smart³

Im Forschungsschwerpunkt smart³ wird methodisch und praktisch experimentell mit formveränderbaren Materialien gearbeitet. Der Teilbereich „Experimentelle Materialforschung“ des Fachgebiets Textil- und Flächen-Design, unter der Leitung von Prof. Dr. Zane Berzina und Prof. Christiane Sauer, untersucht in verschiedenen Projekten die Potentiale der Smart Materials im gestalterischen Kontext.

Der Forschungsschwerpunkt ist in das vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt smart³ - materials, solution, growth (http://www.smarthoch3.de) (2014 – 2021) eingebettet, dessen Ziel es ist, die Entwicklung innovativer Produkte auf Basis von Smart Materials zu forcieren. Das interdisziplinär angelegte Konsortium mit über 100 Partnerorganisationen setzt sich vor allem aus Vertretern der Industrie, den Materialexperten der Fraunhofer-Institute und verschiedenen Institutionen aus der Bildungs- und Kulturlandschaft zusammen.

Die im Forschungsschwerpunkt adressierten Smart Materials sind Werkstoffe, die die Fähigkeit besitzen, selbständig auf sich verändernde Umweltbedingungen zu reagieren. Diese sind: Thermische Formgedächtnislegierungen, Dielektrische Elastomerwandler, Piezokeramiken und magnetische Formgedächtniswerkstoffe.
Weiterführende Informationen zu den Werkstoffen finden sich hier (http://st4sd.de/)

Der Forschungsschwerpunkt ist seit 2014 an der Hochschule mit den folgenden Projekten aktiv, die ein Gesamtfördervolumen von 4,2 Mio. Euro (Stand 03.2017) haben:

Aktuelle Forschungsprojekte:

03/2017 - 02/2020
"Sound Adapt": Das F&E-Vorhaben "Sound Adapt" beschäftigt sich mit der Entwicklung einer kinetisch veränderbaren Oberfläche, welche als Verkleidung von Raumbegrenzungsflächen, die akustischen Parametern innerhalb von Gebäuden auf eine schnelle und präzise Art beeinflussen kann. Durch die Integration von Formgedächtnislegierungen, Sensoren und akustisch wirksamen Materialien innerhalb des Oberflächenaufbaus, soll ein adaptives und in sich geschlossenes Gesamtsystem entstehen, welches einfach und platzsparend in bestehende Raumstrukturen eingegliedert werden kann und eine akustisch variable Raumnutzung ermöglicht.
Projektpartner: Schirmer GmbH Beratende Ingenieure, Fraunhofer IWU, ADA Acoustic Design Ahnert, SBS Bühnentechnik GmbH, DIGALOG GmbH, weißensee kunsthochschule berlin.
Forschungsbereich weißensee: Konzeption, Entwicklung und Modellierung der anpassbaren Oberflächenstruktur unter konstruktiv-gestalterischen Kriterien.
Forschungsteam weißensee: Prof. Dr. Zane Berzina (Leitung), Paula van Brummelen (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin)

10/2016 - 09/2019
„Smart Materials Satellites“: Das F&E-Projekt hat zum Ziel einen aktiven Wissenstransfer zum Thema Smart Materials von der Wissenschaft zur breiten Öffentlichkeit zu generieren.
Projektpartner: Technische Sammlungen Dresden, Stiftung Bauhaus Dessau, SYN Stiftung Kunst, Design, Wissenschaft, Fraunhofer-IWU Dresden, weißensee kunsthochschule berlin.
Forschungsbereich weißensee: Entwicklung von Designmethoden als Vermittlungsstrategien für komplexe wissenschaftliche Themen. Der zentrale Baustein des Forschungsprojektes ist das „Mobile Laboratorium“, das in verschiedenen Szenarien getestet wird. Außerdem werden Ausstellungen, Konferenzen und Workshops konzipiert und durchgeführt.

Forschungsteam weißensee: Prof. Dr. Zane Berzina (Leitung), Julia Wolf (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin), Veronika Maria Aumann (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Abgeschlossene Forschungsprojekte:

12/2014 - 05/2016
„Smart Tools for Smart Design“: Das Basisvorhaben hatte zum Ziel, das komplexe, technische Wissen zu Smart Materials zu bündeln und insbesondere für Gestalter in eine greifbare Sprache zu „übersetzen“.
Projektpartner: Fraunhofer-Institute IWU und IKTS in Dresden, Fraunhofer-Institut IAP in Potsdam-Golm und weißensee kunsthochschule berlin.
Forschungsbereich weißensee: Entwicklung von „Smart Tools“, die sich dem Wissen zu Smart Materials in verschiedenen Komplexitätsgraden spielerisch und experimentell nähern und relevante Inhalte adäquat transportieren. Weiterführende Informationen finden sich auf der Projektwebsite (http://st4sd.de/)

Forschungsteam weißensee: Prof. Dr. Zane Berzina (Leitung), Veronika Maria Aumann (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin), Julia Wolf (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin)

01/2014 - 11/2014
„startsmart“: Die Strategiephase von smart³, in der eine gemeinsame Roadmap für das heterogene Forschungskonsortium festgelegt wurde.
Projektpartner: Fraunhofer-Institut IWU, Dresden, Fraunhofer-Institut IAP, Potsdam-Golm, Fraunhofer-Institut IKTS, Dresden, Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle (Saale), TripleHelix Dialog, Dresden, Polysax e.V., Bautzen, Polymermat e.V., Technische Universität, Ilmenau und weißensee kunsthochschule berlin.
Forschungsbereich weißensee: Produktkonzeptentwicklung unter Einbindung der Thematik in die Hochschullehre, eine Fallstudienanalyse zu gestalterisch relevanten Projekten mit Smart Materials und ein Entwurf für die smart³-Außendarstellung, inklusive einer umfassenden Ausstellung. Außerdem entstand ein Bildungskonzept zur Förderung des Design-Nachwuchses.

Forschungsteam weißensee: Prof. Dr. Zane Berzina (Leitung), Veronika Maria Aumann (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin), Julia Wolf (künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Studium und Lehre:

Die Arbeit in den Forschungsprojekten fließt fortlaufend in die Lehre an der Hochschule in Form von Entwurfsprojekten, Workshops oder Symposien ein. Die enge Kooperation hierbei mit Forschungspartnern, insbesondere den Fraunhofer-Instituten, fördert den Austausch mit Wissenschaft und praxisnaher Anwendung bereits im Studium.

Beispiele:
- SMARTSKIN Workshop, Veronika Aumann und Julia Wolf, 2016
- "Materialiät und Sensorische Forschung“, Prof. Dr. Zane Berzina, 2015
- Smart Materials - Hands on Research, Julia Wolf, 2015
- CHANGE, Prof. Christiane Sauer, 2014

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

 

- form, Design Magazine No 270, Mar/Apr 2017, Artikel "Smart Materials" von Julia Wolf

- domus 018 „Die Stadt und der Mensch“, „Chamäleon-Membran“ und „Solar Curtain“ erschienen im Artikel „Das Material denkt mit“ von Dr. Sascha Peters, Ausgabe 018 März/April 2016

- Detail, Zeitschrift für Architektur, online am 25.07.2016. Artikel über „Chamäleon Membran - Form Follows Environment“

- Technology Review, Juli 2015, „Chamäleon Membran“ erschienen im Fokus Futuristische Materialien

- Zeitung der Hannover Messe, „Solar Curtain“ erschienen bei Research & Technology am 16.04.2015


 

Ausstellungen und Auszeichnungen (Auswahl)


30.09.2016 – 08.01.2017:
+ ultra, gestaltung schafft wissen. Martin-Gropius-Bau Berlin.
gezeigt werden "Smart Tools for Smart Design" und "Responsive Surfaces" von Paula van Brummelen

10.2016
Designer’s Open Leipzig
gezeigt wurde "Chamäleon Membran" von Madlen Deniz

04.2016
Hannover Messe 2016, Messestand Fraunhofer-Institut IWU Dresden
gezeigt wurde "Solar Curtain" von Bára Finnsdóttir

"Solar Curtain" - 1. Platz Fraunhofer Ideen Wettbewerb 2016 für "Solar Curtain", Adaptiver textiler Sonnenschutz für die Fassade, Design: Bára Finnsdottir. Entstanden im Rahmen des Entwurfsprojektes CHANGE, Weiterentwicklung Demonstrator mit Fraunhofer IWU Dresden, 2015.

10. 2014
"Smart Office Materials - Innovation of Interior", Messe Orgatec Köln
gezeigt wurde "Chamäleon Membran" von Madlen Deniz

Die Informationsbroschüre zur "Experimentellen Materialforschung" des Fachgebiets Textil- und Flächen-Design findet man hier (http://www.kh-berlin.de/projekt-detail/Project/detail/brochure-design-experimental-material-research-2284.html)
Die Broschüre ermöglicht einen breitgefächerten Überblick zu Studien- und Forschungsarbeiten, die in den letzten Jahren im Fachgebiet Textil- und Flächen-Design entstanden sind.