Wintersemester 2016/2017, BA/MA Produkt-Design

Brotzeit

Essen als Metapher für Leben, stiftet Identität, Heimat und kulturelle Identität.

In diesem Kurzzeitprojekt haben wir uns mit einem Grundnahrungsmittel beschäftigt, das auf jeweils verschiedenste Weisen in den unterschiedlichen Kulturen Bedeutung hat, zubereitet und konsumiert wird - Baguette, Papadam, Chapati, Puri, Tortillas ...

 

Kochen und Backen gehört zu den ältesten open-source-Arbeitsmodellen. Die eigene Herstellung von Lebensmitteln und der Austausch der dabei gewonnen Erfahrungen beim gemeinsamen Zubereiten und Essen findet immer mehr Aufmerksamkeit – nicht zuletzt als Phänomen inter kultureller Projekte.

 

Zur Einführung schauten wir uns den gesamten Nahrungskreislauf vom Korn, über die Produktion und Verarbeitung bis hin zur Verwertung von Resten an und spekulierten über mögliche Zukünfte dieses essentiellen Grundnahrungsmittels. Wir sahen uns die Produktion in der Manufaktur „ Märkisches Landbrot“ an, einer Demeter Bäckerei in Berlin Neukölln.

 

Ein eklatantes Problem unserer heutigen Ernährung sind

die enormen Mengen an Lebensmitteln, die wir wegwerfen. Dies war der Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Spiels, das die Einflussfaktoren der Reste Entstehung im Vertrieb thematisiert, zwei Installationen zur Visualisierung Problematik, die gestalterischen Begleitung von foodsharing Aktionen, sowie die Herstellung essbarer Werkzeuge aus Brot(ersten).

 

Eine Auswahl der entstandenen Arbeiten wird ab dem 19.5. im Museum für Kunst und Gewerbe in der Ausstellung "Food revolution 5.0 - Gestaltung für die Gesellschaft von morgen" zu sehen sein.

Teilnehmer Anton Richter, Janosch Reiter, Luisa Haase-Kiewning, Dominic Eger Domingos, Sion Heo, Jannis Kempkens, Joost van Kessel, Jan van Riesenbeck, Maria Bierbaums, Ursula Ruiz Jarero, Paola Andrea Aldana Vidal, Johanna Ewert, Marcel Zieroth, Frederike Rehfeldt
ProjektkategorieProjekt Projekt-Fächer BA/MA Produkt-Design