2013


04-13 Die Autorin. Über Hand- und Kopfarbeit in der Malerei Antrittsvorlesung Friederike Feldmann – Im Anschluss Barockdisco mit DJ Michael Glasmeier

Friederike Feldmann, Professorin für Malerei der Kunsthochschule Berlin Weißensee, stellt sich und ihre Arbeit in einer Antrittsvorlesung vor. Sie wurde im April 2012 an die Hochschule berufen. Die jüngeren Arbeiten der 1962 geborenen Künstlerin sind kalligraphische Bilder: Bilder von Schrift, die geschriebenes Wort suggerieren, das beim näheren Hinsehen jedoch nicht lesbar ist. Dabei geht es ihr weniger um die Frage nach dem Text als um Geste und individuellen Duktus als Mittel zur Konstruktion von Bedeutung.

Eine der Inspirationsquellen von Friederike Feldmann ist die Barockmusik. Daher hat sie Michael Glasmeier, Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Künste Bremen, eingeladen, der im Anschluss an ihren Vortrag Barockmusik in neuen und alten Interpretationen präsentieren wird.

Mittwoch, 24. April, 18 Uhr

Friederike Feldmann: 

Die Autorin. Über Hand- und Kopfarbeit in der Malerei

Im Anschluss:

Leidenschaft und Ostinato. Barockmusik präsentiert von DJ Michael Glasmeier. 

Delirien, Glücksmomente, Trauer, Liebeswahnsinn, Tränen, Jubel, Melancholie, Loops in neuen und alten Interpretationen auf CDs. Dauer etwa vier Stunden. – Es empfiehlt sich zur besseren Bequemlichkeit Liegematten mitzubringen.

Ort: Kunsthochschule Berlin Weißensee, Aula, Bühringstraße 20, 13086 Berlin. Eintritt frei!

Bild: Friederike Feldmann, aus der Serie „lyrics“, 2012. Tusche auf Papier, 42 x 29,7 cm.


03-13 Künstlerauswahl der Studienstiftung an der Kunsthochschule Berlin Weißensee BewerberInnen aus ganz Deutschland präsentierten ihre Arbeiten

Die Studienstiftung des Deutschen Volkes hat an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unter 77 Studierenden der Bildenden Kunst 24 Neu-StipendiatInnen ausgewählt. Dafür hatten die deutschen Kunsthochschulen besonders talentierte Studierende, die eher am Anfang des Studiums stehen, vorgeschlagen. Aus 22 Kunsthochschulen waren BewerberInnen angereist. Sie präsentierten ihre Arbeiten einer hochkarätig besetzten achtköpfigen Jury. Die Weißenseer Hochschule war bereits zum zweiten Mal Gastgeberin für die Künstlerauswahl der in Bonn ansässigen Stiftung.

Die Jury bestand aus den KünstlerInnen: 

Franka Hörnschemeyer, Christian Jankowski, Wolfgang Luy, Karin Sander, Winfried Virnich, Corinne Wasmuht, David Zink Yi, Thomas Rentmeister. 

Von der Kunsthochschule Berlin Weißensee wurde LUKAS MAIBIER in die Stiftung gewählt. Er studiert im 5. Semester Malerei und wird nun bis zum Ende des Studiums von Deutschlands größtem Begabtenförderungswerk unterstützt werden. 

Weiterhin wurden aufgenommen: 

Maximilian Arnold, Karlsruhe; Anna Bart, Bremen; Lilith Becker, Stuttgart; Julia Debus, Leipzig; Serena Alma Ferrario, Braunschweig; Niklas Fischer, Münster; Maximilian Grau, Offenbach; Manuel Haible, Braunschweig; Robert Hamacher, Karlsruhe; Bianca Hennig, München; Leon Kahane, Berlin (UdK); Markus Lutter, München; Dario Mendez Acosta, Köln; Daniel Pauselius, Leipzig; Jonathan Penca, Frankfurt/Main; Katharina Reich, Kassel; Matthias Ruthenberg, Bremen; Paul Schuseil, Mainz; Saskia Senge, Hamburg; Annabel Sommer, Braunschweig; Raphaela Vogel, Nürnberg; Johanna Wagner, Karlsruhe.

Neben der finanziellen Förderung aus einem monatlichen Büchergeld sowie einem jährlich neu berechneten Grundstipendium steht allen Kunst-Stipendiaten das Bildungsprogramm der Studienstiftung offen. Für die Stipendiaten der Künstlerförderung bietet die Studienstiftung eine Künstlertagung in Montepulciano und eine gemeinsame Studienfahrt zur Biennale nach Venedig an.

