Sommersemester 2012, BA/MA Produkt-Design , BA/MA Textil- und Flächendesign

MALKASTEN

Video zum making-of:

vimeo.com/58740841

 

Obwohl das Erfassen von Räumen normalerweise auf der visuellen Wahrnehmung beruht, sprechen auch sehbehinderte Menschen, die einen Raum nur durch ihre geschärften auditiven Kanäle erfahren, von einem „Raumbild“.

Es scheint selbstverständlich, dass Auge und Ohr parallel laufen. Klang ohne Ursprung gibt es nicht. Klang, dessen Ursprung wir nicht sehen oder zumindest definieren können, ist uns unheimlich. Doch was passiert, wenn wir hören, was wir nicht sehen? Oder sehen, was wir nicht hören? Und was, wenn unser Ohr zu unserem Auge wird?

 

Die Installation „MALKASTEN“ bietet dem Rezipienten eine Raumwahrnehmung ohne den dazugehörigen greifbaren Raum. Auditive und visuelle Wahrnehmung laufen parallel und trotzdem separat. Das Projekt bietet Input über den auditiven Kanal. Gesteuert wird er allerdings durch die Bewegungen unserer Hände, welche sich nach und nach einem intuitiven Zeichenfluss auf der mit Sand bedeckten Interface beugen. Der Benutzer zeichnet im Sand und hört einen fremden Raum. Die scheinbar direkte Verbindung zwischen der haptischen Wahrnehmung und dem auditiven Eingang verschafft eine ungewohnt vertraute Orientierung in einem zu dem Zeitpunkt virtuellen, jedoch im Ursprung echten Raum.

„Ich weiß nicht ob mein Ohr meiner Hand folgt, oder umgekehrt. Ich zeichne mit Sound.“

Teilnehmer Marcel Pasternak
ProjektkategorieSemesterprojekt Projekt-Fächer BA/MA Produkt-Design, BA/MA Textil- und Flächendesign
MALKASTEN_front.JPG
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Alle Rechte vorbehalten
MALKASTEN.JPG
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