Martin Beck


STATEMENT

Als Gastprofessor für Theorie und Geschichte des Designs verbinde ich in meiner Lehre Grundlagen der Designtheorie und Designgeschichte mit einem philosophischen Verständnis der neuesten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer postdigitalen Lebenswelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Funktionsweise digitaler Interfaces, Interaktionen und Anwendungen, darauf, wie Design soziale Interaktionen und Machtverhältnisse prägt, sowie der Beziehung des Designs zu Kultur und Ästhetik der Gegenwart. Ich möchte Denkansätze und Umgangsweisen mit Theorie vermitteln, mit denen ihr eure Praxis vertiefen, bereichern und erweitern könnt und die es euch erlauben auf aktuelle gesellschaftliche, technologische und fachspezifische Entwicklungen zu reagieren. Ich betreue gerne alle Arten von Vorhaben - sprecht mich an oder schreibt mir eine Mail: beck@kh-berlin.de


Akademischer Werdegang

Weißensee Kunsthochschule Berlin, Gastprofessor für Theorie und Geschichte des Designs (seit 4.2025)



Universität der Künste Berlin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturwissenschaften und Designtheorie (2017-2025)



Rhode Island School of Design, Providence, Lecturer am Department for Experimental and Foundation Studies, u.a. Concentration “Computation, Technology, and Culture” (2020)



Freie Universität Berlin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen eines DFG Projekts von Prof. Dr. Sybille Krämer zum diagrammatischen Denken in Kants Philosophie (2015-2018)



Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, Kooperationsstipendiat im Programm „Art Science Business“ (2014)



Universität Potsdam/Freie Universität Berlin, Promotionsstipendiat des DFG-Graduiertenkolleg 1539 “Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“ (2011-2014)



Freie Universität Berlin, Magister in Philosophie und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft (2010)


Forschungsthemen

Designtheorie, Kunsttheorie, Medientheorie
Philosophische Ästhetik, Körpertheorie, Affekttheorie
Theorie des Postdigitalen
Theorie des Interaktions- und Interfacedesigns
Theorie des Plattformkapitalismus und der digitalen Kultur
Theorie nichtsprachlicher Erkenntnisformen


Publikationen (Auswahl)

„Vibes“, in: Andrea Stahl (Hg.): Stimmungen, Konflikte, Welten. Ein Glossar, Paderborn: Fink. (2026, mit Vanessa Oberin, Bernd Bösel, Jana Hecktor u. Daniela Wentz, im Erscheinen.



“Affektive Dimensionen jugendlichen Mediengebrauchs in der postdigitalen Kunst“, in: Brenne, A., Kaiser, M., Meyer, T. & Schütze, K. (Hg.): Postdigitale Kunstlehrer:innenbildung, Beiträge zur fachlich fundierten, digitalisierungs- und digitalitätsbezogenen Professionalisierung von Lehrkräften und Multiplikator:innen, München: kopaed. (2026, mit Ulrike Gerhardt, im Erscheinen)



„Living rent-free in your head. Affektive Kopplungen, Verhaltensdesign und das Nichtbewusste in der Plattformökonomie“, in: Zeitschrift für Medienwissenschaft Jg. 17, Heft 32 (1/2025): Mind Control, 24-44. https://zfmedienwissenschaft.de/heft/text/living-rent-free-your-head



„Messy States. Medienästhetik und postdigitale Kunst“, in: Natascha Adamovsky, Judith Siegmund (Hg.): Was ist Medienästhetik?, Internationales Jahrbuch Medienphilosophie und Medienästhetik, Bd. 1, Meson Press 2024, 53-79. https://meson.press/books/was-ist-medienasthetik/



Konstruktion und Entäußerung. Bildlogik und anschauliches Denken bei Kant und Hegel. Felix Meiner Verlag: Hamburg 2023.



„Praxis, Diagramm, Verkörperung. Die epistemologischen turns als Voraussetzung für die Rehabilitation von Kants Anschauungstheorie und seiner Euklidizitätsthese“, in: Kant-Studien 114 (2023), Heft 4, 601-635.



„Jenseits von Form und Gegenstand – Systemfragen im Design“, in: 17.06.118. UDK Designmagazin, Themenheft „System“, No.1, 2021, 4-18.



