Wintersemester 2025/2026, AStA , Frauenbeauftragte stellvertretend
Beyond Policing: Sichere Räume auf dem Campus
Beyond Policing: Sichere Räume auf dem Campus
Panel Talk und Austausch 24.11.25 um 17:00
Panelist_innen:
Gonca Sağlam (KOP: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt)
Simin Jawabreh (Video Input)
Young-Rong Choo (BIPoC FU AStA)
Moderator: Anisha Gupta Müller
(Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte der weißensee kunsthochschule Berlin)
(DE) „Sichere(re) Räume“ sollen marginalisierten Gruppen in „unsicheren“ Kontexten Unterstützung bieten. Aber wie können wir uns in einer Zeit zunehmender Überwachung und Versicherheitlichung an Hochschulräume in „sicheren Räumen“ zurechtfinden? In dieser Podiumsdiskussion werden wir darüber sprechen, wie staatliche Kontrolle und polizeiliche Überwachung an Hochschulen aussehen und was gefährdet ist. Wir werden uns damit befassen, welche Alternativen Studierende und lokale Bewegungen in Berlin anbieten. Anisha Gupta Müller moderiert eine Podiumsdiskussion mit Gästen, die über Fachwissen zu rassistischer Polizeigewalt, studentische Protesten und internationaler Solidarität verfügen.
(EN) Safe(r) Spaces are meant to be supportive spaces for marginalized groups in ‘unsafe’ contexts. But how do we navigate ‘Safer Spaces’ in higher education in a time of increasing surveillance and policing? In this panel talk, we will discuss state control and policing on higher education campuses, and what is at stake. We will consider what students and grass roots movements offer as alternatives in Berlin. Anisha Gupta Müller will moderate a panel of guests who bring expertise on racist police violence, local student protests and international solidarity.
Panelist_innen:
Simin Jawabreh ist Aktivistin und Politikwissenschaftlerin und absolviert an der FU Berlin ihren Master in Politikwissenschaft. Sie arbeitet als studentische Hilfskraft an der Humboldt-Universität im Bereich Politischer Theorie und in der politischen
Bildungsarbeit zu Dekolonialismus, Rassismus und Abolitiolismus. Sie ist Dozentin an der Alice Salomon Hochschule im Bereich Rassismus & Migration. Jawabreh ist in der antirassistischen Bewegung aktiv und schreibt journalistisch u.a als Kolumnistin für das JACOBIN Magazin. Auf Instagram @siminjawa (https://www.instagram.com/siminjawa) führt sie einen Blog als «Professionelle Krawallbarbie», doch ihre Inhalte sind meist ernst: Es geht um Kapitalismus, Kolonialismus, Polizeigewalt – und darum, wie wir all das überwinden können. Letzte Bücher an denen Jawabreh mitgewirkt hat waren „Generalverdacht: wie mit dem Mythos clankriminalität Politik gemacht wird“ bei Nautilus- Verlag und „Öffentlicher Luxus“ im Karl Dietz Verlag.
Gonca Sağlam (sie/ihr) ist Aktivistin, Künstlerin und Sozialarbeiterin of Color. Sie nutzt eine Vielzahl von Mitteln, um auf aktuelle Weltgeschehnisse in ihren vielfältigen Dimensionen zu reagieren. Durch ihre Arbeit bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und dem narratif-Magazin interveniert sie, positioniert sich kritisch und möchte aktuelle Tendenzen in gesellschaftspolitischen Fragen hinterfragen. Gonca lebt und arbeitet derzeit in Berlin.
Young-Rong Choo (sie/ihr) lebt seit 2012 in Berlin und arbeitet als freiberufliche Übersetzerin. Als Kulturschaffende initiierte sie zudem verschiedene politische Projekte, darunter die koreanische Version des deutschen Films Audre Lorde — Die Berliner Jahre 1984 bis 1992, ein Programm der Future School der 17. Architekturbiennale in Venedig sowie die Redaktion des Magazins Korea Forum 28: Feminism Reboot. Sie engagierte sich in Seoul gegen staatliche Gewalt und arbeitet in Berlin mit antirassistischen und feministischen Netzwerken zusammen. Derzeit ist sie BIPoC-Referentin im AStA FU.
Anisha Gupta Müller ist Kunstvermittlerin und Workshopleiterin und hat sich auf die Entwicklung von Anti-Diskriminierungs-Pädagogik spezialisiert. Ihre interdisziplinären Kurse schlagen eine Brücke zwischen Kunsttheorie und lokalem Aktivismus und hinterfragen die Beziehung zwischen Macht, Privilegien und unserer eigenen Kreativität. Ihre praktische Arbeit konzentriert sich auf feministische Körperpraktiken und Safe(r) Spaces, darunter FemmeFitness, ein von ihr gegründeter politisierter Tanz-Fitnesskurs. In 2024 hat sie das Buch „Künstlerische Lehre ist (immer) eine Politische Praxis“ veröffentlicht und ist derzeit Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte an der weißensee kunsthochschule berlin.
Alle Rechte vorbehalten Anisha Gupta Müller