hands on – tools
Im Semesterprojekt hands on – tools sollen Konzepte und Entwürfe für Handwerkzeuge entwickelt werden. Schwerpunkt ist die Gestaltung von gegenständlichen, „klassischen“ Produkten.
Die Auseinandersetzung mit handgeführten Werkzeugen ist gut geeignet, grundlegende Kompetenzen in der Produktgestaltung zu erlernen oder weiterzuentwickeln.
Ideen und erste Ansätze können in Originalgröße prototypisiert und damit Handhabung sowie Ergonomie gut getestet werden. Die vergleichsweise geringe Komplexität der Objekte erlaubt es, Gestaltungskonzepte in Varianten zu entwickeln und zu vergleichen.
Viele Werkzeuge gehören zu Produktreihen und sind klar einer Marke zugeordnet. Es bietet sich daher an, exemplarisch in Produktfamilien zu denken. Hinweise zur Handhabung, Einstellmöglichkeiten oder Skalen erlauben die Auseinandersetzung mit Produktgrafik und Farbgestaltung.
Die Erarbeitung der Konzepte und Entwürfe erfolgt mit unterschiedlichen analogen und digitalen MockUps und Prototypisierungen. Ergebnis soll ein detaillierter Entwurf mit einem finalen Designmodell sein. Im Rahmen von hands on – tools werden wir deshalb viel mit den Werkstätten zusammenarbeiten.
Neben den bekannten Technologien wollen wir auch den hybriden 3D-Druck explorieren. Hierbei werden bestehende Bauteile – beispielsweise die Schneide einer Schere – in den 3D-Druck-Prozess eingefügt und mit dem eigenen Gestaltungskonzept kombiniert.
Als Einstieg in das Thema Handwerkzeuge besuchen wir das Technikmuseum in Berlin. Nora Thorade, Technikhistorikerin und Leiterin des Bereichs „Handwerk und Produktion“ gibt uns eine Einführung in ihren Tätigkeitsbereich und wird das Projekt auch über das Semester begleiten.
Ebenfalls zu Beginn des Semesters besuchen wir unterschiedliche Arten von Werkstätten. Einerseits das Studio Olafur Eliasson und die Endmontage bei Stadler Rail in Pankow, wo zurzeit die neue Generation der U-Bahnen für Berlin gebaut werden.