Sommersemester 2014, Bildhauerei Ausstellungen

eT - emotional Tracking

a test plant

 

exhibition at Freies Museum Berlin

 

Before ratio, there is emotion. In the project »emotional tracking,« students in the department of sculpture at the Weißensee Academy of Art Berlin engaged with this idea. Using experiments of their own, scholarly and scientific texts, and in conversation with guests from a whole range of academic institutes, the artists discussed emotional expression and interpreted emotions. On the second floor of Freies Museum Berlin, they present the »Test Plant Emotional Tracking.« The focus is on the perception of emotions, and working with emotions. Project directors: Prof. Hannes Brunner, Nadja Schöllhammer (Weißensee Academy of Art Berlin) and Darius Bork, Marta San Gregorio (Freies Museum Berlin). The project is supported by the Mart Stam Gesellschaft and the Freies Museum Berlin.

 

 

Vor der Ratio gibt es das Gefühl: Durch den Fortschritt verschiedener Wissenschaften wie z.B. der Neurologie wird die seit der Aufklärung bestehende Schieflage zwischen Ratio und Gefühl als Entscheidungsgrundlage ausgeglichen. Grundlage für unsere Wahrnehmung und den Umgang mit der Welt sind unsere Emotionen. Anhand von eigenen Experimenten, wissenschaftlichen Texten und im Gespräch mit Gästen verschiedenster Institute haben KünstlerInnen der Kunsthochschule Weißensee über den emotionalen Ausdruck und interpretierte Gefühle diskutiert.

 

 

Ausstellung im Freien Museum

Bülowstr. 90, 1. OG,

10783 Berlin

 

 

Eröffnung: Freitag, 2. Mai 2014, 17–22 Uhr

Ausstellungsdauer: 2.–11. Mai 2014

 

 

KITCHENLECTURES

 

Samstag, 3.Mai 2014, um 15:00

 

Gespräch mit Juliane Brauer und Renate Schweizer

 

Juliane Brauer

Forschungswissenschaftlerin, Zentrum für Geschichte der Gefühle, Berlin

Vertretungsprofessur Neuere und Zeitgeschichte und Didaktik der Geschichte, Sommersemester, Historisches Seminar, Universität Erfurt, 2012; Dr. phil., Freie Universität Berlin, 2007; M.A. in Geschichte und Musikwissenschaften, Humboldt Universität Berlin, 2001. 

Projektteilhabe: Jugend, Musik und Gefühlsbildung im geteilten Deutschland

Forschungsgebiete: Musik als emotionale Praxis, besonders: Musikerziehung und Singen in der DDR; Kulturgeschichte, besonders: Musik und musikalische Gewalt in  nationalsozialistischen Konzentrationslagern; Bildungsgeschichte, besonders: Emotionen und historisches Lernen; Erinnerungskultur und populäre Geschichtskultur

 

Renate Schweizer

Biologin und Psychologin, 

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen

Biomedizinische NMR (Nuclear Magnetic Resonance, Kernspinresonanz); Funktionelle Bildgebung somatosensorischer Systeme

 

____________________________________________________

 

Sonntag, 4.Mai 2014, um 15:00)

 

Gespräch mit Sonja Schenkel und Philipp Nielsen

 

Sonja Schenkel

PhD in Development Studies 2014; M.A in Anthropologie Universität Zürich, 2008; Studium des Filmemachens in London und New York. Forscherin und Dokumentarfilmerin verbrachte Sonja Schenkel etliche Arbeitsaufenthalte in Amerika, Afrika, und Asien. 2009 startete sie die Initiative Lelan, welche sich mit dem Zusammenbringen von Kunst und Ideen zur Bekämpfung mangelnder Ressourcen beschäftigt. Filmographie (Auswahl) Lullaby of Tomorrow, 2014, HD, 90 min Switzerland/ Israel/Palestine/ Greece/France A Step Forward, 2010, HD, 20min, Switzerland/ Tanzania; The History and Story of Cordel, 2005, DV, 15min, Brazil

 

 

Philipp Nielsen

(Haben Gefühle eine Geschichte? Und: Machen Gefühle Geschichte? Diese Fragen stehen im Zentrum des Forschungsbereichs.) Postdoc-Stipendiat am Max Planck-Institut für Bildungsforschung, Zentrum für Geschichte der Gefühle, Berlin. (Haben Gefühle eine Geschichte? Und: Machen Gefühle Geschichte? Diese Fragen stehen im Zentrum des Forschungsbereichs.) Promotion in Geschichte, Yale University, 2012; MSc History of International Relations, London School of Economics and Political Science, 2006; BSc History and International Relations, London School of Economics and Political Science 2005; Projektteilhabe: Demokratische Emotionen: Kompromiss und Parlamentarische Kultur in der deutschen Geschichte. www.mpib-berlin.mpg.de/de/forschung/geschichte-der-gefuehle

 

____________________________________________________

 

11. Mai 2014, 15 Uhr

 

Hanno Depner

 

Einführung in das Modell „Kant für die Hand“

Hanno Depner forscht an der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock über Gestaltungsaspekte einer postdiskursiven Philosophie und ist Beirat des Philosophiemuseums DenkWelten. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Berlin und Norwich, leitete das Lektorat des Internationalen Literaturfestivals Berlin und arbeitete im Kulturbereich in verschiedenen Medien. 2011 veröffentlichte er "Kant für die Hand. Die 'Kritik der reinen Vernunft' zum Basteln und Begreifen".

 

 

„Wenn wir über den Ort sprechen, wo das Denken stattfindet, haben wir ein Recht zu sagen, dass dieser Ort das Papier ist. „ - Ludwig Wittgenstein

 

„Es geht auch nicht darum, der Buchhülle noch nie dagewesene Schriften einzuverleiben, sondern endlich  das zu lesen, was in den vorhandenen Bänden schon immer zwischen den Zeilen geschrieben stand. Mit dem Beginn einer zeilenlosen Schrift wird man auch die vergangene Schrift unter einem veränderten räumlichen Organisationsprinzip lesen. […] 

 

Was es heute zu denken  gilt, kann in Form der Zeile oder des Buches nicht niedergeschrieben werden.“ - Jacques Derrida

 

„Kant für die Hand. Die ‚Kritik der reinen Vernunft‘ zum Basteln und Begreifen“ ist ein Buch-Bausatz. Den acht Kapiteln, in denen der Leser schrittweise in Immanuel Kants Hauptwerk eingeführt wird, sind verschiedene Bastelteile zugeordnet. Sie bestehen aus festem, farbig bedrucktem Karton und können aus den Bogen im hinteren Teil des Buches gelöst werden. Während der Leser mit kurzen, prägnanten Texten in Hintergründe und Begrifflichkeit der Kritik der reinen Vernunft eingeführt wird, ist er eingeladen, die jeweiligen Bastelteile nach Vorgabe einer bildlichen Anleitung zusammenzukleben. Es entsteht ein Würfel, der als pädagogisches Lehrmodell, als anspielungsreiches ästhetisches sowie als performatives Objekt gestaltet ist.

 

____________________________________________________

ProjektkategorieSemesterprojekt Projekt-Fächer Bildhauerei
emotional Tracking
emotional Tracking

CC by-nd uferkollektiv