„Operativität, Performativität, Energetik. Von der Vorgeschichte des Bilddenkens zur pluralen Bildepistemologie“, in: Jonas Etten, Julian Jochmaring (Hg.): Nach der ikonischen Wende. Aktualität und Geschichte eines Paradigmas, Kadmos: Berlin 2021.



„Gemischte Realitäten und spekulativer Techno-Animismus“, in: Konrad Mühe (Hg.): Konrad Mühe. Guide, Werkkatalog, DCV: Berlin 2021, 77-82.



„Andere Körper. Von der Verkörperungslogik des Korrelationismus zur spekulativen Ästhetik“, in: Kathrin Busch, Georg Dickmann, Maja Figge, Felix Laubscher (Hg.): Das Ästhetisch-Spekulative. Spekulationen in den Künsten. Fink: Paderborn 2019, 111-131.



„Malerei als verkörpertes Denken der Verkörperung. Zur Aktualität von Hegels Malereitheorie“, in: Meret Kupczyk, Ludger Schwarte, Charlotte Warsen (Hg.): Kulturtechnik Malen. Die Welt aus Farbe erschaffen – Zur Grundlegung graphischer und figurativer Operationen. Fink: Paderborn 2019, 151-172.



„Die objektive Seite des Unvorhergesehenen. Diagrammatische Konstruktion in Kants Mathematiktheorie und Adornos Ästhetik“, in: Figurationen, 01 (2016), Sonderheft Visuelles Denken, 73-92.



„Derrida on the University without Condition or How to Inhabit an Institution as a Problem“, in: Leonie Baumann/ Carina Herring (Hg.): Crosskick. European Art Academies Hosted by German
Kunstvereine, Verlag der Buchhandlung Walther König: Köln 2009, 34-40.



„Daniel Knorr, Nationalgalerie“, in: A Prior Magazine, Heft 17, 2008, Sonderheft zur 5. Berlin Biennale zeitgenössischer Kunst, 2008, 91-99. (mit Jyl Franzbecker)


Vorträge (Auswahl)

Vibes. Affekte und Atmosphären in der postdigitalen Gegenwartsästhetik
25.11.2025, Kunstakademie Karlsruhe



Postdigitale Kunst – Krise der Medienästhetik?
10.10.2025, im Rahmen der Tagung „Aufbrüche der Medienphilosophie“, Folkwang Universität der Künste Essen



Vibes als Konzept postdigitaler Ästhetik zwischen memetischer Ästhetik und Affektregulation
17.09.2025, im Rahmen der XVV. Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft, „Macht“,
Universität Paderborn



Zur postdigitalen Medienästhetik schwarzer Körper im Ausgang von Sondra Perry und Jacolby Satterwhite
10.09.2024, im Rahmen des XII. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Ästhetik „Medien der Künste – Künste der Medien“, Universität Fribourg



Techniken des Abhängigmachens im Interaktionsdesign
30.09.2023, im Rahmen der XVIII. Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft „Abhängigkeiten“, Universität Bonn



Embodiment and Subjectivity in the Postdigital Age
14.01.2023, im Rahmen des Netzwerktreffens ‚Art and Technology – a Research Network‘, Universität der Künste, Berlin



Gibt es eine Medienästhetik postdigitaler Kunst?
07.05.2022, im Rahmen des Workshops „Was ist Medienästhetik? Philosophische Perspektiven und Gegenwartsdiagnosen“, Zürcher Hochschule der Künste



Die Rekonfiguration des Körpers im postdigitalen Design
16.06.2021, im Rahmen des XI. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Ästhetik „Ästhetik und Erkenntnis“, Zürcher Hochschule der Künste



Irruption of the Corporeal: On the Aesthetics and Politics of Abjection in Postdigital Video Art
16.04.2021, im Rahmen der Tagung „Bodies Matter. LUCAS Conference 2021“, Leiden University



Das Abjekte in Postdigitaler Kunst
02.10.2020, im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Radikale Passivität“, ngbk Berlin



Einbruch des Körpers. Zum digital Abjekten bei Ed Atkins und Jon Rafman
18.01.2020, im Rahmen der Tagung „Hacking the Computable. Zur ästhetischen Kritik digitaler Rationalität“, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart