, Ludger Schwarte, Charlotte Warsen (Hg.): Kulturtechnik Malen. Die Welt aus Farbe erschaffen – Zur Grundlegung graphischer und figurativer Operationen. Fink: Paderborn 2019, 151-172.
„Die objektive Seite des Unvorhergesehenen. Diagrammatische Konstruktion in Kants Mathematiktheorie und Adornos Ästhetik“, in: Figurationen, 01 (2016), Sonderheft Visuelles Denken, 73-92.
„Derrida on the University without Condition or How to Inhabit an Institution as a Problem“, in: Leonie Baumann/ Carina Herring (Hg.): Crosskick. European Art Academies Hosted by German
Kunstvereine, Verlag der Buchhandlung Walther König: Köln 2009, 34-40.
„Daniel Knorr, Nationalgalerie“, in: A Prior Magazine, Heft 17, 2008, Sonderheft zur 5. Berlin Biennale zeitgenössischer Kunst, 2008, 91-99. (mit Jyl Franzbecker)
Akademischer Werdegang
Weißensee Kunsthochschule Berlin, Gastprofessor für Theorie und Geschichte des Designs (seit 4.2025)
Universität der Künste Berlin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturwissenschaften und Designtheorie (2017-2025)
Rhode Island School of Design, Providence, Lecturer am Department for Experimental and Foundation Studies, u.a. Concentration “Computation, Technology, and Culture” (2020)
Freie Universität Berlin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen eines DFG Projekts von Prof. Dr. Sybille Krämer zum diagrammatischen Denken in Kants Philosophie (2015-2018)
Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, Kooperationsstipendiat im Programm „Art Science Business“ (2014)
Universität Potsdam/Freie Universität Berlin, Promotionsstipendiat des DFG-Graduiertenkolleg 1539 “Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“ (2011-2014)
Freie Universität Berlin, Magister in Philosophie und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft (2010)