Sommersemester 2026, BA/MA Visuelle Kommunikation VK_Startseite
Haut
von Anna Dmytrenko
Das Projekt untersucht das Konzept des Körpers als Raum anhand der Erfahrung von Frauen, in deren Körpern der Krieg seine Spuren hinterlässt. Die Küche, Ort der aufrichtigsten Gespräche, wird in Bezug zur Etymologie des deutschen Wortes Haus, abgeleitet von Haut, gesetzt, was auf die Untrennbarkeit von Körper und Umgebung verweist. Das zentrale Objekt, eine keramische Kopfskulptur, fungiert als geschlossener Raum, der vom Abdruck eines abwesenden Körpers bewohnt wird. Die Monotypie überträgt keramische Motive in die Zeichnung; ihre Texturen erinnern an Craquelé-Glasuren und schaffen so eine materielle Verbindung zwischen beiden Medien. Die Arbeit thematisiert die psychologische Präsenz des Verlorenen: Menschen, Häuser und Leben, die heute nur noch in Erinnerung und Fantasie existieren.
Alle Rechte vorbehalten
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