Sommersemester 2013,
Gespenster der Malerei
Woher kommt unser Bild von der künstlerischen Arbeit?
Und was geschieht mit der Produktion von Kunst, wenn sie fotografisch oder filmisch aufgezeichnet wird? Um diese Fragen zu beantworten, werfen drei Workshops einen neuen Blick auf das klassische Medium des Künstlerdokumentarfilms – jedoch nicht, um endlich zu erfahren, wie Künstlerinnen und Künstler wirklich arbeiten. Sondern um darüber nachzudenken, auf welche Weise diese sekundären Bildtechnologien und Speichereinheiten unseren Blick auf künstlerische Arbeit neu codieren – und dabei jene »Gespenster der Malerei« hervor treiben, die auf Filmleinwänden und Bildschirmen ihr Unwesen treiben. Denn wenn »Medien immer schon Gespenstererscheinungen liefern« (Friedrich Kittler), gibt es Anlass zu der Frage, ob eine medientechnische Neuerfindung der Kunst durch den Film stattgefunden hat.
GESPENSTER DER MALEREI 1
Freitag, 7. Juni 2013, Weißensee Kunsthochschule Berlin
14:30 Uhr
Leonie Baumann (Direktorin der Weißensee Kunsthochschule Berlin),
Knut Ebeling (Weißensee Kunsthochschule Berlin)
Begrüßung und Einführung
15:00 Uhr
Katja Müller-Helle (Freie Universität Berlin)
»Enthobene Zeit. Kracauers Zeitraumdenken im Atelier«
16:00 Uhr
Carolin Meister (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe)
»Ökonomien der Linie. Picasso im Film«
17:00 Uhr
Laurence A. Rickels (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe)
»Sichtbarkeit und Verschwinden in Clouzots ›Le Mystère Picasso‹«
18:30 Uhr
Screening: »Jackson Pollock« (Hans Namuth 1951)
19:00 Uhr
Caroline Jones (Massachusetts Institute of Technology, Boston)
»The Apparatus of Inscription: Filming Art«
Vortrag in englischer Sprache
20:00 Uhr
Round Table mit Caroline Jones, Gabriele Werner, Stefan Neuner und Markus Klammer
Moderation: Knut Ebeling
Eintritt frei
Weißensee Kunsthochschule Berlin, Aula
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Kontakt: presse@kh-berlin.de
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