Prof. Clara Leskovar


Statement

Die Erfassung des komplexen Zusammenspiels von Formgestaltung, Fläche, Materialität und Farbgebung am Menschen ist wesentlich im Mode-Design. Die Anforderungen an jedes einzelne Element sind durch immer vielschichtigere Bedürfnisse gestiegen. Somit ist der Designer in seiner Arbeitsweise stets gefordert, er muss vielseitig und offen sein. In der Praxis heißt das beispielsweise, gesellschaftliche und kulturelle Anforderungen an Gestaltung und praktische Erfordernisse im Entwurf zu berücksichtigen.
Die Gestaltung einer spezifischen Form hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Letztendlich ist der Kontext entscheidend, in dem die Entwurfsarbeit steht. Benötigt wird immer ein ganzheitliches Konzept, das während des gesamten Prozesses von der Idee bis zur Präsentation der fertigen Arbeit berücksichtigt werden muss. Deshalb wird schon früh im Studium schwerpunktmäßig auf die Entwicklung einer eigenen Haltung zum Entwurf hingearbeitet ebenso wie auf die überzeugende Darstellung des Konzeptes, der Idee. Das bleibt auch in der späteren Berufspraxis eine Herausforderung für jeden Designer.
Bei der Entwurfsarbeit sollte es neben konzeptionellem und analytischem Denken genügend Raum für das Experiment geben. Mit Hilfe des freien formbezogenen Experimentierens ohne spezifische inhaltliche Vorgaben können Probleme aufgezeigt und Problemlösung sowie Entscheidungsfindung geschult werden, sodass sich jeder Studierende individuell und nach seinen Bedürfnissen im Entwurfsprozess eigene Konzepte und entsprechende Lösungsansätze erarbeiten kann.
Der Entstehungsprozess ist dabei durch permanente Reflexion gekennzeichnet. Eine umfassende visuelle Recherche, das Ausprobieren, das Hinterfragen und die „Fehleranalyse“ helfen neue Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken. Größere Studienprojekte bieten weitere Möglichkeiten, sich als Gestalter zu finden und zu positionieren.

total immersion

Wochentag(e): Montag + Mittwoch
Ort: zweites Obergeschoss C2.01
Hauptstudium
Semester: SS 2018
Lehrende: Prof. Doreen Schulz, Prof. Clara Leskovar
Konstruktion: Lucia Mors de Castro
Realisation Strick: Veronika Groß

Inspiriert von selbst gewählten Themen sollen Kollektionsentwürfe entstehen, deren Formen und Silhouetten aus der Fläche herausgearbeitet werden. Die verschiedenen Formen des Stoffdruckes und der Materialbearbeitung in Verbindung mit der Silhouette stehen im Vordergrund. Entstehen soll eine zeichnerische Kollektion mit mindestens 15 Outfits, von den zwei davon umgesetzt werden.
Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen Kollektionskonzeptes; dazu gehört eine umfangreiche Recherche, die zeichnerische Darstellung, Formgestaltung, Material- und Farbwahl.

Totales Eintauchen in Versatzstücke, nichts scheint wirklich zusammenzupassen.

Farbverläufe, Chiffon, Schattierungen von Rot, ein Spiel zwischen Struktur und Leichtigkeit, perfektioniert, kapriziös, natürlich, unnatürlich, Scherben und Splitter eines Druckes / eines Schnittes, fragile, dekadente, optische Illusion, melancholisch, technisch, Sportswear, die Blässe von Pastelltönen, Staub, Sinnesüberladung, Dynamik, zufällig platziert, geflochten, zerrissen, gelassen, Umsetzung vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale, die Vermischung von femininen und maskulinen Elementen, gewebt, eingeschlagene Kanten, die Drehzahl von Falten, Silhouetten erstrecken sich von schwungvoll voluminös zu strukturiert zugeschnitten, der Glanz und die Intensität von Blau, beschichtete Materialien, Microfaserstoffe, gewachstes Denim, Baumwollbatist, lange Schatten, strahlende Farben, Selbstverständlichkeit, heiter, das Elegante von Weiss und die Tiefe von Schwarz