Prof. Clara Leskovar


Statement

Die Erfassung des komplexen Zusammenspiels von Formgestaltung, Fläche, Materialität und Farbgebung am Menschen ist wesentlich im Mode-Design. Die Anforderungen an jedes einzelne Element sind durch immer vielschichtigere Bedürfnisse gestiegen. Somit ist der Designer in seiner Arbeitsweise stets gefordert, er muss vielseitig und offen sein. In der Praxis heißt das beispielsweise, gesellschaftliche und kulturelle Anforderungen an Gestaltung und praktische Erfordernisse im Entwurf zu berücksichtigen.
Die Gestaltung einer spezifischen Form hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Letztendlich ist der Kontext entscheidend, in dem die Entwurfsarbeit steht. Benötigt wird immer ein ganzheitliches Konzept, das während des gesamten Prozesses von der Idee bis zur Präsentation der fertigen Arbeit berücksichtigt werden muss. Deshalb wird schon früh im Studium schwerpunktmäßig auf die Entwicklung einer eigenen Haltung zum Entwurf hingearbeitet ebenso wie auf die überzeugende Darstellung des Konzeptes, der Idee. Das bleibt auch in der späteren Berufspraxis eine Herausforderung für jeden Designer.
Bei der Entwurfsarbeit sollte es neben konzeptionellem und analytischem Denken genügend Raum für das Experiment geben. Mit Hilfe des freien formbezogenen Experimentierens ohne spezifische inhaltliche Vorgaben können Probleme aufgezeigt und Problemlösung sowie Entscheidungsfindung geschult werden, sodass sich jeder Studierende individuell und nach seinen Bedürfnissen im Entwurfsprozess eigene Konzepte und entsprechende Lösungsansätze erarbeiten kann.
Der Entstehungsprozess ist dabei durch permanente Reflexion gekennzeichnet. Eine umfassende visuelle Recherche, das Ausprobieren, das Hinterfragen und die „Fehleranalyse“ helfen neue Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken. Größere Studienprojekte bieten weitere Möglichkeiten, sich als Gestalter zu finden und zu positionieren.

unmöglich angezogen - eine experimentelle Raumcollage

Wintersemester 2016/17
Wochentag(e): Mittwoch + Freitag
Ort: zweites Obergeschoss C2.05

2.Studienjahr
Prof. Clara Leskovar / Prof. Doreen Schulz

unmöglich angezogen - eine experimentelle Raumcollage

Im Wintersemester 2016/17 gestalten die Studierenden des Grundstudiums zweidimensionale Papier- und Materialcollagen, die am Ende des Projektes zu dreidimensionalen Objekten führen. Entstehen sollen experimentelle, auf den Menschen bezogene Kleider-Collagen, die mit Materialkontrasten bei Farbe und Textur spielen. Dazu kombiniert werden abgewandelte Zitate vorhandener Kleidungsstücke.

Ziel ist, eine anspruchsvolle gestalterische Realisierung einer ganzheitlichen Silhouette auszuformulieren; dazu gehört eine umfangreiche Recherche, die zeichnerische Darstellung, Formgestaltung, Material- und Farbwahl.