Sommersemester 2009, BA/MA Produkt-Design Produkt_Startseite

Shared Vision

Shared Vision Systeme ermöglichen es, die Welt durch die Augen eines anderen zu sehen.

Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Kollaboration über Distanzen hinweg. Um diese Möglichkeiten ausschöpfen zu können, müssen eine Reihe von pragmatischen Problemen gelöst werden: Wie kommunizieren die beiden Akteure miteinander, wie greifen Agieren, Reagieren, bzw. Sehen und Zeigen in diesem Kommunikationsprozess ineinander? Wie kann die benötigte Technik möglichst gut in den jeweiligen Nutzungskontext integriert werden, so dass sie die beiden Akteure nicht behindert?

 

Das Projekt fand in Kooperation mit dem Bereich Mensch-Maschine Systeme der TU Berlin statt.

 

Das Projekt gliederte sich in drei Teilbereiche

1. Welche sinnvollen Anwendungen lassen sich für "Shared Vision" Technologien entwickeln, bzw. in welchen Bereichen kann diese Technologie einen echten Mehrwert bieten?

Noch steckt die Technik in den Kinderschuhen und wird hauptsächlich für die Anwendung bei komplexen Montage- und Wartungsarbeiten entwickelt, denkbar sind auch Anwendungen in der Telemedizin. In welchen Bereichen könnte die Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Spezialisten ("Hand und Hirn") sinnvoll oder notwendig sein? Und: Vielleicht lassen sich ebenso sinnfällige Nutzungen für den Amateurnutzer denken und entwickeln?!

 

 

2. Wie lässt sich der Interaktionsprozess zwischen den beiden Akteuren der Anwendung und Situation entsprechend möglichst angemessen und intuitiv gestalten?

Die Koordination des "gemeinsamen Blickes" und die Abstimmung von Handlungsanweisung einerseits und Agieren andererseits stellt diese Form der Kommunikation vor besondere Herausforderungen. Welche Medien und welche Schnittstellen sind in der Lage diese komplexe Interaktion so zu gestalten, dass ein gemeinsames Handeln möglich wird? Diese gestalterische Fragestellung soll im Kontext von spezifischer Anwendung (1) und entsprechender Hardware (3) beantwortet werden.

 

3. Wie kann die Technik und die dafür benötigte physische" Hardwear" möglichst angemessen gestaltet werden, so dass sie im jeweiligen Nutzungskontext ein sinnvolles Werkzeug und keine Behinderung darstellt?

Welche Medien und dementsprechend welche technischen Komponenten werden benötigt, um die beiden Akteure zu koppeln? Wie können diese möglichst sinnfällig in das Umfeld integriert werden, ohne die Akteure in ihrer Handlungsfähigkeit einzuschränken? Diese gestalterische Fragestellung soll im Kontext von innovativer Anwendung (1) und einem adäquaten Interaktionskonzept (2) beantwortet werden.

Teilnehmer Kathrin Scheidt, Friedrich Blauert, Emilia Isabelle Dechamps, Rebekka Lauer, Julian Tresowski
ProjektkategorieSemesterprojekt Projekt-Fächer BA/MA Produkt-Design