Informationen zur Künstlerauswahl der Studienstiftung unter: www.studienstiftung.de/studienfoerderung/kunst-design.html 


02-13 Outsider Art soll nach Berlin kommen Verein will ein „Haus für Außenseiterkunst“ gründen – Ausstellungen und Begegnungen geplant

Auf dem Gelände der Schlosspark-Klinik in Charlottenburg soll ein „Haus für Außenseiterkunst - Prinzhorn in Berlin“ entstehen. Es ist geplant, darin die historisch bedeutsamen Exponate der weltbekannten Sammlung Prinzhorn/Heidelberg auch dem Berliner Publikum zugänglich zu machen. Der jetzt in Berlin gegründete Verein „Außenseiterkunst in Berlin e. V.“ will die Kunst von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung sichtbar machen, die Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben und Veröffentlichungen fördern. Gleichzeitig soll eine Begegnungsstätte für Künstler, Außenseiterkünstler, Kunstinteressierte, Kinder und Jugendliche in offenen Ateliers etabliert werden. Der Verein wurde auf Initiative einer Gruppe interessierter Menschen gegründet, der unter anderen Prof. Dr. Karin Dannecker, Leiterin des Masterstudiengangs Kunsttherapie der Kunsthochschule Berlin Weißensee angehört. Den Vorsitz hat Leonie Baumann, Rektorin der Kunsthochschule.

Ein erstes Ziel des Vereins ist es, Sponsoren zu finden, um ein denkmalgeschütztes Maschinenhaus auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserin-Auguste-Viktoria-Hauses in Berlin-Charlottenburg, heute im Besitz der Schlosspark-Klinik, für Ausstellungszwecke umzubauen. 

Mit Außenseiterkunst (Outsider Art) wird besonders Kunst von Menschen bezeichnet, die am Rand der Gesellschaft stehen, wobei diese Begrifflichkeiten kontrovers diskutiert werden. Bisher gibt es in Berlin bis auf die Galerie ART CRU kaum relevante Adressen für Außenseiterkunst, obwohl sie seit geraumer Zeit große Beachtung findet. 

Die Sammlung Prinzhorn des Universitätsklinikums Heidelberg ist berühmt für ihren historischen Fundus von Kunst aus psychiatrischen Anstalten und Kliniken vor allem deutschsprachiger Länder. Die mehr als 6.000 Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Textilarbeiten stammen aus der Zeit zwischen 1840 und 1930 und wurden von dem Kunsthistoriker und Mediziner Hans Prinzhorn zu Beginn der 1920er Jahre zusammengetragen. 

Schon jetzt hat der Verein namhafte Persönlichkeiten und Berliner Institutionen gewinnen können, die die Vereinsziele unterstützen. Hierzu gehören neben der Kunsthochschule Berlin Weißensee, die Kunsttherapie Berlin, die Schlosspark-Klinik, die Park-Klinik Sophie Charlotte sowie die Park-Klinik Weißensee. 

Kontakt 

Außenseiterkunst Berlin e.V.

c/o Park-Klinik Sophie Charlotte

Uta Buchmann

Heubnerweg 2a, 14059 Berlin

Tel. 3264 1662, info@klinik-sc.de 


01-13 Berliner Festspiele Lab präsentiert: „Moderne PROBEN“ Raumstrategische Skizzen, Performances, Videos und Tryouts

Studierende aus elf verschiedenen Ländern haben das Haus der Berliner Festspiele untersucht. Sie belegen den Masterstudiengang Raumstrategien der Kunsthochschule Berlin Weißensee und forschten künstlerisch über den Ort und das Theater im Westen Berlins. Aus ihren Recherchen zur Architektur und Geschichte entstanden räumliche Fallstudien, performative Interventionen und verschiedenste Videoarbeiten. Unter dem Titel „Moderne PROBEN“ präsentieren 17 Studierende an drei Abenden ihre Ergebnisse und bespielen zusammen mit ihren Dozenten das Haus der Berliner Festspiele innen und außen. 

Der Masterstudiengang „RAUMSTRATEGIEN forschende Kunst im öffentlichen Kontext“ an der Kunsthochschule Berlin Weißensee ist an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft ausgerichtet. Unter dem Titel Lab schlagen die Berliner Festspiele eine Brücke zwischen den hochspezialisierten Festivals einerseits und frischen oder unerwarteten Perspektiven junger Profis andererseits. 

„Moderne PROBEN“ im Berliner Festspiele Lab von und mit: Cem Kozcuer, Elena Lee, Ella Spector, Eva Schmidhuber, Evanthia Giannakopoulou, Julia Masagáo, Kika Yang, Lerato Shadi, Marco Dorn, Marie Poller, Namia Lee, Pallin Tansawat, Patricia Breves, Sonja Hornung, Sven Borger, Vanessa Gageos, Victoria Anderson sowie mit Prof. Maren Strack, Stephan Mörsch, Bettina Vismann und Kathrin Wildner. 

Vom 17. bis 19. Januar | 18.00 – 22.00 Uhr 

Haus der Berliner Festspiele, Eintritt frei 

Eröffnung: Do., 17. Januar, 18:00 Uhr 

mit Leonie Baumann (Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee) und Christiane Kühl (Stellvertretende Intendantin Berliner Festspiele) 

Finissage: Sa., 19. Januar, 22:00 Uhr 

Eine Kooperation der Berliner Festspiele mit der Kunsthochschule Berlin Weißensee, Masterstudiengang Raumstrategien. 

Weitere Informationen unter: www.raumstrategien.com sowie www.berlinerfestspiele.de.

Bildnachweis: Foto: Julia Masagáo, weißensee kunsthochschule berlin