Prof. Chen Qi - Vortrag


Ort Hörsaal, C1.05
room C1.05, building 6
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Weiensee Kunsthochschule Berlin
Bhringstrae 20
13086 Berlin
2019-11-13 18:00:00
Malerei Bildhauerei [Termine]

Prof. Chen Qi - Vortrag

„Das Nichts " als Ausgangspunkt für eine reproduktive Praxis, also für eine Vervielfältigung des immer gleichen zu denken, ist elementar für den Kunstbegriff des Künstlers Chen Qi (*1964). Chen Qi’s wichtigste Ausdrucksform ist dabei der Farbholzschnitt. Die Leere und der Stillstand in seinen Werken können dabei durchaus als eine Art traditionelle chinesische Mediation verstanden werden – eine Meditation, die das Chaos nicht ausschliesst, aber nicht zuletzt auch über die Wiederholung von Gedanken und Handlungen, die in reproduktiven Techniken angelegt ist, zur Ruhe kommen. Diese Leere und der Stilstand in Chen Qis Arbeit kann bis auf die Landschaftsmalerei aus der Zeit der Song-Dynastie zurück geführt werden. Dennoch macht sich die Aktualität in seinen Werken nicht nur in einer akribischen Technik und kompromisslosen Haltung bemerkbar, sondern auch in seiner künstlerischen Entwicklung, parallel zu Veränderungen in seiner Heimat. Gleichzeitig ist in seinen Bildern ein langfristiger und reifer Dialog mit der sich zeitgleich im westlichen Raum etablierenden Malerei sichtbar, zum Beispiel mit den Künstlern M.C. Escher, David Hockney oder auch Gerhard Richter. Deshalb kann man ihn vorsichtig mit seinem Landsmann Fu Baoshi (1904 bis 1965) vergleichen, der sich in seinen Werken auch mit dem japanischen Holzschnitt und westlichen Malerei auseinandergesetzt hat, um seine Ausdrucksform zu vertiefen. (Farbholzschnitt ist so fest in der chinesischen Kultur etabliert, dass man vergisst, dass sie nicht vor allzu langer Zeit von Japan nach China importiert wurde.)

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